Malý Krtíš entdecken

Zwischen Krtíš-Tal und historischer Erinnerung

Malý Krtíš liegt im Ipeľ-Becken, im Tal des Baches Krtíš. Das Zentrum befindet sich auf 175 Metern über dem Meeresspiegel, während das Katastergebiet Höhen zwischen 162 und 281 Metern umfasst. Rund um den Ort prägt eine gegliederte, entwaldete Hügellandschaft mit flachen Rücken das Bild. Diese Rücken wurden von jungtertiären Ablagerungen gebildet. Damit ist Malý Krtíš über zwei eng miteinander verbundene Perspektiven greifbar: über die Entwicklung eines historischen Ortes und über die Landschaft seines Tals.

Ein Ort mit wechselvoller Geschichte

Malý Krtíš ist seit 1251 unter dem Namen „Curtus, alia villa Cvrtus“ belegt. Weitere historische Bezeichnungen machen die sprachliche und politische Geschichte des Ortes sichtbar: Für das Jahr 1482 ist „Kyskwrthes“ überliefert, 1920 erscheint „Maly Krtýš“, außerdem ist die ungarische Bezeichnung „Kiskürtös“ bekannt.

Die Ortsgeschichte verlief nicht geradlinig. Malý Krtíš war von 1554 bis 1593 von den Türken besetzt und zu Beginn des 17. Jahrhunderts vollständig verlassen. Zwischen 1715 und 1720 wurde der Ort wieder als Siedlung erwähnt; bald danach entwickelte er sich erneut zu einer Gemeinde. Wer die Geschichte des Ortes einordnen möchte, findet hier daher nicht nur eine einzelne Gründungserzählung, sondern Spuren von Besetzung, Unterbrechung und Wiederbesiedlung.

Dorfkirchenglocke, Mühle und Handwerk

Zu den historischen Bezugspunkten gehört die Dorfkirchenglocke. Sie ist ein einfacher gemauerter bäuerlicher Bau mit quadratischem Grundriss aus dem Jahr 1848. In ihr befindet sich eine Glocke aus dem Jahr 1824. Beide Jahreszahlen gehören zu den konkreten Zeugnissen der örtlichen Bau- und Kirchengeschichte.

Auch die frühere Wirtschaftsstruktur des Ortes ist dokumentiert. Im Jahr 1828 hatte Malý Krtíš 29 Häuser und 266 Einwohner, die Landwirtschaft betrieben. Außerdem wurde hier Sand für die Glasherstellung abgebaut. Während der kapitalistischen Epoche gab es in Malý Krtíš eine Dampfmühle. Die alte, ursprünglich dampfbetriebene Mühle verfällt. Ihr Zustand unterscheidet sie deutlich von einem restaurierten oder aktiv genutzten Industriedenkmal und macht sie zu einem historischen Hinweis auf die frühere Bedeutung von Verarbeitung und Gewerbe.

Das Gemeindewappen verweist symbolisch auf Kohle- und Quarzsandsteinflöze sowie auf die Landwirtschaft. Es bündelt damit mehrere Themen, die in der Ortsgeschichte wiederkehren: Rohstoffe, Arbeit und die Nutzung des Landes.

Landschaft und örtliche Orientierung

Im Gebiet von Malý Krtíš kommen Braunerde, gegebenenfalls illimerisierte Böden, Auenböden und Schwemmlandböden vor. Die benannte Quelle „Mädokýš“ liegt direkt am Bett des örtlichen Wasserlaufs. Solche konkreten Landschaftsmerkmale ergänzen den ersten Eindruck des Ipeľ-Beckens um die geologischen und bodenkundlichen Besonderheiten des Gemeindegebiets.

Als kulturelles Zentrum von Malý Krtíš bilden die Gemeindebibliothek und das Kulturhaus eine gemeinsame Anlaufstelle. Dokumentiert sind außerdem ein Fußballplatz und ein Multifunktionsfeld mit Kunstrasen. Für Ihre Reiseauswahl lässt sich der Ort somit vor allem über seine historische Entwicklung, seine ländlich geprägte Umgebung und die klar benannten Einrichtungen vor Ort einordnen. Ergänzend können Sie die Ortsseiten zu Dolné Príbelce, Lesenice, Širákov, Kamenné Kosihy, Kiarov, Veľké Straciny, Ľuboriečka und Malá Čalomija aufrufen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Veľký Krtíš.

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