Kľak zwischen Vtáčnik-Landschaft und Erinnerungskultur

Kľak verbindet die Hochflächen des Vtáčnik-Gebirges mit geschützter Natur, Wanderwegen und einer Ortsgeschichte, die an die Ereignisse von 1945 erinnert. Der Ort ist damit zugleich Ausgangspunkt für Wege durch die Landschaft und ein Platz, an dem Kirche, Denkmäler und Gedenkstube die Vergangenheit sichtbar machen. Für Ihre Slowakei-Reise entsteht ein klares Nebeneinander von Naturerlebnis, regionaler Geschichte und mehreren unterschiedlich verlaufenden Routen.

Landschaft zwischen zwei Tälern

Kľak liegt im Vtáčnik-Gebirge auf einer Hochfläche zwischen den Tälern des Kľak-Bachs und des Kláštorský-Bachs. In Kľak besteht seit 1966 das staatliche Naturschutzgebiet Vtáčnik.

In der näheren Umgebung von Kľak liegt außerdem das geschützte Naturdenkmal Ostrovica. Es besteht aus drei markanten Felstürmen, die sich mit etwa 30 bis 40 m hohen senkrechten Wänden aus der näheren Umgebung erheben. Die ungefähre Höhenangabe gehört zur Beschreibung dieser Felswände; sie ist nicht mit einer Gipfelhöhe oder einer Wegstrecke gleichzusetzen. Zusammen mit dem Naturschutzgebiet ergibt sich ein Landschaftsbild, in dem Hochfläche, Bachtäler und markante Felsformationen unterschiedliche Orientierungspunkte bilden.

Wandern: Lehrpfad und Routen in Richtung Vtáčnik

Der Kľakovský náučný chodník ist 6,3 km lang, die angegebene Gehzeit beträgt 1,5 Stunden. Der Lehrpfad wurde 2015 eröffnet und vermittelt die Geschichte des Slowakischen Nationalaufstands in der Umgebung von Kľak, die Ereignisse des Blutigen Sonntags vom 21. Januar 1945, die Geschichte der Waldbahn sowie die Entstehung des Felsgebildes Ostrovica. Wenn Sie Kľak zu Fuß erkunden möchten, beginnt der Weg im Ortszentrum, ist in beide Richtungen begehbar, ganzjährig zugänglich und als leicht zu bewältigen beschrieben.

Daneben sind mehrere längere Routen dokumentiert, deren Ziele und Verläufe sich deutlich unterscheiden. Eine Route führt von Kľak durch die Partizánska dolina, über Ivanov salaš und Škurátka bis zum Vtáčnik. Eine zweite verbindet Kľak über Ivanov salaš und Škurátka mit dem Wasserfall am Pokutský potok. Eine dritte führt von Kľak über Škurátka, Vtáčnik, Homôlka und Gronštolne bis nach Prochot. Für Ihre Routenwahl können Sie damit zwischen einem Lehrpfad mit Orts- und Regionalgeschichte, einer Verbindung zum Wasserfall und einem Verlauf bis nach Prochot unterscheiden.

Kirche und Gedenkorte in Kľak

Die römisch-katholische Kirche in Kľak ist ein einschiffiger Bau im spätbarocken Stil aus dem Jahr 1753. Sie ist der heiligen Teresa von Ávila geweiht. Die Kirche steht damit für die ältere Bau- und Glaubensgeschichte des Ortes, während mehrere Gedenkorte an die gewaltsamen Ereignisse des 20. Jahrhunderts erinnern.

In Kľak steht ein von J. Hučko geschaffenes Denkmal aus dem Jahr 1959 für von Faschisten gefolterte Bürger und Partisanen. Über dem Gemeinschaftsgrab der Ermordeten steht ebenfalls ein Denkmal. Beim 1963 errichteten SNP-Denkmal erinnern die Einwohner von Kľak jährlich mit einer Kranzniederlegung an die tragischen Ereignisse. Die Gedenkstube in Kľak enthält Materialien, die an das Niederbrennen des Ortes im Jahr 1945 erinnern. Diese Orte setzen unterschiedliche Schwerpunkte: Baugeschichte, Erinnerung an die Opfer und die dokumentierte Geschichte der Zerstörung des Ortes.

Unterkunft in Kľak

Die Unterkunft in Kľak umfasst fünf Zimmer und 14 Betten. Zur Unterkunft gehören Sanitäranlagen, eine Küche und eine Sitzecke mit Fernseher.

Weitere Ortsseiten

Weitere Ortsseiten: Hrabičov, Veľke Pole, Žarnovica, Brehy, Hronský Beňadik, Voznica, Horné Hámre, Tekovská Breznica.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Scharnowitz.

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