Bulhary – zwischen Basaltlandschaft, Wegen und Kultur

Bulhary verbindet eine markante Landschaft mit gut unterscheidbaren Zielen für Natur- und Kulturinteressierte. Der Ort liegt im nördlichen Teil der Cerová vrchovina, im Quellgebiet eines linksseitigen Quellbachs des Bachs Suchá. Für Sie entsteht dadurch ein Reiseziel, das nicht nur über einen einzelnen Höhepunkt wirkt: Rund um Bulhary treffen geologische Formen, bewaldete Hänge, Wander- und Radwege sowie kleinere historische Sehenswürdigkeiten aufeinander.

Landschaft zwischen Wald, Basalt und Schutzgebiet

Das Gebiet von Bulhary besteht aus Sandstein und Tonstein, aus denen Reste basaltischer Lavaströme hervortreten. Buchen-, Eichen- und Robinienwälder prägen die bewaldeten Flächen. In der näheren Umgebung liegt das Naturschutzgebiet Kerčík zwischen Bulhary und Šávoľ auf einem isolierten Basaltausläufer. Dort schützt das Gebiet ein reichliches Vorkommen der Böhmischen Kuhschelle (Pulsatilla pratensis ssp. bohemica Skalický) in steppenartigen, wärmeliebenden Pflanzengesellschaften der Cerová vrchovina. Diese Kombination macht die Umgebung besonders interessant, wenn Sie Landschaft nicht nur als Kulisse, sondern auch in ihrer geologischen und botanischen Eigenart wahrnehmen möchten.

Wege zum Veľký Bučeň

Der Veľký Bučeň gehört zu den Tafelbergen der Cerová vrchovina. Mit 514 m ist er der höchste Hang im nördlichen Teil des Gebirges. Für die Erkundung stehen zwei unterschiedlich beschriebene Wege zur Verfügung. Eine 9 km lange asphaltierte Straße zum Veľký Bučeň ist zugleich eine rot markierte Radroute, die am Hauptbahnhof von Fiľakovo beginnt. Eine weitere Möglichkeit bietet ein etwa 9,5 km langer gelb markierter Wanderweg entlang der Fiľakovské skaly. Er ermöglicht einen weiteren Zugang zum Veľký Bučeň und führt durch Hügel des neogenen Basaltvulkanismus. Auf dem Gipfel stehen ein Hochsitz und eine Informationstafel. So können Sie zwischen einer Radroute auf asphaltierter Strecke und einem Wanderweg durch vulkanisch geprägte Hügel unterscheiden, ohne beide Wege zu einem einheitlichen Erlebnis zusammenzufassen.

Kapelle und Erinnerung an den Kráľ stromov

In Bulhary steht die Kaplnka Všetkých svätých, eine 1849 errichtete klassizistische Kapelle. Sie wurde 1893 restauriert; im Inneren befindet sich ein volkstümlich gefertigter spätbarocker Altar aus der Zeit um 1800. Die Kapelle ergänzt die Naturerlebnisse um ein konkretes kulturhistorisches Ziel. Eine andere Erinnerung führt nach Fiľakovo: Der frühere „Kráľ stromov“ in Bulhary war eine 800 Jahre alte Eiche. Ein Querschnitt dieses Baums befindet sich im Stadtmuseum von Fiľakovo und macht die Geschichte des außergewöhnlichen Baums auch außerhalb des ursprünglichen Standorts sichtbar.

Ein aktiver Steinbruch als geologischer Bezugspunkt

Westlich von Bulhary am nordwestlichen Rand der Cerová vrchovina liegt der Kameňolom Bulhary. Der aktive, 1870 angelegte Steinbruch ist ein Ort des Abbaus von Basalt und Schotter. In den Hohlräumen des Basalts kommen grüner Olivin, Aragonit, Opal und Zeolithe vor. Damit zeigt sich eine weitere Seite der Region: Die vulkanische Vergangenheit ist nicht nur an den Formen der Landschaft erkennbar, sondern auch an den Gesteinen und Mineralen, die hier beschrieben sind.

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