Svätý Anton – Herrenhaus, Barockpark und Kultur
Svätý Anton zwischen Herrenhaus, Landschaft und Kultur
Svätý Anton verbindet ein bedeutendes Ensemble aus Herrenhaus, Park und Sakralbauten mit einer markierten Radroute in die Štiavnické vrchy. Der Ort eignet sich damit besonders für Sie, wenn Sie auf einer Slowakei-Reise historische Architektur nicht isoliert betrachten, sondern mit Landschaft und einer konkreten Aktivität verbinden möchten. Im Mittelpunkt steht das Herrenhaus von Svätý Anton: Es wurde 1744 an der Stelle einer älteren Burg errichtet, die für den Gespanschaftsvorsteher des Komitats Hont und kaiserlichen General Andrej Koháry gebaut worden war.
Herrenhaus und Park als zugängliches Kulturdenkmal
Seit 1985 sind das Herrenhaus von Svätý Anton und der angrenzende Park nationale Kulturdenkmäler und öffentlich zugänglich. Der Park ist als barocker Landschaftspark gestaltet. Zu seinem Bild gehören begrünte Terrassen, Blumenbeete, Sträucher, wertvolle Bäume, künstliche Teiche und eine Grotte. Anschließend geht die Anlage in einen frei gestalteten Waldpark über. Gerade dieser Wechsel zwischen geordneten Gartenräumen und einer freieren Waldlandschaft gibt dem Besuch unterschiedliche räumliche Eindrücke, ohne dass dafür ein weiterer Ort aufgesucht werden muss.
Zur kulturellen Seite gehört außerdem die Poľovnícka expozícia. Sie zeigt Tierdioramen, ein Jagdzimmer und Jagdwaffen und widmet sich zusätzlich den Themen Falknerei und Fischerei. Das Museum in Svätý Anton liegt im Herzen der Štiavnické vrchy, an der Grenze zwischen der Sitnianska vrchovina im Westen und Skalka im Osten. Damit ist der landschaftliche Rahmen des Ortes klar benannt: Das kulturelle Angebot steht in einem Gebirgsraum mit einer beschriebenen West-Ost-Gliederung.
Kirchen, Kapelle und historische Spuren
Auch die Sakralbauten ergänzen das Bild von Svätý Anton. Die einschiffige Kirche des heiligen Antonius des Einsiedlers wurde 1755 erbaut. In ihrem Inneren befinden sich eine hölzerne Madonna sowie ein dem Meister MS zugeschriebenes Tafelbild der Geburt Christi. Die Kapelle des heiligen Johannes von Nepomuk ist ein barocker Bau aus den Jahren 1755 bis 1758. Zu ihren besonderen Details zählen ein dekoratives Rokoko-Gitter und das Wappen der Familie Koháry.
Eine andere historische Spur führt zur ehemaligen Mýtnica. Sie war seit der Zeit vor der Mitte des 14. Jahrhunderts eine Maut- und Relaisstation. Seit ihrem Umbau in den 1950er-Jahren wird sie für kulturelle und gesellschaftliche Veranstaltungen genutzt. Als ehemalige Station verweist sie auf eine andere Funktion des Ortes als die repräsentative Architektur rund um das Herrenhaus.
Radroute zum Sitno und Jagdfeierlichkeiten
Für eine aktive Ergänzung des Kulturprogramms ist die markierte Radroute von Svätý Anton zum Sitno beschrieben. Sie führt über bestehende Asphaltstraßen und erreicht den höchsten Gipfel der Štiavnické vrchy. Der Gesamthöhenunterschied beträgt 573 Meter. Damit sind Streckencharakter, Untergrund und Höhenunterschied konkret benannt – wichtige Unterschiede zu einer kurzen Besichtigungsrunde im Ort.
Eine weitere besondere Facette bilden die Dni sv. Huberta. Dabei handelt es sich um slowakeiweite Jagdfeierlichkeiten mit historischer Wiederholung. Die belegte 34. Ausgabe dauerte zwei Tage und fand in der historischen Anlage des Herrenhauses von Svätý Anton statt. Sie gehört damit zu den dokumentierten Veranstaltungen, die das Jagd- und Kulturerbe des Ortes öffentlich sichtbar machen.
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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Banská Štiavnica.
