Maluzina: Höhlen, Bergbau und Naturreservat Ohnište

Malužiná liegt im östlichen Teil der Liptovská kotlina in einem Berggebiet an den nördlichen Hängen der Nízke Tatry. Der Ort verbindet eine deutlich geprägte Bergbaugeschichte mit einer Landschaft, in der Naturerlebnisse und unterirdische Besichtigungen eng miteinander verbunden sind. Für Ihre Reiseentscheidung ist vor allem die Mischung aus Hochebene, Talraum, Höhle und kulturhistorischen Spuren interessant.

Berglandschaft und Naturreservat

Westlich von Malužiná liegt die Hochebene Ohnište, die als nationales Naturreservat ausgewiesen ist. Sie ergänzt den Blick auf die Region um eine geschützte Landschaftsform und steht für die naturräumliche Seite des Ortes. Eine weitere Besonderheit befindet sich oberhalb von Malužiná an der linken Seite des Tals Bocianska dolina: Die Malužinská jaskyňa ist in Dolomitgestein entstanden. Damit treffen in der Umgebung unterschiedliche Landschaftseindrücke aufeinander – eine Hochebene westlich des Ortes und ein Höhlenraum im Talgebiet.

Höhle mit geführter Besichtigung

Die Malužinská jaskyňa ist ungefähr 328 Meter lang; 250 Meter davon sind für die Öffentlichkeit zugänglich. Der Besuch folgt einem klaren Ablauf: Zunächst gehen Sie ungefähr zehn Minuten bergauf, anschließend beginnt eine geführte unterirdische Besichtigung. Für diesen Teil werden Helme und Stirnlampen verwendet. Die Höhle eignet sich damit nicht als bloßer kurzer Blick in einen Eingangsbereich, sondern als Besuch mit einem Anstieg und einer anschließenden Führung unter Tage.

Auch der Bergbau gehört zur Geschichte von Malužiná. Vom 18. Jahrhundert bis 1885 war in Malužiná eine Glashütte in Betrieb. Der Ort entstand in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts als Bergbauort im Umfeld eines 1771 errichteten Kupferhammers. Ergänzend befindet sich im Hauptgebäude des Speleocampings Malužiná direkt neben der Rezeption eine Ausstellung über Bergbau und Höhlenforschung. Dort sehen Sie Bergmannslampen, Mineralien und in Bergwerken abgebaute Erze. Die Führung durch die Ausstellung dauert ungefähr 15 bis 20 Minuten und bietet eine kürzere, oberirdische Ergänzung zur geführten Höhlenbesichtigung.

Kulturgeschichte im Ort

Die historische Entwicklung zeigt sich auch an weiteren Bauwerken. In Malužiná steht die römisch-katholische Kirche „Povýšenia svätého Kríža“ aus dem Jahr 1816. Außerdem ist der ehemalige Gasthof mit Kegelbahn aus dem frühen 19. Jahrhundert ein nationales Kulturdenkmal. Die Bezeichnung „ehemalig“ ist dabei wesentlich: Das Gebäude gehört zur überlieferten Ortsgeschichte und sollte nicht als aktuelles Gasthaus verstanden werden.

Praktische Orientierung für den Besuch

Eintrittskarten für die Höhle, den Stollen oder die Ausstellung können Sie an der Rezeption des Speleocampings in Malužiná 21 kaufen. Besucherparkplätze befinden sich vor dem Buffet in Malužiná 158, etwa 10 Meter von der Rezeption entfernt. Wenn Sie zusätzlich den Stollen „Baňa Zubaustollen“ besuchen möchten, führt der Weg von der Rezeption des Speleocampings knapp 2 Kilometer zu Fuß bis dorthin. Der zugängliche Stollen liegt am Anfang der Malužinská dolina; für den Besuch wird eine Vorabreservierung per Telefon oder E-Mail empfohlen.

Für eine Wanderung durch den Talraum ist die Route „Chorupné cez Malužinský Tajch“ dokumentiert. Sie verläuft auf Waldwegen durch die Malužinská dolina zum Malužinský Tajch und weiter nach Chorupné, bevor sie nach Malužiná zurückführt. So können Sie zwischen einer geführten Besichtigung unter Tage, einer kurzen Ausstellung und einer Waldroute wählen, ohne die unterschiedlichen Besuchsformate miteinander zu vermischen.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Liptovský Mikuláš.

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