Chynorany
Chynorany lässt sich über mehrere Kulturstätten und einen besonderen Naturraum kennenlernen. Für Ihre Slowakei-Reise treffen hier das Ethnografische Museum, die Gedenkstube V. Beniak, die Kirche „Kostol Nanebovzatia Panny Márie“ und das Biocenter Chynoriansky luh aufeinander. Dadurch lässt sich der Ort sowohl über seine lokalen Erinnerungsorte als auch über die Landschaft kennenlernen.
Chynoriansky luh: ein besonderer Auwald
Das Biocenter Chynoriansky luh liegt im Katastergebiet von Chynorany. Es umfasst sowohl in seiner bestehenden als auch in seiner vorgeschlagenen Abgrenzung 46 ha.
Im weiteren Umfeld ist Chynoriansky luh eines der wenigen erhaltenen Beispiele für Eichen-Ulmen-Eschen-Auwälder. Ein Auwald ist ein von Gewässern und wechselnden Wasserständen geprägter Waldtyp. Für Besucherinnen und Besucher steht damit ein Landschaftsthema im Mittelpunkt, das sich deutlich von einer reinen Ortsbesichtigung unterscheidet.
Museum und Gedenkstube am Ortseingang
Das Ethnografische Museum und die Gedenkstube V. Beniak befinden sich in der Beniakova-Straße links am Ortseingang von Chynorany. Sie liegen an der Hauptstraße aus Richtung Topoľčany oder Partizánske. Wer sich dem Ort aus einer dieser Richtungen nähert, findet die beiden Einrichtungen somit an einem klar bezeichneten Punkt des Ortsbeginns.
Für einen Besuch der Ausstellungen im Ethnografischen Museum und in der Gedenkstube V. Beniak kann telefonisch ein Termin vereinbart werden. Das ist ein wesentlicher Unterschied zu einer Besichtigung, die ohne vorherige Abstimmung eingeplant werden könnte. Parkplätze für das Ethnografische Museum und die Gedenkstube V. Beniak stehen beim Gemeindeamt zur Verfügung. Von dort sind es etwa fünf Minuten zu Fuß zum Museum. Die Zeitangabe ist ausdrücklich ungefähr und sollte nicht als exakte Wegmessung verstanden werden.
Kirche, Feste und historische Spuren
Zu den markanten Kulturdenkmälern des Ortes gehört die Kirche „Kostol Nanebovzatia Panny Márie“. Sie wurde 1784–1787 an der Stelle zweier älterer Kirchen erbaut und 1908 um Seitenschiffe erweitert. Die Baugeschichte macht sichtbar, dass der heutige Kirchenbau aus mehreren zeitlich unterscheidbaren Phasen besteht.
Auch das örtliche Brauchtum gehört zur kulturellen Prägung von Chynorany. Hier besteht die von Chynorianka begründete Tradition der Faschingsveranstaltung „Fašiangy v kroji“. Sie findet am letzten Samstag vor Aschermittwoch statt. Darüber hinaus finden in Chynorany jährlich Festivals der Blasmusik statt. Beide Hinweise stehen für unterschiedliche Formen lokaler Kultur: einmal eine an den Fasching gebundene Veranstaltung, einmal regelmäßig stattfindende Musikfestivals.
Eine weitere historische Spur ist die Peréniho kúria. Das Gebäude entstand durch den Umbau eines Salzamts und eines Salzlagers. Einige Historiker vermuten den Ursprung des Gebäudes im 17. Jahrhundert. Nach ihrer Restaurierung befindet sich die Peréniho kúria in Privatbesitz. Dieser Status sollte bei der Einordnung des Gebäudes berücksichtigt werden; aus der historischen Bedeutung folgt keine allgemeine Besuchsmöglichkeit.
Weitere Orientierung
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