Havaj – Natur, Geschichte und Radroute in den Niederen Beskiden
Havaj liegt in den Niederen Beskiden im Tal des Poliansky potok. Der Ort verbindet einen ausgeprägten Naturraum mit einer vielschichtigen Geschichte und einer dokumentierten Radroute, deren Hauptziel Havaj ist. Wenn Sie für Ihre Slowakei-Reise einen kleineren Ort mit Landschafts-, Kultur- und Aktivitätsthemen suchen, lassen sich hier unterschiedliche Eindrücke miteinander verbinden, ohne dass ein einzelnes Thema den Ort vollständig bestimmt.
Naturraum der Laborecká vrchovina
Havaj gehört zu den Katastergebieten des geschützten Gebiets Laborecká vrchovina. Zu den wichtigsten Schutzzielen zählen unter anderem der Schreiadler (Aquila pomarina), der Rotmilan (Milvus milvus), der Schwarzspecht (Dryocopus martius), der Grauspecht (Picus canus) und der Eisvogel (Alcedo atthis). Das Schutzgebiet umfasst Laubwälder sowie angrenzende landwirtschaftlich genutzte Landschaften mit einem Mosaik aus Strauchbeständen. Diese unterschiedlichen Landschaftselemente bieten günstige Bedingungen für eine vielfältige Gruppe geschützter Vogelarten.
Damit steht in Havaj nicht nur der einzelne Ort, sondern auch sein landschaftlicher Zusammenhang im Mittelpunkt. Für naturkundlich interessierte Besucher ist die Kombination aus Wald, landwirtschaftlich geprägten Flächen und Strauchbeständen die prägende Perspektive auf die Umgebung. Einen konkreten Fotopunkt gibt es ebenfalls: In Havaj befindet sich ein Selfie-Punkt, an dem Besucher Fotos machen können.
Geschichte und Kirche
Die Gründung der Siedlung Havaj reicht ins 14. Jahrhundert zurück. Vor 1430 wurde Havaj von Adligen aus Perín erworben und war im 17. Jahrhundert Bestandteil des stropkover Herrschaftsgebiets.
Ein wichtiges bauliches Zeugnis ist die griechisch-katholische Kirche des heiligen Nikolaus. Sie ist ein barock-klassizistischer einschiffiger Bau mit eingebautem Turm. Ein einschiffiger Bau besitzt einen einzigen längsgerichteten Kirchenraum. Eine Ikonostase ist eine Bildwand zwischen dem Kirchenraum und dem Altarraum. Die Innenausstattung mit Ikonostase, Hauptaltar und Seitenaltar stammt aus der Zeit um 1824. Zur lokalen Überlieferungs- und Religionsgeschichte gehört außerdem eine Nachricht aus dem Mai 1741: Im stropkover Herrschaftsgebiet verbreitete sich damals die Nachricht über eine weinende Ikone in Havaj im Komitat Zemplín. Ein Komitat bezeichnet eine historische Verwaltungseinheit der damaligen Zeit. Kirche, Innenausstattung und diese historische Nachricht eröffnen damit einen eigenständigen kulturellen Zugang zum Ort.
Mit dem Rad nach Havaj
Eine weitere Möglichkeit, Havaj kennenzulernen, bietet die Radroute „Bicyklom na Havaj“. Sie ist 25 Kilometer lang und führt durch die bewaldete Landschaft von Malá Poľana bis nach Havaj, dem Hauptziel der Route. Für eine Reiseplanung mit dem Fahrrad ist damit nicht nur der Zielort, sondern auch die Strecke durch den bewaldeten Landschaftsraum von Bedeutung. Die Route ergänzt den kulturhistorischen und naturkundlichen Blick um eine aktive Form der Annäherung an Havaj.
Für die weitere Orientierung können Sie auch Bžany und Stropkov aufrufen.
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