Nová Baňa: Bergbau, Kalvária und Wege in der Landschaft
Nová Baňa verbindet religiöse Kulturdenkmäler, die Geschichte des Goldbergbaus und markierte Wege durch eine abwechslungsreiche Landschaft. Die Kalvária, historische Stollen, ein Museum, Aussichtspunkte sowie Wander- und Fahrradrouten geben dem Ort ein vielseitiges Profil für eine Reise durch die Slowakei.
Kalvária und historische Spuren des Bergbaus
Die Kalvária in Nová Baňa ist ein nationales Kulturdenkmal mit 17 geschützten Objekten. Dazu gehören der Kalvarienberg, die Kirche des Heiligen Kreuzes, die Kapelle des leidenden Christus und vierzehn Kapellen des Kreuzwegs. Der Komplex führt vom Fuß des Hügels Záhrb bis zur Kirche des Heiligen Kreuzes auf dem Gipfel. Regelmäßig finden dort weiterhin religiöse Prozessionen und Messen statt; zugleich dient das Areal als Rastplatz in der Natur mit Blick auf Nová Baňa.
Auch der Bergbau-Lehrpfad verbindet Bewegung mit Ortsgeschichte. Sie können zwischen zwei historisch-thematischen Rundwegen unterscheiden: Die schwarze Route ist 4,3 km lang und weist 210 m Höhenunterschied auf, die grüne Route misst 5,6 km und hat 130 m Höhenunterschied. Der restaurierte Bergwerksstollen Trojkráľová wurde am 26. September 2008 feierlich eröffnet. Im historischen Goldbergbau von Nová Baňa gehörte er zu den zweifellos ertragreichsten Stollen.
Museum, Aussicht und Wasserlandschaft
Das Pohronské Museum wurde 1952 gegründet und befindet sich im ehemaligen Rathaus. Dieses war ursprünglich ein viergeschossiger gotischer Bau aus der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts, wurde Mitte des 18. Jahrhunderts umgebaut und ist als Kulturdenkmal geschützt. Mehr als 12.000 Sammlungsobjekte zeigen archäologische Funde sowie Zeugnisse des Bergbaus, des Handwerks und der Volksproduktion. Zu den Themen gehören unter anderem Töpferei, Glasherstellung und Holzschnitzerei.
Der Aussichtsturm Háj besitzt drei Aussichtsplattformen. Von dort reichen die Blicke über das Becken von Nová Baňa, zum Kamm des Pohronský Inovec und auf einen Teil des Donautieflands. Am Stausee Tajch stehen Erholung und Sportangeln im Mittelpunkt. Zur Freizeitinfrastruktur gehören sichere Einstiege ins Wasser und ein Holzsteg am rechten Ufer.
Lehrpfade zwischen Quellen, Felsen und Wald
Der Lehrpfad Zbojnícke studničky führt vom Stausee Tajch über Šarvíz bis nach Kohútovo. Quellen, Wasserbauwerke und ein Feuchtgebiet prägen die Strecke; neun thematische Stationen erklären Quellen, den Wasserkreislauf und die Bedeutung des Waldes. Der Weg ist in beide Richtungen begehbar, ganzjährig zugänglich und als leicht eingestuft. Er ist etwa 10 km lang und dauert ungefähr 2,5 Stunden.
Der Lehrpfad Zvonička verläuft durch Zvonička, Červená skala, Havrania skala, Háj und Kohútovo. Er ist 6.233 m lang und weist 274 m Höhenunterschied auf. Der Ferrata-Sektor „Zvonička“ besteht aus mehreren Felsmassiven, die durch Brücken und Klettersteige miteinander verbunden sind. Eine gelb markierte touristische Route führt vom Bahnhof in Nová Baňa zum Lehrpfad Zvonička. Im Erholungsbereich Zvonička gibt es neben einer Feuerstelle einen Kinderspielplatz mit einer Schaukelanlage und weiteren Spielelementen.
Ein weiteres Landschaftsziel ist der Starohutský-Wasserfall. Er liegt etwa 300 m nördlich der Siedlung Stará Huta, einem Ortsteil von Nová Baňa, und besitzt eine 5 m hohe Wasserfallstufe.
Radfahren und sakrale Bauwerke
Für das Mountainbike steht die Runde „Bajkom okolo Novej Bane“ zur Verfügung. Sie ist in beide Richtungen befahrbar, 39,4 km lang und weist 1.300 m Aufstieg auf. Hinsichtlich Kondition und Technik bei Abfahrten ist sie als mittelschwer bis schwer eingestuft. Ergänzend führen die ursprünglich gotische römisch-katholische Kirche und die Hospital- bzw. Spitalskirche in die Baugeschichte des Ortes: Die erste entstand in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts und wurde nach ihrer Zerstörung in den Jahren 1725 bis 1729 wiederaufgebaut. Die Spitalskirche ist ein geschütztes Kulturdenkmal und zählt zu den ältesten Baudenkmälern von Nová Baňa; ihre Errichtung stand 1391 in engem Zusammenhang mit dem benachbarten Spital.
Weitere Orte im Auswahlbereich
Für die weitere Orientierung finden Sie außerdem Orovnica, Ostrý Grúň, Hodruša-Hámre, Voznica, Kľak, Hronský Beňadik, Žarnovica und Tekovská Breznica.
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