Drnava: Lehrpfad, Bergbaugeschichte und Radwege
Drnava: Lehrpfad, Bergbaugeschichte und Radwege
Der Lehrpfad Poklady Drnavy verbindet Natur und Ortsgeschichte auf einer 4,8 Kilometer langen Strecke. Der Lehrpfad umfasst sieben Stationen mit Informationstafeln auf Slowakisch und Ungarisch. Sie beginnt am Areal der Eisenwerke Drnava. Der Weg gilt als leichter Familienausflug und als geeignet für Familien mit kleinen Kindern und Schulgruppen.
Zwischen Wald, Eichen und Bergbau
Im Waldabschnitt des Lehrpfads bietet sich ein Blick auf fast ganz Drnava. Die Strecke führt an einer mehr als 300 Jahre alten Stieleiche (Quercus robur) vorbei und reicht bis zur Kapelle der Jungfrau Maria. Ein weiterer markanter Natur- und Geschichtsbezug ist die Drnava-Eiche: Sie war Finalistin beim slowakischen Wettbewerb „Baum des Jahres 2020“. Die Gemeindechronik erwähnt diese alte Drnava-Eiche bereits im Jahr 1670.
Die Bergbaugeschichte zeigt sich am Stollen Dionýz. Sein Portal ist der authentisch erhaltene sichtbare oberirdische Teil des Stollens im Bergbaurevier Drnava; der Stollen Dionýz ist als nationales technisches Denkmal ausgewiesen. Vor dem Stollen befinden sich ein Unterstand, ein kleiner Teich, Bänke und eine Feuerstelle. Die Eisenwerke prägen auch weitere historische Spuren: Auf dem örtlichen Friedhof sind noch einige Grabsteine erhalten, die von den Eisenwerken Drnava hergestellt wurden. In den 1840er Jahren wurden dort außerdem Bauteile für die berühmte Kettenbrücke in Budapest gegossen.
Herrenhaus, Kirche und historische Bauwerke
Zu den Stationen und Sehenswürdigkeiten im Ort gehört das eingeschossige Andrássy-Herrenhaus im barock-klassizistischen Stil. Der Lehrpfad führt zu dem Gebäude hinunter; ursprünglich wurde es Ende des 18. Jahrhunderts errichtet. Die letzte Station des Lehrpfads bildet die katholische Kirche St. Nikolaus aus dem Jahr 1779.
Auch das Gebäude der Eisenhütte Drnava verweist auf die industrielle Vergangenheit. Der zweigeschossige Bau ist im neoklassizistischen Stil ausgeführt; seine Fassaden sind mit 26 von Pilastern getragenen Blindbogenarkaden gegliedert. Auf dem Gipfel des Drieňovec umfasste das Wallburgareal eine befestigte Fläche von mehr als 20 Hektar.
Radfahren und längere Wanderrouten
Für Radfahrer beginnt in Drnava die Radroute 2701, die von hier in Richtung Lipovník führt und als mittelschwere MTB-Route ausgewiesen ist. Durch Drnava verläuft außerdem die 54,5 Kilometer lange Radroute Zádielska. In Drnava können Besucher ein E-Bike mieten, um den Lehrpfad Poklady Drnavy und die Überreste der alten Eisenbahn zu erkunden.
Eine längere Wanderroute führt von Drnava über Tekvičník, Pipitka, Čipkov vrch, Lipovec und Čertov hrad zurück nach Drnava. Von der Wanderung über Pipitka sind die Karstplateaus und in der Ferne der Kamm der Hohen Tatra zu sehen. Bei Čertov hrad erscheinen zwischen den Bäumen zwei große felsige Gipfel, die etwa 50 Meter voneinander entfernt sind. So reicht die Auswahl in Drnava vom Lehrpfad bis zu ausgedehnten Rad- und Wanderrouten.
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