Handlová entdecken: Kultur, Bergbaugeschichte und Wege zu den Grič-Gipfeln

Handlová verbindet die Geschichte der Karpatendeutschen, die Erinnerung an den Kohleabbau und markierte Wege mit Ausblicken auf die Stadt. Wenn Sie für Ihre Slowakei-Reise einen Ort mit klar erkennbarem kulturgeschichtlichem Profil suchen, führen mehrere unterschiedliche Spuren durch Handlová: von einer Ausstellung über eine Kirche aus dem 14. Jahrhundert bis zu einem ganzjährig zugänglichen Lehrpfad.

Kulturgeschichte und Bergbau an einem Ort

Die Ausstellung „Dejiny a kultúra Handlovej“ präsentiert die Geschichte und Kultur der in Handlová lebenden Deutschen. Anhand archäologischer Artefakte führt sie in die Geschichte der Karpatendeutschen in Handlová ein. Ein weiterer Teil behandelt die Geschichte des Kohleabbaus von den Anfängen des industriellen Abbaus im Jahr 1909 bis 1945. Bergbauwerkzeuge dokumentieren dabei den Abbau von Braunkohle.

Eine andere Perspektive auf dieses Erbe bietet das Slovenské Banské Múzeum Handlová. Dort erleben Besucher eine Nachbildung unterirdischer Räume mit Darstellungen des Kohleabbaus: von manuellen Verfahren bis zum mechanisierten Abbau vom Beginn des 20. Jahrhunderts. Das Museum ist in einem renovierten Gebäude aus dem Jahr 1913 untergebracht, das ursprünglich als Bergarbeiterhotel diente. Zur Einrichtung gehört auch die sogenannte EKO dielnička. Sie bietet Raum für außerschulische Bildung, sinnvolle kreative Freizeitgestaltung und kreative Aktivitäten für alle Altersgruppen.

Kirche und Bergarbeiterkolonie

Die Kirche Kostol sv. Kataríny Alexandrijskej stammt aus der Mitte des 14. Jahrhunderts und gilt in Handlová als ältestes Gebäude der Stadt. Damit steht sie für eine ältere Zeitschicht als die industrielle Entwicklung, die in der Ausstellung und im Bergbaumuseum dokumentiert wird. Die Banícka kolónia wiederum wurde als Wohnviertel für Bergleute aus der gesamten damaligen Monarchie errichtet, die nach Handlová zur Arbeit kamen.

Lehrpfad und Wege zu den Grič-Gipfeln

Der Banský náučný chodník ist ganzjährig zugänglich. Der grün markierte Weg ist mit einem gelb markierten Weg zum Gipfel des Malý Grič und mit einem rot markierten Weg zum Gipfel des Veľký Grič verbunden. Von diesen Gipfeln bieten sich schöne Ausblicke auf Handlová. Auf dem Lehrpfad lernen Sie außerdem Tätigkeiten im Zusammenhang mit dem Kohleabbau in Handlová sowie die Fauna und Flora der näheren Umgebung kennen. So verbindet die Strecke Naturbeobachtung mit der Geschichte des Bergbaus.

Eine weitere beschriebene Route ist Cesta na Remäta. Sie beginnt am Námestie baníkov, folgt dem gelb markierten Weg und führt an der Post sowie am Haus der Dienstleistungen vorbei zu einem Parkplatz. Danach verläuft sie über eine Brücke über einen Bach und weiter die Straße 1. mája hinauf bis zur städtischen Schwimmhalle, wo sie in die Pstruhárska-Straße einmündet. Für Ihre Orientierung ist damit ein konkreter innerörtlicher Verlauf dokumentiert.

Historische Eisenbahnspuren

Auch die Eisenbahngeschichte gehört zum Bild von Handlová. Der Bralský tunel, auch Tunel T. G. Masaryka genannt, ist Teil einer Eisenbahnstrecke, die Ende der 1920er und Anfang der 1930er Jahre in Richtung Turiec errichtet wurde. Der Tunnel ist 3,0116 km lang. Diese Angaben markieren eine weitere historische Dimension des Ortes, ohne den Tunnel als heutiges Ausflugsziel einzuordnen.

Für ergänzende Reiseideen finden Sie außerdem Prievidza, Pravenec, Valaská Belá, Nedožery-Brezany, Jalovec, Sebedražie, Temeš und Tužina.

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