Plavnica – Kirchen, Holzhäuser und EuroVelo 11

Plavnica verbindet bedeutende Sakralbauten, traditionelle Holzhäuser und eine klar erkennbare Radroute. Für Sie entsteht dadurch ein Ort, an dem sich Architektur und regionale Geschichte auf engem thematischem Raum entdecken lassen. Besonders prägend sind die Kirche Kostol Obetovania Pána, der klassizistische evangelische Bau, mehrere Kapellen sowie die Drevená zvonica.

Frühgotische Kirche und historische Kunstwerke

Die Kirche Kostol Obetovania Pána wurde um 1325 im frühgotischen Stil erbaut. Von dieser Anlage sind die Umfassungsmauern und im Presbyterium ein gotisches Fenster an der Ostseite erhalten. Der Bau ist damit nicht nur über sein Alter bemerkenswert, sondern auch durch konkrete mittelalterliche Elemente, die bis heute sichtbar geblieben sind.

Im Inneren befinden sich außerdem eine spätbarocke Skulptur und eine polychrome Holzschnitzerei Christi am Kreuz. Beide Werke stammen aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Zusammen mit den erhaltenen Teilen der frühgotischen Anlage ergibt sich ein ungewöhnliches Nebeneinander verschiedener Epochen.

Kapellen und Holzbauten in Plavnica

Mehrere kleinere Sakralbauten ergänzen das Bild. Die Kapelle Korunovania Panny Márie stammt aus dem Jahr 1857 und befindet sich an der Straße in Richtung Stará Ľubovňa. Die Kapelle Povýšenia sv. Kríža wurde 1826 im klassizistischen Stil erbaut und liegt auf dem Friedhof. Eine weitere Kapelle, sv. Cyrila a Metoda, entstand zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

Die Kapelle sv. Jána Nepomúckeho wurde Ende des 18. Jahrhunderts erbaut und ist ein barock-klassizistischer Bau, der von einem kleinen Park umgeben ist. In ihr befindet sich eine farbige volkstümliche Skulptur des heiligen Johannes Nepomuk aus dem 19. Jahrhundert. So verbindet dieses Gebäude Baugeschichte mit einem konkreten Beispiel regionaler Volkskunst.

Auch die profane Architektur verdient Aufmerksamkeit: In Plavnica sind mehrere erhaltene malerische Holzhäuser aus der Zeit um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert vorhanden. Aus derselben Zeit stammt ungefähr die Drevená zvonica. Sie wurde 2016 zum nationalen Kulturdenkmal erklärt und setzt einen weiteren markanten Akzent innerhalb des historischen Ortsbildes.

Evangelische Kirche und jüdischer Friedhof

Der Evanjelický a.v. kostol wurde 1806 im klassizistischen Stil erbaut. Sein Grundriss hat die Form eines griechischen Kreuzes. Zugleich gilt die Kirche als wertvoller Vertreter der Toleranzkirchen in der Region Šariš. Für Sie wird damit eine architektonische Besonderheit mit einer regionalen religionsgeschichtlichen Einordnung verbunden, ohne dass der Bau auf seine äußere Form reduziert wird.

Ein weiterer Erinnerungsort liegt auf einem Hügel westlich von Plavnica und nördlich der Straße nach Stará Ľubovňa: der jüdische Friedhof. Der Friedhof wurde vor einigen Jahren instand gesetzt.

Die Kirchen, Kapellen, Holzhäuser und der jüdische Friedhof stehen damit für unterschiedliche Aspekte von Plavnicas gebautem und religiösem Erbe.

Plavnica an der Radroute EuroVelo 11

Die Radroute EuroVelo 11 führt durch Plavnica. Als Tourismusprodukt verläuft EuroVelo 11 auf einer Länge von 157 km durch die Region Prešov und umfasst Plavnica in seiner Route. Für eine Reise mit dem Fahrrad ist damit eine konkrete Verbindung zwischen dem Ort und einer überregional bezeichneten Route gegeben.

Für die weitere Orientierung können Sie auch Maly Lipnik (Maly Lipnik), Mníšek Nad Popradom (Mníšek Nad Popradom), Kamienka (Kamienka), Šambron (Šambron), Lesnica (Lesnica), Vysne Ruzbachy (Vysne Ruzbachy), Nová Ľubovňa (Nová Ľubovňa) und Altlublau (Altlublau) aufrufen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Stará Ľubovňa.

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