Beša – Kirchen, Landschaft und Ortsgeschichte
Unterkünfte in Beša
Beša verbindet eine lange Ortsgeschichte mit sakraler Architektur, ländlicher Kulturlandschaft und verschiedenen Möglichkeiten, die Umgebung aktiv zu erleben. Wenn Sie für Ihre Slowakei-Reise einen Ort mit historischen Spuren, einer Radroute und besonderen lokalen Schauplätzen suchen, bietet Beša mehrere unterschiedliche Zugänge: vom Ortszentrum über die Kirchen bis zu den Feuchtgebieten und den Hügeln der Bešianska pahorkatina.
Ortsgeschichte zwischen Mammutfund und Eisenbahn
Beša wurde erstmals am 5. Juli 1292 schriftlich erwähnt. Ein ungewöhnliches Zeugnis der jüngeren Ortsgeschichte befindet sich im Ortszentrum: An jenem Haus, bei dessen Kellerbau 1902 Überreste eines Mammutskeletts entdeckt wurden, erinnert heute eine Gedenktafel. Der erste Zug fuhr am 25. September 1914 durch den Bahnhof Beša.
Die Geschichte des Gemeindegebiets reicht jedoch deutlich weiter zurück. Auf dem Gebiet von Beša wurden ein Hortfund von Bronzen aus der jüngeren Bronzezeit, römisch-barbarische Siedlungsfunde sowie ein slawisches Körpergräberfeld aus dem 10. bis 11. Jahrhundert entdeckt. Landwirtschaft und Weinbau gehören in Beša seit Langem zu den örtlichen Erwerbszweigen und bilden einen weiteren Teil des lokalen Charakters.
Zwei Kirchen und gelebte Ortskultur
Die reformierte, auch kalvinistische Kirche, wurde 1793 auf ihrem heutigen Grundriss errichtet. Ihr heutiges Erscheinungsbild geht auf Umbauten im Jahr 1903 zurück. Im Turm hängen drei Glocken; eine davon stammt aus der Kirche des aufgelassenen Dorfes Mochovce. Damit bewahrt das Gebäude nicht nur seine eigene Geschichte, sondern verweist auch auf einen aufgegebenen Siedlungsort.
Kostol sv. Anny ist eine 1770 errichtete Barockkirche und trägt die Denkmalkennziffer 12170/1. Der einschiffige Raum, das Presbyterium mit segmentförmigem Abschluss und der vorgestellte Turm bestimmen ihre architektonische Gestalt. Die Kirche befindet sich in gutem Zustand und wird weiterhin für ihren religiösen Zweck genutzt. Für die örtliche Gemeinschaft ist außerdem das Kulturhaus von Bedeutung: Dort finden kulturelle und gesellschaftliche Veranstaltungen statt, die auch der breiteren Öffentlichkeit aus der näheren Umgebung offenstehen. Während der Bešianske hody gehören traditionelle Diskoveranstaltungen und Unterhaltungen zum Programm.
Landschaft, Radroute und besondere Aktivitäten
Ein markanter Naturpunkt ist die gesetzlich geschützte Zerreiche Bešiansky cer (Quercus cerris) in der Bešianska cerina. Von diesem Baum bietet sich ein weiter Blick in die Umgebung. Eine andere Perspektive auf die Landschaft eröffnen die präparierten Offroad-Strecken in den Hügeln der Bešianska pahorkatina nahe dem Fußballareal. Seit 2007 werden dort Treffen und Rennen für Geländefahrzeuge und Spezialfahrzeuge veranstaltet.
Die Route 5525M führt über Trávnica, Beša und Bardoňovo. Die Feuchtgebiete bei Beša lassen sich über einen kurzen Abstecher von der Radroute nach Podhájska erreichen. So stehen auf einer Tour unterschiedliche Landschaftselemente nebeneinander, ohne dass sie zu einem einzigen Ausflugsziel zusammengefasst werden müssen.
Der Sport hat im Ort zudem eine eigene Geschichte: Der organisierte Fußball in Beša geht auf die Gründung des Fußballvereins Sokol Beša im Jahr 1949 zurück. Von 1973 bis 1974 wurde ein Sportareal mit einer überdachten Tribüne errichtet. Zweimal jährlich treffen sich in Beša Motorradfahrer, bevor sie gemeinsam zur Wallfahrtsstätte Studnička weiterfahren, um dort eine Messe zu besuchen.
Weitere Orte in der Übersicht
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