Včelince: Archäologische Fundstätten, Lehrpfad und Kirche

Včelince liegt am linken Ufer des Flusses Slaná und verbindet eine lange Siedlungsgeschichte mit außergewöhnlichen archäologischen Zeugnissen. Wenn Sie sich für frühe Kulturen, sakrale Baukunst und anschaulich vermittelte Ortsgeschichte interessieren, begegnen Ihnen hier mehrere unterschiedliche Zugänge: Fundplätze aus der Vorgeschichte, ein archäologischer Lehrpfad, eine denkmalgeschützte Kirche und ein jährlich stattfindender Handwerksmarkt.

Archäologische Spuren von der Steinzeit bis zur Bronzezeit

Das Gebiet von Včelince war in der Vorgeschichte und in der frühen historischen Zeit kontinuierlich besiedelt. Zu den ältesten Zeugnissen gehören die Grabhügel von Včelince, die zu den ältesten Grabhügeln Mitteleuropas zählen. Einer dieser Grabhügel hatte einen Durchmesser von 70 Metern und war 7 Meter hoch. In diesem Teil der Gemeinde ist außerdem noch der Aufschüttungsrest eines der größten Grabhügel der Slowakei erkennbar.

Am Fundplatz Feketesár befinden sich Bestattungen der Bodrogkeresztúr-Kultur aus der Zeit von 3300 bis 2800 v. Chr. Besonders anschaulich ist der Befund aus Grab 1: Dort wurden fünf anthropomorphe Urnen mit der Asche Verstorbener gefunden. Ein weiterer bedeutender Fundplatz ist Lászlófala. Dort kam 1907 ein bronzezeitlicher Depotfund mit 117 Schmuckstücken und Waffen ans Licht. Ein bronzener Anhänger aus diesem Depot wurde später zum Emblem des Weltkongresses für Archäologie von 1991.

Lehrpfad mit Modellen und Repliken

Das archäologische Denkmal in Včelince ist als Lehrpfad mit fünf Stationen gestaltet. Der Weg beruht auf den Ergebnissen archäologischer Untersuchungen prähistorischer Fundstätten. Tafeln an den einzelnen Fundstätten informieren über Funde aus der späten Steinzeit und der Bronzezeit. Räumliche Modelle von Gegenständen aus dem Leben der damaligen Bewohner und getreue Repliken vorgeschichtlicher Artefakte gehören ebenfalls zum Lehrpfad. Dadurch unterscheidet sich der Lehrpfad von einer reinen Aufzählung historischer Daten und stellt die Fundplätze in einen anschaulichen Zusammenhang.

Funde aus der archäologischen Forschung in Včelince, darunter der „Božský trias“, werden im Gemerské múzeum in Rimavská Sobota ausgestellt. Ein Teil der Ortsgeschichte lässt sich damit auch außerhalb der Fundstätten in einer Museumssammlung weiterverfolgen.

Kirche, Denkmal und lokale Tradition

Die römisch-katholische Kirche des heiligen Stephanus des Königs in Včelince wurde 1773 erbaut. Ihr Turm stammt aus dem 19. Jahrhundert, während das barocke Kircheninterieur 2002 vollständig restauriert wurde. Die Kirche ist als nationales Kulturdenkmal der Slowakei unter der Nummer 1033 eingetragen. Die Pfarrkirche des heiligen Stephanus trägt den Namen „Kostol sv. Štefana Uhorského“.

Eine jüngere, handwerklich geprägte Tradition ist der Malý Včelinský jarmok. Der Jahrmarkt findet jährlich statt; Verkäufer präsentieren dabei ihre handwerklichen Arbeiten. So ergänzt ein wiederkehrendes lokales Ereignis die archäologischen und kirchengeschichtlichen Themen des Ortes.

Wasserlandschaft und Orientierung

An der Talsperre Včelince wurde ein Schwanenpaar von Ornithologen beringt. An einem Wasserreservoir wurden außerdem Brutvorkommen von Höckerschwan, Rohrweihe und Feldschwirl nachgewiesen. Während des Vogelzugs und der Überwinterung halten sich dort Purpurreiher, Rallenreiher und Bartmeisen auf. Diese Beobachtungen erweitern den Blick über die Fundstätten hinaus um eine naturkundliche Perspektive.

Für die räumliche Orientierung ist festgehalten, dass Včelince nahe der Schnellstraße R2 liegt und über die Ausfahrt bei Tornaľa erreichbar ist. Wenn Sie weitere Reiseziele vergleichen möchten, finden Sie hier Dolné Zahorany, Kraskovo, Širkovce, Padarovce, Hnúšťa, Hubovo, Kráľ und Sútor.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Rimavská Sobota.

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