Horné Zahorany: Kirche, Landschaft und Wege
Horné Zahorany verbindet ein markantes kulturelles Erbe mit einer Landschaft, deren Eigenheiten eng mit Wasser, Gestein und historischen Wegen verbunden sind. Im Mittelpunkt stehen eine evangelische klassizistische Kirche, der aus dem Jahr 1790 stammende Glockenturm und mehrere Wander- sowie Radrouten, die durch die Gemeinde führen. Damit bietet der Ort unterschiedliche Anknüpfungspunkte für eine Slowakei-Reise: kulturgeschichtliche Details, ländliche Erlebnisse und eine Landschaft, die sich auch über ihre geologischen Formen erschließt.
Kirche und literarisches Erbe
Der klassizistische Glockenturm von Horné Zahorany stammt aus dem Jahr 1790 und trägt eine barocke Haube. Die evangelische klassizistische Kirche wurde zwischen 1808 und 1814 erbaut. Zu ihren näher beschriebenen Merkmalen gehört der klassizistische Portalaltar mit vier Säulen. Sein zentrales Bild zeigt Jesus im Garten Getsemani und wurde 1913 von E. Putra geschaffen. Der Innenraum ist als Saalraum mit segmentförmigem Abschluss und flacher Bretterdecke gestaltet.
Die Kirche befindet sich in gutem Zustand und dient weiterhin ihrem religiösen Zweck. Für die Kulturgeschichte des Ortes ist außerdem Ľudovít Kubáni wichtig: Horné Zahorany war der Geburtsort des slowakischen Dichters, Prosaschriftstellers und Dramatikers. Am Schulgebäude erinnert eine Gedenktafel mit einem Relief an ihn; Kubáni stammte aus der Gemeinde. So begegnen sich im Ort Baugeschichte und Literaturgeschichte, ohne dass die kulturelle Orientierung auf ein einzelnes Gebäude beschränkt bleibt.
Wasser, Hochland und Gestein
Horné Zahorany liegt beiderseits des Veľký potok, der durch die Gemeinde fließt, im südöstlichen Slowakischen Erzgebirge. Der Bach entspringt im Katastergebiet von Horné Zahorany. Auch das Hochland trägt zur besonderen Landschaftsprägung bei: Seine Reliktoberfläche besteht aus Andesit. Durch Rutschungen entstanden Blockfelder, während Eichenwälder nur im nördlichen Teil von Horné Zahorany vorkommen. Wer sich für die natürlichen Grundlagen eines Ortes interessiert, findet hier deshalb mehrere klar unterscheidbare Landschaftsmerkmale statt einer allgemein beschriebenen Hügellandschaft.
Wandern und Radfahren auf mehreren Routen
Der rote Wanderweg 0805 führt durch Horné Zahorany. Zusätzlich verläuft ein Abschnitt der Route „Cesta muránskej Venuše“ von Rimavská Sobota über Nižná Pokoradz durch die Gemeinde. Diese beiden Angaben beschreiben unterschiedliche Möglichkeiten, den Ort in eine längere Wanderetappe einzuordnen: einmal über einen markierten roten Wanderweg, einmal als Teil einer benannten Verbindung.
Auch für Radtouren ist Horné Zahorany auf mehreren Rundfahrten verzeichnet. Die Radrundfahrt „Gotický kostolík v Kraskove“ führt über den Ort, ebenso „Náučný chodník Drienčanského krasu“, „Magin hrad“ und „Hradisko Drieňok“.
Ländliche Erlebnisse bei Rytierov Dvor
Im Katastergebiet von Horné Zahorany liegt der Bauernhof Rytierov Dvor. Dort werden Erlebniskochkurse direkt auf dem Bauernhof veranstaltet. Auf einem der Gewässer des Hofs ist Angeln möglich. Außerdem kann bei Rytierov Dvor ein Pferd für einen Spaziergang auf einem Weg zwischen Damwild und Mufflons gemietet werden. Diese Angebote ergänzen die kulturgeschichtlichen und landschaftlichen Eindrücke um konkrete Aktivitäten auf einem landwirtschaftlich geprägten Gelände.
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Für die Einordnung von Horné Zahorany in eine breitere Slowakei-Reise lassen sich außerdem Drienčany, Hodejov, Rimavská Seč, Číž, Kesovce, Hajnáčka, Jesenské und Chanava vergleichen.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Rimavská Sobota.
