Bratislava: Burgen, Donauauen und Radwege

Bratislava verbindet historische Schauplätze mit bewaldeten Höhen, Flusslandschaften und vielseitigen Möglichkeiten für Kultur- und Aktivtage. Die Region eignet sich deshalb besonders für Reisende, die eine Städtereise nicht auf das Zentrum begrenzen möchten, sondern Burgen, Museen, Wanderwege, Radtouren und regionale Küche miteinander verbinden wollen.

Landschaft zwischen Karpaten und Donau

Die dicht bewaldeten Kleinen Karpaten trennen im Raum Bratislava das Tiefland von Záhorie vom Donautiefland. Einen anderen Charakter zeigen die Donau-Auwälder in der Region Bratislava: Sie gehören zu den letzten verbliebenen Auwäldern Europas. Im nationalen Naturreservat Devínska Kobyla stehen Wanderungen und Radtouren im Mittelpunkt. Auch der Aussichtsturm Rozhľadňa Alexandra Filípka lässt sich über mehrere Wanderwege erreichen; der kürzeste Zugang führt von der Zochova chata. Von dort reicht der Blick auf die Kleinen Karpaten, das Tiefland von Záhorie und das Donautiefland.

Radwege und eine historische Strecke

Für Radreisende verfügt die Region Bratislava über bis zu 1.700 Kilometer Radwege. EuroVelo 13 verläuft durch mehrere Orte der Region Bratislava bis nach Moravský Svätý Ján. Die Route verläuft entlang der Grenze des ehemaligen Eisernen Vorhangs. Damit lässt sich die Landschaft auch unter einem historischen Blickwinkel erfahren.

Burgen, Museen und historische Spuren

Die Burg Bratislava beherbergt das Slowakische Nationalmuseum mit wechselnden Ausstellungen sowie den Dauerausstellungen „Schatzkammer“ und „Geschichte der Slowakei“ von der Urgeschichte bis zum Mittelalter. Zugleich ist sie ein bedeutendes Denkmal der gesellschaftlichen und historischen Entwicklung in Großmähren, Österreich-Ungarn, der Tschechoslowakei und der modernen Slowakei. Der neu restaurierte Barockgarten lädt zu einem Spaziergang ein und bietet einen schönen Ausblick. Die Burg Devín wurde 1961 zum Nationaldenkmal erklärt. Seit den 1930er-Jahren wird dort mit Unterbrechungen archäologisch geforscht; ausgestellte Exponate vermitteln Informationen zu verschiedenen historischen Zeitperioden. Die Burg Plavecký hrad und die Burg Pajštún sind für die Öffentlichkeit frei zugänglich. Plavecký hrad wurde wahrscheinlich im 13. Jahrhundert als königliche Grenzfestung errichtet. Die Geschichte der Burg Červený Kameň reicht bis in die erste Hälfte des 13. Jahrhunderts zurück. Das Slowakische Nationalmuseum bietet verschiedene Führungen durch die Burg an, darunter Besichtigungen der historisch eingerichteten Innenräume und der Außenbereiche. Auf der Burg befindet sich außerdem der Falknereibereich Astur mit Flugvorführungen von Greifvögeln.

Kunst, Weinbau und regionale Küche

Das Danubiana Meulensteen Art Museum ist ein Museum für moderne Kunst auf einer Halbinsel im Donaufluss bei Čunovo. In Pezinok zeigt das Malokarpatské Museum die größte Sammlung von Weinbaupressen in Europa. Einen kulinarischen Akzent setzt Slovenský Grob, das für Gänsespezialitäten bekannt ist, die mit Rotkohl und Lokša serviert werden. Beim Rafting auf der Kleinen Donau lassen sich die ruhige Flusslandschaft und seltene Tierarten erleben; die Aktivität gilt als unkompliziert und auch für Familien mit Kindern geeignet. Für die regionale Weiterorientierung stehen außerdem Malatzka, Pressburg, Čunovo, Senec und Pezinok zur Verfügung. Als ältester Wallfahrtsort der Slowakei gilt Marianka und ergänzt die Auswahl um einen religiösen und kulturhistorischen Ausflugsort.

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