Ihráč: Naturdenkmal und Vulkanlandschaft im Tal
Ihráč liegt in einem Tal, in dem Naturgeschichte, regionale Überlieferung und Wege durch eine markante Vulkanlandschaft eng beieinanderliegen. Für Sie verbindet der Ort ein ausgewiesenes Naturdenkmal am Südrand mit einem Berg über dem Tal, historischen Zeugnissen und einer Route, die auch Radreisende durch den Ort führt.
Steine, Lavakanal und Wege am Südrand
Das Ihráčske kamenné more ist als Naturdenkmal ausgewiesen und liegt am Südrand von Ihráč. Das Gebiet umfasst 2,2 Hektar. In ihm befindet sich ein zerfallender Vulkanschlot, der einen Rest eines natürlichen Lavakanals darstellt. Die Geologie ist überwiegend andesitisch und geht auf den tertiären Vulkanismus zurück. Diese Einordnung macht verständlich, weshalb die Felsformation nicht nur durch ihre Oberfläche, sondern auch durch ihre Entstehungsgeschichte bemerkenswert ist.
Der Zugang zum Ihráčske kamenné more führt über den Weg zur Kirche Christus des Königs, vorbei am Fußballplatz und danach rechts auf einen grasbewachsenen Pfad. Die Kirche selbst wurde 1938 erbaut und dient damit zugleich als konkreter Orientierungspunkt auf dem beschriebenen Zugang. Wenn Sie die Landschaft lieber in ihrer Talrichtung erkunden, liegt die Felsformation Prieboj–Železné vráta etwa 2 Kilometer oberhalb von Ihráč im Tal des Biely potok. Gehen Sie das Tal weiter hinauf, erreichen Sie nach etwa 10 Minuten eine enge Felsschlucht, die durch vulkanische Aktivität im Kremnica-Gebirge entstand.
Tal, Berg und die Geschichte von Ihráč
Durch das Tal, in dem Ihráč liegt, fließt der Biely potok; unterhalb von Ihráč wird er Ihráčsky potok genannt. Über dem Tal erhebt sich der Berg Chom und erreicht 1.012 Meter. Zusammen mit dem Naturdenkmal ergibt sich so ein Ortsbild, in dem Wasserlauf, Berg und vulkanisch geprägte Felsformationen jeweils eine eigene Rolle haben.
Die früheste schriftlich belegte Erwähnung von Ihráč stammt vom 26. Februar 1388. Zur traditionellen Lebensweise gehörte die Verarbeitung von Holz; viele Familien lebten von der Arbeit im Wald. Im 17. und 18. Jahrhundert war außerdem das Brennen von Holzkohle eine Erwerbsmöglichkeit für einige Familien in Ihráč. Auch die überlieferten Speisen verweisen auf den Alltag der Gemeinde: Zu den üblichen Gerichten gehörten Brot, Krautsuppe, Gerstensuppe, gekochte Bohnen, Trhance, Halušky und später auch Kartoffeln.
Radroute und Freizeiteinrichtung
Für eine Erkundung mit dem Fahrrad führt der 49 Kilometer lange Rad-Rundweg „Pohronsko - kremnický cyklookruh“ über Ihráč. Wer neben den Felsformationen auch eine Möglichkeit zur sommerlichen Erholung einplanen möchte, findet eine gemeindeeigene Freizeiteinrichtung mit einem künstlichen Wasserbecken. In den Sommermonaten sind dort Baden und Erholung in naturnaher Umgebung möglich. Die Einrichtung liegt 4 Kilometer von Ihráč entfernt. Die Zufahrt mit Kraftfahrzeugen ist dort verboten, ausgenommen für Besucher, die die Freizeiteinrichtung gemietet haben.
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