Cakov: Quelle, Kirchen und Geschichte im Blh-Tal
Cakov verbindet eine ungewöhnliche Wassertradition mit markanten Sakralbauten und einer weit zurückreichenden Ortsgeschichte. Der Ort liegt in der Rimavská kotlina auf der Aue des Blh. Für Sie entsteht daraus ein Reiseziel, dessen Charakter sich weniger über einzelne große Sehenswürdigkeiten als über konkrete Schauplätze erschließt: die Šťavica-Quelle, die reformierte Kirche und die Kirche Kostol Mena Panny Márie.
Šťavica-Quelle und Landschaft
Die Šťavica-Quelle ist ein drei Meter tiefer, gegrabener Brunnen mit steinummauerten Wänden. Sie liegt hinter ehemaligen Weinbergen etwa 700 m südöstlich von Cakov. Rechts der Feldstraße liegt sie etwa 250 m den Hang hinauf.
Das Wasser der Šťavica-Quelle wird zu einer Entnahmestelle an der Staatsstraße geleitet und zum Trinken genutzt. Es ist als natürlich, kohlensäurehaltig, kalt und hypoton beschrieben. Damit besitzt die Quelle eine klar erkennbare Eigenart, die sich von einer gewöhnlichen Wasserstelle unterscheidet. Am südöstlichen Rand von Cakov liegt zudem eine Bohrung nahe der natürlichen Mineralwasserquelle am rechten Ufer des Blh-Tals. In der näheren Umgebung befindet sich das Gebiet Veľké Konopnice, das als Pilzgebiet bezeichnet wird.
Kirchen mit unterschiedlichen Baugeschichten
Die reformierte Kirche in Cakov wurde 1922 im Secessionsstil erbaut. Ihr Grundriss ist als Saal mit segmentförmigem Abschluss gestaltet; der Turm ist der Fassade vorgestellt. Die Kirche ist in gutem Zustand und dient ihrem religiösen Zweck. Für eine Ortsbesichtigung bietet sie damit eine klar beschreibbare architektonische Station, deren Bauform und Entstehungszeit gleichermaßen ins Auge fallen.
Eine zweite sakrale Prägung trägt die Kirche Kostol Mena Panny Márie. Sie wurde 1931 erbaut und ist ein einschiffiges Sakralgebäude mit einem in die Fassade integrierten Frontturm. Das Gebäude ist in gutem Zustand und dient seinem Zweck. Die Kirche gehört zur Pfarrei Rimavská Seč. Zusammen mit der reformierten Kirche macht sie zwei eigenständige kirchliche Bauwerke mit unterschiedlichen Details und Baujahren sichtbar.
Ortsgeschichte zwischen Mittelalter und Wiederbesiedlung
Die Anfänge von Cakov reichen mindestens ins 13. Jahrhundert zurück; urkundlich ist der Ort seit 1395 belegt. Während der Türkenkriege wurde Cakov zweimal verwüstet und später wiederbesiedelt. Diese historische Zäsur ergänzt die älteren Belege um einen konkreten Einschnitt in der Entwicklung des Ortes. Wer für eine Slowakei-Reise einen kleineren Ort mit nachvollziehbaren historischen Bezugspunkten sucht, findet hier daher mehrere eigenständige Themen: frühe Erwähnung, kriegsbedingte Zerstörung, spätere Wiederbesiedlung und Sakralbauten des 20. Jahrhunderts.
Wenn Sie Cakov als Reiseziel einordnen, stehen damit drei unterschiedliche Blickrichtungen zur Verfügung: die mineralische Besonderheit der Šťavica-Quelle, die Lage in der Aue des Blh und die Kirchen- sowie Ortsgeschichte.
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