Tŕnie: Martinskirche, Padalo und Kremnické vrchy
Tŕnie liegt im Teilgebiet Turovské predhorie des Kremnické vrchy und verbindet eine ausgeprägte Sakral- und Ortsgeschichte mit markanten Landschaftspunkten. Für Ihre Slowakei-Reise treffen hier eine gotische Kirche, historische Kulturgüter, eine Schlucht mit Wasserfall und der Aussichtskamm Piesky aufeinander. Die Landschaftsziele unterscheiden sich in ihrer Form: Padalo liegt in einer Schlucht, der Kamm Piesky bietet Ausblicke auf Železná Breznica und Tŕnie.
Schlucht, Wasserfall und Aussichtskamm
Der Wasserfall Padalo liegt in der Schlucht, die am nördlichen Rand von Tŕnie austritt. Der Wasserfall ist etwa 12 Meter hoch und liegt auf Andesit-Untergrund. Zum Padalo führt ein Zugang durch die Schlucht; an schwer passierbaren Stellen sind Ketten zum Festhalten angebracht. Zusätzlich ist durch den Wald ein markierter Weg bis oberhalb des Wasserfalls ausgewiesen. Die beiden beschriebenen Wege unterscheiden sich damit vor allem durch ihre Führung: Einer verläuft durch die Schlucht, der andere durch den Wald bis zu einem Punkt oberhalb des Falls.
Eine weitere landschaftliche Orientierung bietet der Kamm Piesky. Von dort reichen die Ausblicke nach Westen über fast das gesamte Katastergebiet von Železná Breznica. Nach Osten öffnet sich der Blick auf das Gebiet von Tŕnie und Turová sowie weiter auf Zvolen, Sliač und weitere Orte. Im Farský jarok befindet sich außerdem eine kleine Höhle, die den örtlichen Bewohnern in der frühen Besiedlungszeit als Zufluchtsort diente. Sie gehört damit zu den Landschaftsmerkmalen, die auch die frühere Nutzung der Umgebung sichtbar machen.
Martinskirche und historisches Kulturerbe
Das älteste Dokument, das sich auf Tŕnie bezieht, ist eine Urkunde von König Ladislaus IV. aus dem Jahr 1285. Ein besonders prägendes Baudenkmal ist die Martinskirche. Sie steht im Nordwesten von Tŕnie auf einer leichten Anhöhe, ist in gutem Zustand und dient ihrem religiösen Zweck. Die Kirche ist gotisch; in der Sakristei ist ein gotisches Kreuzrippengewölbe erhalten. An der Südseite des alten Langhauses befindet sich außerdem ein reich profiliertes gotisches Portal.
Zum Kulturerbe von Tŕnie gehört auch die Kapelle des heiligen Vendelin. Im Ortsteil Hrabiny steht ein hölzerner Glockenturm, der als unbewegliches Kulturdenkmal ausgewiesen ist. Ein weiterer hölzerner Glockenturm befindet sich in Kašová Lehôtka. Er besitzt zwei Glocken, darunter eine aus dem Jahr 1667. Ebenfalls in Kašová Lehôtka steht ein Bauernhaus mit Wirtschaftsgebäudeteil. Das ursprünglich dreiräumige Gebäude wird zu Erholungszwecken genutzt.
Lebendige Traditionen
Zur kulturellen Seite des Ortes gehört die Folkloregruppe Trňan, die 1971 gegründet wurde. Zusammen mit den Kirchen, Glockentürmen und historischen Gebäuden zeigt sie, dass Tŕnie nicht nur über einzelne Sehenswürdigkeiten, sondern auch über überlieferte Formen des dörflichen Kulturlebens wahrgenommen werden kann.
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