Kamenné Kosihy
Kamenné Kosihy zwischen Dorfgeschichte und Hügelland
Kamenné Kosihy liegt in einem flachen Tal des Baches Studienka. Zum Gemeindegebiet gehört unbewaldetes Hügelland mit flachen, zerschnittenen Rücken. Die Oberfläche ist von Ablagerungen aus dem jüngeren Tertiär geprägt, einer geologischen Zeitstufe. Wenn Sie für Ihre Slowakei-Reise einen Ort mit überschaubarer Dorfstruktur, sichtbaren historischen Spuren und ländlicher Landschaft suchen, begegnen Ihnen hier die Themen Dorfgeschichte, Kirche und ländliche Landschaft.
Schriftlich ist Kamenné Kosihy bereits seit 1135 als Besitz des Klosters in Bzovík belegt. Die ältere Geschichte bleibt dabei nicht nur eine Jahreszahl: Erhaltene Bauernhäuser aus dem 19. und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts stehen mit ihren Wirtschaftsgebäuden für die frühere bäuerliche Prägung des Ortes. Die Bewohner waren in der Landwirtschaft, im Weinbau und im Obstbau tätig.
Die St.-Martins-Kirche im Ortszentrum
Der markanteste kulturelle Bezugspunkt ist die römisch-katholische St.-Martins-Kirche. Sie wurde 1824 im klassizistischen Stil errichtet und steht auf einem Hügel im Ortszentrum an der Hauptstraße. Im Inneren befindet sich ein großes Altarbild mit den Maßen 2 m × 3 m, das den Schutzpatron, den heiligen Martin, darstellt. Für Ihre Orientierung im Ort verbindet die Kirche damit eine klar benannte Lage mit einem konkreten kunsthistorischen Detail.
Zur lokalen Erinnerungskultur gehört außerdem eine Gedenktafel, die die Gemeinde 2005 zur Erinnerung an ein Keszi-Treffen errichten ließ. Eine weiße Marmorplatte kennzeichnet das Grab von Lipcsey Sándor. Auf dem im nordwestlichen Teil der Gemeinde angelegten Neuen Friedhof steht ein zentrales Kreuz. Auf dem neuen beziehungsweise oberen Friedhof befindet sich zudem ein schwarzer Marmorobelisk für den Pfarrer Fodor Jenő (1867–1927). Er ist mit einem Kreuz, einem Kelch, einem Buch, einer Stola, einem Christuskopf und Blumenmotiven verziert.
Erhaltene Häuser und historische Spuren
Neben den Bauernhäusern ist auch das alte, gut erhaltene Pfarrhaus von Kőkeszi noch heute vorhanden. Das ehemalige Herrenhaus der Grundbesitzerfamilie Lipcsei stand neben dem heutigen Kulturhaus. Die Formulierung als ehemaliges Herrenhaus ist dabei wesentlich: Überliefert ist der frühere Standort neben dem heutigen Kulturhaus, nicht eine heutige Nutzung des Herrenhauses.
Diese baulichen Spuren ergänzen die kirchlichen Erinnerungsorte um die Wohn- und Arbeitsgeschichte der Gemeinde. Wer sich für ländliche Architektur interessiert, findet deshalb nicht nur einen einzelnen Sakralbau, sondern auch Hinweise auf frühere Wirtschaftsformen und die Entwicklung des Dorfes.
Veranstaltungen und religiöse Tradition
Am 20. Juli 2024 fand in Kamenné Kosihy das als traditionell bezeichnete Festival palóckych jedál statt. Daran nahmen auch Wettbewerber aus Ungarn teil. Für den 26. April ist in der St.-Martins-Kirche eine ganztägige Anbetung vorgesehen. Beide Angaben gehören zu unterschiedlichen Bereichen des örtlichen Lebens: Das Festival verweist auf die regionale Esskultur, während die Anbetung den religiösen Charakter der Kirche sichtbar macht.
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