Markušovce entdecken: Herrenhaus, Burg und Markušovská dolina

Markušovce verbindet mehrere deutlich unterschiedliche Seiten slowakischer Kultur: eine historisch gewachsene Kirche, die teilweise erhaltene Burg Markušovský hrad, ein Herrenhaus mit Museumsausstellung, ein kleineres Ausstellungsgebäude und einen gegliederten Französischen Park. Dazu kommt die Markušovská dolina mit Möglichkeiten zum Wandern. Wenn Sie eine Unterkunft in Markušovce suchen, finden Sie damit einen Ortskontext, der historische Architektur und einen Ausflug in die Landschaft miteinander verbindet.

Kirche und Burg: Geschichte in verschiedenen Zeitschichten

Die Kirche „Kostol sv. Michala archanjela“ war ursprünglich spätromanisch und wird bereits im Jahr 1280 erwähnt. Ihr überwiegend barockes Inneres wird durch Grabsteine der Familie Mariássy ergänzt, die aus rotem Marmor gefertigt sind und aus dem 16. und 17. Jahrhundert stammen. Gerade diese Verbindung aus frühem Ursprung, späterer Gestaltung und den Grabsteinen macht die Kirche zu einem Ort, an dem sich mehrere historische Ebenen erkennen lassen.

Eine andere Form von Geschichte verkörpert die Burg Markušovský hrad. Sie liegt direkt in der Gemeinde Markušovce und ist als teilweise erhaltene, überdachte Ruine beschrieben. Die Burg wurde 1284 erbaut und 1527 zerstört. Damit steht sie nicht für ein vollständig erhaltenes Bauwerk, sondern für einen sichtbar überlieferten historischen Ort mit einer klar dokumentierten Entwicklung.

Herrenhaus und Ausstellungen

Das Herrenhaus „Kaštieľ Markušovce“ wurde 1643 von František Máriássy im Renaissancestil errichtet. Seine heutige Gestalt geht auf einen Umbau im Rokokostil aus den Jahren 1772–1780 zurück. Renaissance und Rokoko sind hier deshalb nicht nur allgemeine Stilbegriffe, sondern bezeichnen zwei unterscheidbare Phasen der Baugeschichte.

Die Museumsausstellung im Herrenhaus richtet den Blick auf Möbelkunst und Innenausstattung. Sie zeigt deren Entwicklung und verschiedene Formen in chronologischer Folge vom 17. Jahrhundert bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts. Wer sich für Wohnkultur, Gestaltung und historische Räume interessiert, erhält dadurch einen zeitlich geordneten Zugang zu mehreren Jahrhunderten.

Eine ergänzende Ausstellung befindet sich im Letohrádok Dardanely und widmet sich historischen Tasteninstrumenten. Das Herrenhaus „Kaštieľ Markušovce“ und das Letohrádok Dardanely sind eine Außenstelle des Spiš-Museums in Spišská Nová Ves. Das Letohrádok wurde 1777–1778 erbaut; gelegentlich finden dort festliche Konzerte statt. Beide Einrichtungen befinden sich in der Michalská 59, 053 21 Markušovce.

Park und Tal als anderer Ortsakzent

Zum kulturellen Umfeld gehört außerdem der Französische Park in Markušovce. Er ist in drei Terrassen gegliedert, die durch eine Steintreppe miteinander verbunden sind. Die Anlage setzt damit einen klaren räumlichen Akzent neben den historischen Gebäuden. Für einen landschaftlichen Gegenpol steht die Markušovská dolina, die Möglichkeiten zum Wandern bietet. Kulturinteressierte und Reisende, die zusätzlich Zeit im Freien einplanen möchten, finden hier zwei unterschiedliche Schwerpunkte am selben Reiseziel, ohne dass die historischen Sehenswürdigkeiten und die Wanderlandschaft miteinander gleichgesetzt werden müssen.

Einordnung in die Gotische Straße

Markušovce ist Teil der Gotischen Straße. In diesem Zusammenhang werden das Letohrádok Dardanely, die Kirche „Kostol sv. Michala“, die Burg Markušovský hrad und das Herrenhaus „Kaštieľ Markušovce“ genannt. Für die weitere Orientierung können Sie außerdem Matejovce Nad Hornádom, Krompachy, Odorín, Mlynky, Slovinky, Rudnany, Harichovce und Spisska Nova Ves aufrufen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Spišská Nová Ves.

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