Marianka – Wallfahrt, Kultur und Wege in den Kleinen Karpaten

Marianka verbindet eine außergewöhnlich lange Wallfahrtstradition mit Sakralbauten, Waldlandschaft und ausgeschilderten Wegen. Der Ort ist der älteste Wallfahrtsort der Slowakei und war zugleich der erste Marienwallfahrtsort im ehemaligen Königreich Ungarn. Für Ihre Reiseentscheidung ist vor allem der Kontrast zwischen dem historischen Marienheiligtum und den Routen durch die bewaldete Umgebung der Kleinen Karpaten interessant.

Wallfahrt und historische Bauwerke

Im Zentrum steht die Kirche der Geburt der Jungfrau Maria. Sie ist ursprünglich gotisch und bewahrt ihre gotische Konstruktion. Die meisten Baudenkmäler im Mariental stammen dagegen aus der Barockzeit, sodass sich an einem Ort unterschiedliche Epochen der Sakralarchitektur nachvollziehen lassen. Die Rotundenkapelle der Heiligen Quelle wurde 1696 über einer wundertätigen Quelle errichtet. Auch die Lourdesgrotte gehört zum religiösen Ortsbild; sie entstand in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Der Marienweg entstand zu Beginn des 18. Jahrhunderts zwischen der Kirche und der Kapelle der Wundertätigen Quelle. Entlang dieses Weges wurden sechs begleitende Kapellen errichtet, die Ereignissen aus dem Leben der Jungfrau Maria und ihren Festen gewidmet sind. Das wichtigste jährliche Ereignis in Marianka ist die Marienwallfahrt am Fest der Geburt der Jungfrau Maria am 8. September.

Kreuzweg in bewaldeter Landschaft

Eine weitere markante Anlage ist der Kreuzweg. Er besteht aus 14 Stationen, darunter 13 Kapellen, und umfasst fünfzig lebensgroße Statuen. Der Kreuzweg liegt in einer bewaldeten Landschaft an einem Hang oberhalb der Lourdesgrotte, am linken Ufer des Mariánsky potok, der früher Kláštorný potok hieß.

Der östliche Teil der Denkmalzone von Marianka gehört zum Landschaftsschutzgebiet Malé Karpaty. Die Wallfahrtsstätte liegt in einer von Wäldern umgebenen Umgebung der Kleinen Karpaten. Außerdem führt der Abschnitt Bratislava–Hodonín der Europäischen Kulturroute des heiligen Kyrill und Method über Marianka.

Schieferbergbau als ungewöhnlicher Ortsakzent

Neben der dritten Marienkapelle im Mariental befindet sich eine Mini-Ausstellung zum Schieferbergbau. Sie vermittelt anhand fotografischer und dokumentarischer Materialien mit fachkundiger Erläuterung einen Überblick über die Geschichte des Schieferabbaus und seiner Verarbeitung. Die Ausstellung gilt als kleinste Bergbauausstellung der Slowakei. In unmittelbarer Verbindung dazu steht ein erhaltener Schieferstollen mit drei Abbaukammern; er ist nicht öffentlich zugänglich. Die Ausstellung und der verschlossene Stollen machen den früheren Bergbau sichtbar, ohne dass daraus ein zugänglicher Rundgang unter Tage wird.

Wandern und Radfahren rund um Marianka

Für eine längere Wanderung bietet sich der ausgeschilderte Rundweg „Na Pajštún“ an. Er führt von Marianka über Borinka, Pajštún, Pod Kozliskom, Dračí hrádok, Svätý vrch und Klčovanice zurück nach Marianka. Der Weg beginnt an der SAD-Bushaltestelle oberhalb des Klosterareals in Marianka. Eine andere Verbindung ist der etwa 10 km lange Spazierweg von Marianka nach Rača über Malý Slavín, Pánova lúka und Malá Baňa.

Auch für das Fahrrad sind konkrete Routen dokumentiert. Die Radrundfahrt von Devínska Nová Ves über Devínske jazero, Stupava, Marianka und Záhorská Bystrica ist 30 km lang und weist 300 m Höhenunterschied auf. Die Radtour nach Marianka folgt dem gelben Fahrradtourismuszeichen „C“ beziehungsweise der Radroute 8008 und führt über einen Feldweg bis zum Hauptplatz von Marianka. Die Radroute „Devínske jazero – Stupava – Marianka“ endet in Marianka; ihr letzter Abschnitt führt ebenfalls über einen Feldweg.

Weitere Ortsseiten

Für Ihre weitere Orientierung finden Sie außerdem Borinka, Stupava, Lozorno und Malacky.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Malatzka.

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