Krná – Waldlandschaft, Jasenina und kirchliche Geschichte

Krná liegt im südlichen Teil des Veporské Slovenské rudohorie, im Tal des Baches Krná. Mehr als 59 Prozent der Katasterfläche sind bewaldet; in der Umgebung wachsen Laubwälder. Damit zeigt sich der Ort vor allem als Verbindung von bewaldeter Landschaft, Wegen zur Jasenina und einer ungewöhnlich vielschichtigen Ortsgeschichte.

Wandern rund um Krná und die Jasenina

Für die Orientierung in der Landschaft ist die Jasenina der wichtigste dokumentierte Bezugspunkt. Der Aufstieg auf die Jasenina findet jedes Jahr statt. Die empfohlene Route von Krná zur Jasenina beginnt an der Bushaltestelle in Krná. Außerdem führt am Aussichtsturm auf der Jasenina ein markierter roter Wanderweg der Route Málinec–Kokava nad Rimavicou vorbei. Wer den Ort als Ausgangspunkt für eine Wanderung betrachtet, findet hier somit unterschiedliche Anknüpfungspunkte: einen beschriebenen Routenbeginn in Krná, einen jährlichen Aufstieg und eine markierte Verbindung am Aussichtsturm.

Auch kleinere Naturdetails gehören zum Bild des Ortes. In Krná gibt es einen Kastanienhain mit etwa 20 Esskastanienbäumen; einer dieser Bäume hat einen Stammumfang von 305 cm. In den Streusiedlungsgebieten von Krná kommt außerdem die Kreuzotter vor. Krná ist mit Bussen erreichbar. Für die Ortswahl sind daher sowohl die Busanbindung als auch die Verbindung von Landschaft und Wanderwegen relevant, ohne dass daraus konkrete Fahrpläne oder Gehzeiten abgeleitet werden können.

Herrenhaus, Kirche und Glockentürme

Die erste schriftliche Erwähnung von Krná stammt aus dem Jahr 1435. Das älteste Denkmal des Ortes ist ein klassizistisches Herrenhaus aus dem Jahr 1820. Es wurde an der Stelle eines Renaissance-Herrenhauses aus dem 17. Jahrhundert errichtet und dient der Gemeinde Krná seit 1960 als Kulturhaus. Das Gebäude verbindet damit mehrere Zeitschichten der Ortsgeschichte: die schriftliche Erwähnung des Ortes, den Vorgängerbau aus der Renaissance und die klassizistische Anlage, die heute als Kulturhaus genutzt wird.

Ein weiterer historischer Schwerpunkt ist die evangelische Kirche. Sie wurde am 22. Oktober 1905 feierlich geweiht und ohne Turm erbaut. Für sie wurde ein Altarbild von Ľudovít Kubányi angeschafft. Laut Gemeindebeschreibung war sie die einzige Kirche dieser Art im evangelischen a.-b. Kirchenbezirk in Uhorské. Im Jahr 1912 wurde in Krná außerdem ein eigenständiger Glockenturm mit zwei Glocken hinzugefügt. Der Glockenturm Krná–Závada wurde bereits 1893 von den Bewohnern der Streusiedlungsgebiete von Krná errichtet. Kirche und Glockentürme ergänzen die Wanderlandschaft um mehrere historische Bauwerke.

Traditionelle Architektur und frühere Handwerke

In den Ortsteilen Neklen, Závada, Osičiny und Nový svet ist traditionelle Volksarchitektur erhalten. Sie ergänzt die baulichen Einzeldenkmäler um ein breiteres Bild der Siedlungsstruktur. Zur lokalen Vergangenheit gehören auch frühere handwerkliche und landwirtschaftliche Tätigkeiten: Die Herstellung von Holzrädern war in Krná früher weit verbreitet und wurde in bis zu 14 Haushalten betrieben. Die Einwohner von Krná betrieben außerdem Schafzucht und stellten Holzgeräte her. Diese Tätigkeiten sind als historische Bestandteile der Ortsgeschichte überliefert und nicht als heutige Angebote zu verstehen.

Für die weitere Ortsorientierung finden Sie außerdem Hradište, Breznička, Ozdín, Cinobaňa, Veľká Ves, Kokava Nad Rimavicou, Utekáč und Uhorské.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Poltár.

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