Valaská: Höhle, Eisenhüttengeschichte und Wege zum Horné Lazy

Valaská verbindet Naturerlebnisse mit einer ungewöhnlich anschaulichen Industrie- und Sakralgeschichte. Sie können hier einen unterirdischen Rundgang mit klaren Maßangaben einordnen, historische Eisenverhüttung an konkreten Anlagen nachvollziehen, zur Kirche St. Martin und zu einem Aussichtsturm mit interaktivem Lehrpfad aufbrechen. Auch für eine Reise mit dem Fahrrad bietet der Ort einen dokumentierten Bezug: Mehrere Routen führen nach Valaská oder verbinden es mit den umliegenden Gemeinden.

Die Bystrianska-Höhle als klar umrissener Naturpunkt

Die Bystrianska-Höhle liegt am nördlichen Rand des Katastergebiets von Valaská, unmittelbar unterhalb des Südrands der Gemeinde Bystrá, zwischen Podbrezová und Mýto pod Ďumbierom. Sie ist eine zugängliche nationale Naturdenkmalsstätte. Der Besichtigungsrundgang ist 580 Meter lang und dauert 45 Minuten. Der Rundgang führt an bemerkenswerten Felsformationen vorbei und macht die Entwicklung der unterirdischen Räume sowie die Sinterauskleidungen sichtbar.

Kirche, Bergbau und Eisenverhüttung

In Valaská steht die Kirche St. Martin, die ursprünglich in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts als gotische Kirche errichtet wurde. Sie wurde von 1612 bis 1615 und erneut im 19. Jahrhundert umgebaut; dabei veränderten sich unter anderem Sakristei, Turm und Gewölbe. Die Kirche ist in der Zentralen Liste des slowakischen Denkmalfonds unter der Nummer 86/0 eingetragen. Für einen kulturellen Schwerpunkt genügt hier deshalb nicht nur der Hinweis auf das Alter des Bauwerks: Die heutige Gestalt verweist zugleich auf mehrere Umbauphasen.

Für einen weiteren Blick auf die industrielle Vergangenheit ist Piesok bedeutsam. Dort wurde 1789 am Bach Bystrianka ein Hammerwerk mit vier Feuern und zwei Doppelhämmern errichtet. Erhalten ist außerdem ein gut erhaltenes Ensemble großer Fabrikgebäude aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Dazu gehören ein zylindrischer Wasserturm und eine schwere Maschinenhalle, beide mit dekorativen Ziegelfassaden. In der Nähe von Valaská liegt der Hutnícky skanzen am Kalksteinfelsen Skalka na Závoze. Er umfasst unterirdische Eisenerzbergwerke, eine keltische Eisenhütte aus dem 1. Jahrhundert, eine wasserbetriebene Eisenhütte aus der Renaissance, eine Kapelle, eine Schmiedewerkstatt, einen Aussichtsturm sowie Anlagen für den Erztransport. Eine etwa einstündige Exkursion verbindet diese Themen mit einem audiovisuellen Vortrag über aussterbende Handwerke, dem Besuch eines alten Eisenerzbergwerks und einer Köhlerwerkstatt, in der Holzkohle hergestellt wird.

Wanderwege zum Horné Lazy

Wanderwege zum Aussichtsturm Horné Lazy beginnen in den Dörfern Valaská, Bystrá und Mýto pod Ďumbierom in der Region Pohanské. Der Weg zum Turm ist über einen interaktiven Lehrpfad mit Informationen zur Natur der Umgebung erreichbar. Entlang der Strecke stehen Holzskulpturen von Waldtieren; ein großes hölzernes Megafon macht die Stimmen des Waldes hörbar. Für die Auswahl einer Wanderung ist damit nicht nur der Aussichtsturm selbst beschrieben, sondern auch die besondere Gestaltung des Zugangswegs.

Radverbindungen und die Einordnung von Chvatimech

Am 8. Juni 2026 wurde eine neue Radwegbrücke zwischen Brezno und Valaská für die Öffentlichkeit freigegeben. Sie ist Teil einer Radroute, die beide Gemeinden verbindet. Außerdem führt die Radroute Zákľuky über Čierny Balog und Sihla, über Chvatimech, nach Valaská hinein. In der näheren Umgebung von Valaská befindet sich der Sessellift von Chvatimech, ein technisches Denkmal und der erste in der Slowakei gefertigte Sessellift aus den 1950er-Jahren. Er gehört der Gemeinde Valaská, liegt jedoch im Katastergebiet von Hronec auf einem Privatgrundstück.

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