Karpfen

Karpfen zwischen Stadtgeschichte und Naturerlebnis

Für eine Reise nach Karpfen lässt sich ein Besuchstag zwischen Museum, historischen Bauwerken und Wegen in die Natur gestalten. Besonders deutlich wird der Charakter des Ortes in Krupina: Hier verbinden sich die Geschichte literarischer Persönlichkeiten, erhaltene Spuren der Stadtbefestigung und markante Landschaftsformen. Je nach Interesse können Sie den Schwerpunkt auf Kultur, Aussicht oder eine Wanderung zu Natursehenswürdigkeiten legen.

Museum, Literatur und historische Bauwerke

Das Andrej-Sládkovič-Museum widmet seine Dauerausstellung der Geschichte Krupinas und literarischen Persönlichkeiten. Im Mittelpunkt stehen das Leben und Werk von Andrej Sládkovič und Elena Maróthy-Šoltésová. Das Museum bietet Führungen durch die Ausstellungsräume, die Keller sowie die ständigen und wechselnden Ausstellungen an. Die Kellerräume, das Krupinaer Untergrundgewölbe, sind seit 2010 während ausgewählter Veranstaltungen geöffnet. Nach bestimmten baulichen Anpassungen können sie im Rahmen einer Führung durch die Museumsexposition besichtigt werden.

Auch die Stadtmauern erzählen von der regionalen Geschichte. Sie wurden zwischen 1551 und 1564 aus Tuff errichtet, der im Katastergebiet der Stadt abgebaut wurde. Die Türkische Bastion wird seit den 1970er-Jahren des 20. Jahrhunderts als städtisches Amphitheater genutzt und trägt heute den Namen „Amfiteáter Viliama Polónyiho“. Als weiteres bedeutendes architektonisches Bauwerk gilt das Halmayho-Haus, das 1906 für den obersten Bezirksbeamten errichtet wurde.

In der Kirche Mariä Geburt befindet sich ein spätgotischer Flügelaltar der Jungfrau Maria, der Königin der Apostel. Die Skulpturen des Altars stammen aus den Jahren 1515 bis 1520 und werden der Werkstatt des Meisters MS aus Banská Štiavnica zugeschrieben. Damit bietet die Kirche einen eigenständigen kulturhistorischen Akzent neben Museum und Stadtbefestigung.

Vartovka: Aussichtsturm mit historischem Profil

Vartovka ist ein 1564 erstmals erwähnter Wachtturm und der älteste erhaltene Aussichtsturm in der Slowakei. Der Turm wurde aus Stein mit einem hölzernen Umgang bis zu einer Höhe von etwa 13 Metern errichtet. Vartovka ist frei zugänglich und vom Zentrum Krupinas über einen etwa einstündigen Spaziergang auf einer blau markierten Route erreichbar.

Für die literarische Spurensuche führt der Rundgang „Po stopách v rodisku Andreja Sládkoviča“ zu 16 interessanten Orten in Krupina, die eng mit dem Leben des slowakischen Dichters verbunden sind. Nach dem Abschluss des Rundgangs am Malý rínok können Sie dem Lehrpfad bis zur Vartovka weiterfolgen. Der Lehrpfad „Po stopách Sládkoviča“ verbindet historische Denkmäler, die mit dem Leben von Andrej Sládkovič verbunden sind, mit Natursehenswürdigkeiten der Stadt Krupina.

Štangarígeľ und der Weg zu den Felsen

Ein anderer Schwerpunkt liegt auf der Landschaft. Štangarígeľ, auch Krupinské bralce genannt, ist ein 1975 ausgewiesenes nationales Naturdenkmal in Krupina mit einer Fläche von 0,69 ha. Charakteristisch sind regelmäßige fünfeckige Andesitsäulen; einige erreichen eine Höhe von bis zu 6 Metern. Die ungewöhnliche Form der Felsen unterscheidet diesen Naturort deutlich von den historischen Zielen im Stadtbereich.

Der Žibritovský-Lehrpfad beginnt in der Gemeinde Žibritov bei der ehemaligen Pfarrei. Er führt durch das Tal des Baches Bebrava bis zu den mächtigen Felsen Štangarígeľ – Krupinské bralce. Damit steht neben dem Rundgang zu den literarischen Orten eine zweite dokumentierte Wegführung zur Verfügung, die den Schwerpunkt auf Talraum und Felsformationen legt.

Weitere Ortsseiten finden Sie unter Horné MladoniceHorné Mladonice, DomaníkyDomaníky, Hontianske NemceHontianske Nemce, JalšovíkJalšovík, Kráľovce-KrnišovKráľovce-Krnišov, Zemiansky VrbovokZemiansky Vrbovok, MedovarceMedovarce und DevičieDevičie.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Krupina.

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