Voznica: Natur und Bergbaugeschichte am Hron
Voznica zwischen Schutzgebieten und Bergbaugeschichte
Voznica verbindet Landschaften am Hron mit Spuren einer lange geprägten Bergbau- und Verkehrsgeschichte. Im Gemeindegebiet reicht das Landschaftsschutzgebiet Štiavnické vrchy von der Südgrenze bis zu den Ufern des Hron. Im östlichen Teil liegt im Richňavská-Tal das Naturschutzgebiet Kojatín. Es wurde 1997 ausgewiesen, umfasst 68,63 Hektar und unterliegt der fünften Schutzstufe. Die kleinflächigen Schutzgebiete der CHKO Štiavnické vrchy zeigen vulkanische Reliefformen, durch selektive Verwitterung entstandene Felsformationen und Schutthalden; außerdem kommen dort zahlreiche geschützte und gefährdete Tier- und Pflanzenarten vor.
Damit bietet Voznica einen Landschaftsrahmen, in dem Naturbeobachtung und kulturgeschichtliche Orientierung nebeneinanderstehen. Die Schutzgebiete sind dabei als benannte und ausgewiesene Naturbereiche einzuordnen; aus ihrer Bezeichnung allein lässt sich keine bestimmte Besuchsform ableiten.
Quellen, Täler und markierte Wege
Auf dem Gipfel des Smrkáčik stehen eine touristische Schutzhütte und eine Informationstafel. Eine Route beginnt hinter Voznica nahe der Dedičná štôlňa Jozefa II. und führt zu dem mit einem Kreuz gekrönten Hügel. Die Quelle Gabrielka liegt etwa 4 Kilometer von Voznica entfernt flussaufwärts in der Richňavská dolina. Dort gibt es eine hölzerne Schutzhütte mit Bänken, die Radfahrern und Wanderern als Zwischenstopp dient.
Auch die Quelle Suchá Voznica gehört zur dokumentierten Landschaft des Ortes. Sie ist gepflegt und dient bei Wanderungen durch das lange Tal der Suchá Voznica als Wasserquelle. Eine Wanderroute verbindet Sedlo Peciny, die Richnavské jazerá, Banište, Kopanice und Kojatín mit Voznica. Nach dem Überqueren der Grenze von Kojatín führt ein blau markierter Wanderweg zur ehemaligen Försterhütte Slavkov. Für das Radfahren ist eine Route beschrieben, die von Žarnovica über Voznica und Rudno nad Hronom weiter auf einer grün markierten Strecke in Richtung Rudnianska dolina und Uhliská verläuft und zum etwa 4 Meter hohen Rudniansky vodopád führt.
Bergbau, Kirche und regionale Kultur
Das stärkste kulturgeschichtliche Merkmal ist die Dedičná štôlňa Jozefa II. Sie mündet in Voznica in den Fluss Hron, wurde von 1782 bis 1878 errichtet und war bei ihrer Fertigstellung das längste Bergbauwerk der Welt. Bis heute entwässert sie den Bergbaubezirk von Štiavnica. Zusammen mit der spätklassizistischen Kirche der heiligen Katharina von Alexandrien aus dem Jahr 1842 ergibt sich ein Ortsbild, in dem technische Geschichte und sakrale Architektur unterschiedliche Zeitabschnitte sichtbar machen.
Die Geschichte reicht noch weiter zurück: Archäologische Untersuchungen bei Bártová im Richňavská-Tal belegen eine Besiedlung durch Menschen der Lausitzer Kultur aus der Zeit von 1220 bis 700 v. Chr. Voznica ist außerdem seit 1075 als bedeutendes Wirtschafts- und Verkehrszentrum der Umgebung mit einer Mautstelle beziehungsweise einem Mautwesen in Voznica belegt. Zur lebendigen Kulturtradition gehört das 1984 in Voznica gegründete Folkloreensemble Dolinka. Die regionale Wettbewerbsschau der Volksmusik Spievam, spievaš, spievame findet in Voznica alle zwei Jahre statt.
Anreise und Orientierung vor Ort
Für die Anreise ist relevant, dass die Schnellstraße R1 durch das Gemeindegebiet von Voznica verläuft. Die nächstgelegene Anschlussmöglichkeit befindet sich in Žarnovica. Eine neue Stahlbetonfußgängerbrücke quert den Hron seit 1969; sie ersetzte die frühere Fähre.
Weitere Orte, die Sie in Ihre Slowakei-Recherche einbeziehen können, sind Ostrý Grúň, Nová Baňa, Horné Hámre, Orovnica, Hronský Beňadik, Kľak, Veľké Pole und Žarnovica.
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