Klenovec: Kultur, Natur und Gleitschirmfliegen in der Slowakei

Klenovec verbindet die Landschaft der Klenovská Rimava mit einer ausgeprägten Kulturtradition und Möglichkeiten für aktive Erlebnisse. Die Gemeinde erstreckt sich an beiden Ufern des Flusses. Zugleich liegt in ihrem Katastergebiet das Nationale Naturreservat Klenovský Vepor – ein markanter Bezugspunkt für alle, die während einer Slowakei-Reise Natur und regionale Geschichte miteinander verbinden möchten.

Natur am Klenovský Vepor

Der Klenovský Vepor schützt erhaltene ursprüngliche gemischte Karpatenwälder mit urwaldartigen Beständen. Über den Klenovský Vepor verläuft außerdem die bekannte Wanderroute „Rudná magistrála“. Damit steht in Klenovec nicht nur ein einzelnes Landschaftsmotiv im Mittelpunkt: Das Naturreservat und die Fernwanderroute machen den Ort auch für Besucher interessant, die den Charakter der Karpaten über Waldlandschaften und eine markante Wanderverbindung kennenlernen möchten.

Eine andere Perspektive auf die Landschaft bietet das Gleitschirmfliegen. Ausgedehnte Wiesen in Tälern und auf Berggipfeln sowie bewaldete Hänge bis in Höhen von 1.300 m schaffen dafür geeignete Voraussetzungen. In Klenovec gibt es eine auf Grundlage einer Beauftragung durch LAA SR lizenzierte Gleitschirmschule. Sie bietet im Jahresverlauf mehrere Kurse für Anfänger und Fortgeschrittene an. Zusätzlich wird in Klenovec jährlich eine Runde der Serie des Slowakischen Pokals oder eine slowakische Meisterschaft im Gleitschirmfliegen veranstaltet. Für Sie ergibt sich damit ein klarer Unterschied zwischen einem Aufenthalt mit Wanderschwerpunkt und einer Reise, bei der der Flugsport im Mittelpunkt steht.

Folklore, Handwerk und Ortsgeschichte

Die Klenovská Rontouka wurde 1979 ins Leben gerufen. Zu ihr gehören traditionelle Höfe mit kreativen Werkstätten für Handwerk, Musik, Gesang und Tanz. Ergänzt wird das Fest durch einen traditionellen Jahrmarkt des Volkshandwerks. Die Rontouka bewahrt damit mehrere Ausdrucksformen regionaler Kultur in einem gemeinsamen Rahmen, statt Folklore auf eine einzelne Vorführung zu beschränken.

Auch außerhalb dieser Festtradition besitzt Klenovec sehenswerte Zeugnisse seiner religiösen und örtlichen Geschichte. Im Ort steht eine klassizistische evangelische Kirche mit einem eigenständigen Glockenturm aus dem Jahr 1787. Außerdem befindet sich hier ein Gebetshaus der Bruderschaft der Baptisten aus dem 20. Jahrhundert. Zur lokalen Überlieferung gehört zudem die Begebenheit, dass Juraj Jánošík 1713 in Klenovec von Liptauer Haiduken gefangen genommen wurde.

Ein besonderer Einblick in die Handwerksgeschichte führt zum Guba-Webhandwerk. In den 1970er- und 1980er-Jahren widmeten sich in Klenovec 36 Familien dieser Arbeit. Bis heute ist Ján Fotta der einzige Guba-Weber in Klenovec. Wer regionale Herstellung und überlieferte Techniken sucht, findet hier daher ein konkretes Thema mit einem klar benannten heutigen Träger.

Regionale Spezialität und Anreise

Zum kulinarischen Profil gehört der Klenovecký syrec. Dieser Käse wird aus Schafsmilch hergestellt und trägt eine geschützte Ursprungsbezeichnung. Für die Anreise ist die Staatsstraße II/526 maßgeblich; sie verbindet Hnúšťa mit Kokava nad Rimavicou. Mehrere Busverbindungen ergänzen die Erreichbarkeit von Klenovec.

Weitere Ziele der Übersicht: Studená, Zádor, Večelkov, Radnovce, Číž, Jesenské, Husiná, Kaloša.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Rimavská Sobota.

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