Rimavské Janovce

Rimavské Janovce verbindet ein geschütztes historisches Ortsbild mit Kirchen, Kúrias und einer Einbindung in die touristische Route Gotická cesta. Wenn Sie für Ihre Slowakei-Reise einen kulturell geprägten Ort suchen, liegt der besondere Reiz hier in der Dichte der überlieferten Bauformen: Im historischen Ortskern stehen sakrale Gebäude und ältere Häuser in einem klar erkennbaren Zusammenhang.

Historischer Ortskern und bedeutende Kirchen

Der historische Ortskern von Rimavské Janovce wurde 1994 zur Denkmalzone erklärt. Ihre lineare Straßenbebauung bildet einen kleinen zentralen Platz, an dem die römisch-katholische und die kalvinistische Kirche liegen. Einige Häuser haben originale Stuckdekorationen aus der Zeit um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert bewahrt.

Die Kirche St. Johannes des Täufers ist ein einschiffiger Bau aus der Zeit um die Wende vom 12. zum 13. Jahrhundert mit halbrunder Apsis. Sie ist ursprünglich romanisch und war eine ehemalige Benediktinerklosterkirche. Das ehemalige Benediktinerkloster lag an der Nordseite der Kirche; diese historische Funktion gehört zur Einordnung des Ensembles, nicht zu einer heutigen Klosternutzung.

Die reformierte Kirche ist ursprünglich gotisch und stammt aus dem frühen 14. Jahrhundert. Im Inneren besitzt sie eine hölzerne, flache Kassettendecke aus dem Jahr 1792. Die Kirche ist in gutem Zustand und dient weiterhin ihrem religiösen Zweck. Für einen kulturgeschichtlichen Rundgang stehen damit zwei unterschiedliche kirchliche Traditionen und mehrere Bauperioden in engem Ortszusammenhang.

Kúrias und historische Architektur

Zu den profanen Bauwerken zählt die Törökovská kúria, ein eingeschossiger spätbarocker Bau aus dem Jahr 1800. Ihr rechteckiger Grundriss, das Mansarddach und die Seitenpavillons prägen die charakteristische Form. Eine weitere Kúria in Hausnummer 47 entstand in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Der spätklassizistische, eingeschossige zweitraktige Bau besitzt ebenfalls einen rechteckigen Grundriss, jedoch ein Walmdach. Der Vergleich der beiden Gebäude macht den zeitlichen Wandel zwischen Spätbarock und Spätklassizismus sichtbar.

Verbindungen, Radwege und Ausflugsziele

Rimavské Janovce ist mit Rimavská Sobota über die Straße II/531 und eine Eisenbahnstrecke für Personen- und Güterzüge verbunden. Für die Orientierung bei der Anreise sind damit sowohl eine Straßenverbindung als auch eine bestehende Bahnverbindung dokumentiert. Der Kurinec-Stausee ist eine Touristenattraktion und mit Rimavské Janovce durch einen Radweg verbunden.

Eine weitere Radverbindung ist als geplante Route Močiar–Rimavské Janovce beschrieben. Sie soll getrennt von der Hauptstraße verlaufen und dadurch nicht durch Personen- und Lastkraftwagen gefährdet werden. Vorgesehen ist eine Länge von 1.519,69 Metern. Die Route soll an einer Brücke in der Siedlung Močiar beginnen, über einen bestehenden unbefestigten Feldweg und den Damm an der Rimava führen und an einem Bahnübergang in Rimavské Janovce an die Straße anschließen. Diese Angaben beziehen sich auf das geplante Vorhaben und nicht auf eine bereits fertiggestellte Strecke.

Auch die geothermische Geschichte der Umgebung ist dokumentiert: Eine im Jahr 2000 im Katastergebiet von Rimavské Janovce entdeckte geothermische Quelle wird derzeit im Erholungsgebiet Kurinec–Zelená voda genutzt. Damit ergänzen Radverbindung, Wasserlandschaft und historische Architektur die kulturelle Orientierung am Ort, ohne dass daraus eine bestimmte Unterkunftslage oder ein aktuelles Angebot abgeleitet werden kann.

Für die weitere Orientierung stehen Ihnen außerdem Štrkovec Štrkovec, Tisovec Tisovec, Kesovce Kesovce, Bátka Bátka, Rimavské Brezovo Rimavské Brezovo, Radnovce Radnovce, Ivanice Ivanice und Včelince Včelince zur Verfügung.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Rimavská Sobota.

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