Kaschau zwischen Höhlen, Museen und Tokaj
Kaschau: Kulturstadt mit außergewöhnlichen Naturerlebnissen
Kaschau, das slowakische Košice, ist die Metropole der Region Košice und ein regionales Zentrum für Handel, Handwerk, Kultur und Bildung. Die Stadt steht zugleich in einem größeren Reisebild, das von Höhlen, Nationalparks, Burgen, Museen und Weinlandschaften geprägt wird. Wenn Sie für Ihre Slowakei-Reise Kultur und Natur verbinden möchten, finden Sie hier sehr unterschiedliche Erlebnisse: von interaktiven Ausstellungen und historischen Sammlungen bis zu unterirdischen Räumen, markierten Wanderwegen und einer saisonal geregelten Kajakstrecke.
Museen und historische Orte in Košice
Das Východoslovenské múzeum besitzt mehr als 500.000 Objekte; eine Auswahl wird in fünf thematischen Dauerausstellungen gezeigt. Besonders markant ist der Košický zlatý poklad mit 2.920 Goldmünzen, Dukaten und Doppelddukaten, drei Goldmedaillen und einer Renaissance-Goldkette. Die Präsentation ist erlebnisorientiert und interaktiv. Eine andere Ausstellung im Mikluš-Gefängnis führt durch unterirdische Räume einer ehemaligen Folterkammer und umfasst eine dauerhafte Wachfigureninstallation.
Auch das Múzeum letectva v Košiciach setzt einen klaren Schwerpunkt. Auf 7.100 m² sind fast 500 einzigartige Exponate zur Geschichte der Luftfahrt, zur Entwicklung von Flugzeugen, zu Flugzeugmotoren und zur Instrumententechnik zu sehen. Insgesamt präsentiert das Museum sieben Ausstellungen. Die Ausstellung zur Straßenverkehrsgeschichte ergänzt das Thema mit historischen Fahrrädern, Motorrädern, Personenwagen und Lastkraftwagen, insbesondere aus tschechoslowakischer Produktion.
Die Východoslovenská galéria empfängt Besucher an den Standorten Hlavná 27 und Alžbetina 22. Zu ihrem Angebot gehört die Dauerausstellung Komédia ducha; für Schulgruppen gibt es altersgerechte Workshops mit Führung. Einen weiteren kulturellen Akzent setzt Kaštieľ Betliar: In den ehemaligen Appartements der gräflichen Familie befindet sich die Dauerausstellung des Múzeum Andrássyovcov. Das Schlossgut blieb nach 1945 mit seiner ursprünglichen Ausstattung und seinen Sammlungen erhalten und dient seit der Verstaatlichung praktisch als Museum. Errichtet wurde es 1881–1886 als Residenz, die vor allem als Jagdsitz und Museum für die Sammlung ihres Eigentümers genutzt wurde.
Höhlen, Schluchten und Nationalparks
Im Nationalpark Slovenský kras sind mehr als 1.300 Höhlen und Abgründe bekannt. Etwa 270 Kilometer Wanderwege und etwa 50 Kilometer Radwege sind markiert. Der Lehrpfad Zádielska tiesňava ist der älteste Lehrpfad im Nationalpark Slovenský kras und umfasst sieben Informationstafeln beziehungsweise Stationen. Mehrere Höhlen und Abgründe des Nationalparks gehören zu UNESCO-Welterbestätten.
Die einzelnen Höhlen unterscheiden sich deutlich. Der Besichtigungsweg der Gombasecká jaskyňa ist etwa 530 Meter lang und dauert rund 30 Minuten; erhalten sind dort besonders dünne, hohle Sinterröhrchen. Die Ochtinská aragonitová jaskyňa besitzt einzigartige exzentrische Aragonitformationen und eine Halle der Milchstraße, in der weißer Aragonit wie Sterne wirkt. Ihre Besichtigung dauert 30 Minuten. Der Parkplatz liegt 300 Meter von der Höhle entfernt, von dort führt ein Weg mit geringer Steigung zum Eingangsbereich. Die Höhle ist 300 Meter lang und gehört zum UNESCO-Welterbe.
Die Jasovská jaskyňa gehört ebenfalls zum UNESCO-Weltnaturerbe. Ihre Tropfsteinformationen umfassen pagodenähnliche Stalagmiten und steinerne Wasserfälle. Der erschlossene Teil ist 720 Meter lang; die Führung dauert 45 Minuten und umfasst 314 Stufen. Der Eingang liegt etwa 100 Meter vom Parkplatz entfernt und ist ohne Höhenunterschied erreichbar. In der Husitská-Halle befindet sich eine Bruderschaftsinschrift aus dem Jahr 1452. Bis zu 19 Fledermausarten überwintern in der Höhle.
Der Nationalpark Slovenský raj ergänzt dieses Höhlenerlebnis mit Hochebenen, tiefen Canyons, Schluchten, Wasserfällen, oberirdischen Karsterscheinungen und unterirdischen Räumen. Das Natura-2000-Gebiet erstreckt sich in die Region Košický kraj. Das Befahren des Hornád-Canyons ist vom 1. Mai bis zum 31. Oktober erlaubt; die regulierte Kajakstrecke verläuft von Hrabušické Mýto bis Čingov. Die Dobšinská ľadová jaskyňa liegt am südwestlichen Rand des Nationalparks Slovenský raj und ist seit 2000 UNESCO-Weltnaturerbestätte. Ihr Besichtigungsweg ist 515 Meter lang, überwindet 43 Höhenmeter und dauert etwa 30 Minuten.
Tokajer Wein und regionale Kontraste
Den unteren Zemplín im östlichen Teil der Region Košice prägt besonders der ausgezeichnete Tokajer Wein. Die Tokajská vínna cesta verbindet Tokajer Gemeinden, Weinbauern, Weinproduzenten, Kultur- und Geschichtsdenkmäler, Vinotheken, Weinschenken und Handwerker. Der slowakische Teil des Tokajer Weinbaugebiets umfasst 907 Hektar und ist das kleinste Weinbaugebiet der Slowakei. Die Umgebung des Stausees Zemplínska Šírava gehört zu den meistbesuchten touristischen Gebieten des unteren Zemplín.
Für die weitere regionale Orientierung sind auch Okres Gelnica, Okres Michalovce, Okres Sobrance, Kaschau, Vyšná Rybnica, Okres Košice-Okolie, Rožňava, Okres Spišská Nová Ves und Okres Trebišov ausgewiesen.
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