Tatranská Polianka: Geschichte, Galerie und Wege in der Hohen Tatra
Tatranská Polianka verbindet Ortsgeschichte mit konkreten Wegen in der Hohen Tatra. Der Ort erstreckt sich beiderseits der Cesta slobody zwischen Starý Smokovec und Štrbské Pleso. Für Sie entsteht damit ein Reiseziel, in dem eine Kapelle, eine digitale Galerie und ausgewiesene Routen zur Velická dolina und zum Sliezsky dom nebeneinanderstehen. Tatranská Polianka ist mit der Eisenbahn und über die Straße erreichbar.
Ein Ort mit ungewöhnlich dichter Geschichte
Die Anfänge von Tatranská Polianka reichen bis 1884 zurück. Damals errichtete der wohlhabende Landwirt und Fleischer Pavol Weszter aus Veľký Slavkov neben der damaligen Gemeindeförsterei eine Jagdhütte. 1902 gründete Michal Guhr der Jüngere hier ein Klimasanatorium zur Behandlung von Tuberkulose und Asthma. Diese beiden Eckpunkte zeigen, wie sich der Ort von einem frühen Gebäude an der Försterei zu einem Standort mit medizinischer Geschichte entwickelte.
Ein sichtbares Zeugnis jüngerer Ortsgeschichte ist die Kapelle der Sieben Schmerzen Mariens. Sie wurde 1994 aus dem Gebäude der alten Post in Tatranská Polianka eingerichtet und am 10. Dezember 1995 geweiht. Vor der Kapelle steht ein geschnitztes Holzkreuz von Martin Gavalér. Im angrenzenden Waldpark kennzeichnet außerdem ein Denkmal mit der Büste von V. Kýna aus dem Jahr 1949 den beliebten Ruheplatz eines Dichters.
Auch die Geschichte des Wintersports ist mit Tatranská Polianka verbunden. Nachdem Michal Guhr 1901 seine Skileidenschaft aus dem schweizerischen Davos mitgebracht hatte, entstand durch seine Initiative an der Mündung der Velická dolina die erste Skisprungschanze der Hohen Tatra.
Poliankovo und die moderne Seite des Ortes
Mit Poliankovo besitzt Tatranská Polianka eine digitale Galerie auf 600 m². Dort werden bis zu 140 m² Projektionsflächen genutzt; zum Ausstellungskonzept gehören unter anderem Virtual Reality, 3D-Projektionen, Augmented Reality, Hologramme und Schattenspiele. Die Ausstellung umfasst interaktive Elemente sowie mit Augmented Reality ergänzte Gemälde des slowakischen Malers Lubomir Korenk. Damit bietet der Ort neben seinen historischen Spuren auch eine ausdrücklich digitale Form der Kulturvermittlung.
Wege zum Sliezsky dom und in die Velická dolina
Die dokumentierten Strecken unterscheiden sich deutlich in Länge, Charakter und ausgewiesener Nutzung. Die asphaltierte Straße von Tatranská Polianka zum Sliezsky dom ist 6,8 km lang und dient auch als Radweg. Die Besucherordnung des Tatra-Nationalparks führt die Strecke Tatranská Polianka–Sliezsky dom als ausgewiesene Radroute auf.
Für das Wandern ist die Rundwanderung von Tatranská Polianka zum Sliezsky dom und zurück mit 9 km, 3 Stunden 35 Minuten sowie jeweils 666 m Gesamtaufstieg und Gesamtabstieg angegeben. Wer die Strecke als Mountainbike-Runde betrachtet, findet den Rundkurs Tatranská Polianka–Sliezsky dom–Tatranská Polianka als 14 km lange, schwierige Mountainbike-Strecke mit 698 m Höhenunterschied ausgewiesen.
Velické pleso ist von Tatranská Polianka aus über eine asphaltierte Straße oder einen Wanderweg in etwa zwei Stunden erreichbar. Eine weitere, deutlich anspruchsvollere Möglichkeit ist die ganztägige Wanderung zur Východná Vysoká, die in Tatranská Polianka beginnt und ausgesetzte Abschnitte aufweist. Historisch dienten die Hotels Mariana, Tusculum und Themis in Tatranská Polianka als Ausgangspunkte für Ausflüge in die Velická dolina; diese Rolle gehört zur dokumentierten Ortsgeschichte und ist von heutigen Unterkunftsangeboten zu unterscheiden.
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