Malá Lehota: Lehrpfad, Natur und slowakische Kultur
Malá Lehota verbindet markante Landschaftsformen, einen klar beschriebenen Lehrpfad und lebendige slowakische Kultur. Für Ihre Reiseplanung stehen damit unterschiedliche Erlebnisse nebeneinander: Sie können die geologische Besonderheit des Andezitové kamenné more betrachten, den Lehrpfad Vojšín einordnen, abgelegene Siedlungsteile mit ihren sakralen Bauwerken kennenlernen oder einen Termin rund um Dudelsackmusik und historische Traktoren wählen.
Lehrpfad Vojšín und Andezitové kamenné more
Der Lehrpfad Vojšín verbindet das Nationaldenkmal Starohutský vodopád im Katastergebiet von Nová Baňa mit dem Nationalen Naturdenkmal Andezitové kamenné more im Katastergebiet von Malá Lehota. Die Strecke ist in beide Richtungen begehbar, 10,5 Kilometer lang und als mäßig anspruchsvoll beschrieben. Entlang des Weges gibt es acht Informationstafeln beziehungsweise Haltepunkte.
Das Nationale Naturdenkmal Andezitové kamenné more wurde 1975 ausgewiesen. Es umfasst 1,4 Hektar und liegt im Katastergebiet der Gemeinde Malá Lehota im Bezirk Žarnovica im Tribeč-Gebirge. Seine charakteristische Struktur entstand durch den Zerfall eines Lavastroms in säulenartige Bruchstücke. Am Andezitové kamenné more gibt es außerdem eine Beobachtungsstelle mit Sichtschutz. Daran schließt ein im gleichen Design gestaltetes Bushaltestellengebäude an. Beide Elemente gehören zur konkreten Orientierung an diesem Naturdenkmal, ohne dass daraus weitere Einrichtungen oder Angebote abgeleitet werden sollten.
Höhle mit saisonaler Einschränkung
Zur Naturausstattung von Malá Lehota gehört auch die Jazvinská-Höhle, die ebenfalls Debnárova-Höhle genannt wird. Sie liegt bei der Siedlung Debnárov štál in der Gemeinde Malá Lehota im Tribeč-Gebirge und erstreckt sich waagerecht 44 Meter weit in einem Kalksteinmassiv. Die Höhle dient Fledermäusen als Winterquartier und ist deshalb von Ende Oktober bis März geschlossen. Dieser Zeitraum ist für die saisonale Einordnung eines Besuchs besonders wichtig.
Štále und sakrale Bauwerke
Malá Lehota ist eine von drei ländlichen Gemeinden im Streusiedlungsgebiet von Nová Baňa. Die abgelegenen Siedlungsteile werden „štále“ genannt. Diese Bezeichnung begegnet Ihnen auch bei den örtlichen Kulturdenkmälern. Die klassizistische römisch-katholische Kirche Mariä Geburt wurde 1820 im Štál Domčeky errichtet. Ihr altes Kirchenschiff besitzt ein Tonnengewölbe.
Zwischen dem Štál Adamcovým und dem Štál Udičkovým steht eine gemauerte Wegkapelle, die um 1955 errichtet wurde. Auf dem örtlichen Friedhof erinnert ein Denkmal an die Opfer des Ersten und Zweiten Weltkriegs; es wurde 1946 errichtet. Zusammen mit der Kirche bilden diese Orte keine austauschbare Sehenswürdigkeitenliste, sondern verweisen auf die verschiedenen Siedlungsteile und die dokumentierte Geschichte der Gemeinde.
Dudelsackmusik und besondere Veranstaltungstage
Gajdošské fašiangy gilt als das älteste Dudelsackfestival der Slowakei und findet in Malá Lehota, Veľká Lehota und Jedľové Kostoľany statt. In Malá Lehota findet außerdem das internationale Treffen von Dudelsackspielern und Dudelsackmusik statt, das als „Bagpipes Carnival“ bezeichnet wird. Es beginnt am letzten Freitag vor Aschermittwoch. Eine weitere regelmäßig stattfindende Veranstaltung ist der ZETOR 25 CUP mit Rennen historischer Zetor-25-Traktoren. Diese Termine setzen einen kulturellen und lokalen Akzent neben den Naturzielen und den baulichen Zeugnissen der Gemeinde.
Weitere Orte zur Orientierung
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