Polina zwischen Geschichte und Landschaft

Polina ist ein slowakischer Ort, in dem Landschaft und Geschichte eng zusammenkommen. Der Ort liegt im Tal des Bachs Turiec und nordwestlich von Tornaľa. Zur Umgebung gehören Hügelland und niedriges Bergland, während historische Bauwerke, eine Gedenksäule und eine Wanderroute weitere konkrete Bezugspunkte bilden.

Lage und Landschaft von Polina

Polina liegt in der Juhoslovenská kotlina, einer Landschaft mit Hügelland und niedrigem Bergland. Der Bach Turiec gehört unmittelbar zur Lage des Ortes, da Polina in seinem Tal liegt. Für die Straßenanbindung ist Polina über eine Straße III. Klasse an das Straßennetz angeschlossen. Diese Straße verbindet den Ort mit Gemerská Ves. Damit treffen in Polina ein Tal am Turiec, der Landschaftsraum der Juhoslovenská kotlina und eine konkrete Verbindung im regionalen Straßennetz zusammen.

Geschichte und historische Erwerbszweige

Polina entstand durch die Abtrennung von Skerešovo zu Beginn des 14. Jahrhunderts und wurde erstmals im Jahr 1325 erwähnt. Die Ortsgeschichte reicht damit bis in eine Zeit zurück, in der sich die Siedlungsentwicklung des Ortes noch eng mit regionalen Wirtschaftsformen verband.

Zu den historischen Erwerbszweigen in Polina gehörten Landwirtschaft, Viehzucht, Köhlerei und Fuhrwesen. Landwirtschaft und Viehzucht bezogen sich auf die Nutzung des Landes und die Haltung von Tieren. Köhlerei bezeichnet die Herstellung von Holzkohle, während Fuhrwesen für den Transport mit Fuhrwerken steht. Zusammen bilden diese Tätigkeiten ein breites wirtschaftliches Spektrum aus Landarbeit, Tierhaltung, Holzkohleproduktion und Transport.

Mühle, Gedenksäule und reformierte Kirche

Zu den denkmalgeschützten Sehenswürdigkeiten von Polina gehört das Gebäude einer alten Mühle aus dem 19. Jahrhundert. Auf dem Friedhof steht außerdem eine Gedenksäule aus dem Jahr 1996. Beide Orte gehören zu den sichtbaren historischen Bezugspunkten innerhalb des Ortes, unterscheiden sich aber durch ihre Entstehungszeit und ihre Funktion.

In Polina steht zudem eine 1883 errichtete neoklassizistische reformierte Kirche. Der Begriff neoklassizistisch bezeichnet eine Architektur, die sich an Formen der klassischen Antike orientiert. Die Kirche ist in gutem Zustand und dient weiterhin ihrem religiösen Zweck. Neben dem Mühlengebäude und der Gedenksäule steht damit ein Sakralbau im Mittelpunkt, der nicht nur aus dem 19. Jahrhundert stammt, sondern bis heute für religiöse Nutzung erhalten ist.

Wanderroute durch Polina

Eine weitere Verbindung von Landschaft und Ortsbesuch bietet die Wanderroute „Potulky Gemerom: z Levárskych kúpeľov do Kamennej diery“. Sie führt durch Polina und bezieht den Ort in eine längere Wanderverbindung ein. Bei Polina gibt es eine Brücke, die von der Route genutzt wird, statt den Bach Turiec zu durchqueren. Auf dem Abschnitt bei Polina erfolgt der Übergang über den Bach daher an dieser Brücke. Der Turiec bildet dabei nicht nur einen geografischen Bezugspunkt der Ortslage, sondern auch ein konkretes Element der beschriebenen Wanderstrecke.

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