Malinovo – Kleine Donau, Auwald und Kulturerbe

Malinovo wird an drei Seiten von der Kleinen Donau und ihren Flussarmen in einem großen Bogen umflossen. An beiden Ufern des Flusses verlaufen Streifen von Auwald. Die Kleine Donau bietet in Malinovo ideale Bedingungen zum Angeln, für den Wassertourismus sowie für Radtouren und Wanderungen. Damit verbindet der Ort Landschaftserlebnisse am Wasser mit einer bemerkenswert dichten Folge an Herrenhaus, Park, Kirchen, Kapellen und historischen Details.

Wasserlandschaft und Lehrpfad

Eine überschaubare Möglichkeit, Malinovo zu Fuß kennenzulernen, ist der Lehrpfad Náučný poznávací chodník. Die leichte Route führt durch das bebaute Gemeindegebiet, verfügt über acht Informationstafeln und lässt sich in weniger als einer Stunde absolvieren. Die restaurierte Kapelle Mária steht hinter der Kirche am Rand der Felder und bildet die letzte Station des Lehrpfads. So endet der Rundgang nicht nur an einer Informationstafel, sondern an einem eigenen historischen Ziel. Am Standort Žilip steht außerdem die rekonstruierte Holzboot-Attraktion Malodunajská loďka den jüngsten Besuchern zur Verfügung.

Herrenhaus, Wasserfestung und Landschaftspark

Das Herrenhaus von Malinovo steht auf den Fundamenten einer mittelalterlichen Wasserfestung mit drei Türmen und einem Wassergraben. Diese Anlage schützte den Übergang über die Kleine Donau zur Žitný ostrov. Im 17. Jahrhundert wurde das Herrenhaus von Erzbischof Szelepcsényi zu einem Schloss umgebaut; nach einem klassizistischen Umbau im 19. Jahrhundert erhielt es seine heutige Gestalt. Im Ostflügel befindet sich eine Kapelle aus dem Jahr 1677. Sie wurde im spätmittelalterlichen Renaissancestil errichtet und diente bis 1953 als Kirche.

Zum Herrenhaus gehört ein englischer Landschaftspark, der knapp fünf Hektar umfasst. Dort wachsen mehr als 200 heimische und ausländische Baumarten. Der Park ergänzt die Baugeschichte des Herrenhauses um eine deutlich landschaftliche Seite: Auf engem Raum begegnen Ihnen die Spuren der früheren Wasserfestung, die spätere Schlossgestalt und eine große Vielfalt an Bäumen.

Kirchen, Glocken und Kapellen

Die St.-Georgs-Kirche wurde 1869–1872 als neugotische Kryptakapelle der Familie Apponyi erbaut. Sie bewahrt ihren ursprünglichen Hauptaltar mit einer Statue des heiligen Georg aus rotem Marmor aus dem 18. Jahrhundert. Im Turm hängt die Glocke Juliana. Sie wiegt 400 kg und wurde von József Pozdech in Wienerneustadte gegossen.

Weitere Zeugnisse befinden sich an unterschiedlichen Punkten des Ortes. Auf dem Friedhof steht in einer verglasten Kapelle die restaurierte Figurengruppe des heiligen Johannes Nepomuk aus dem Jahr 1739. Neben dem kleinen Park befindet sich ein spätklassizistischer Glockenturm, den János Putz 1862 errichtete; seine kleinere Glocke ist bis heute funktionsfähig. Diese Bauwerke geben dem Rundgang durch Malinovo mehrere eigenständige historische Stationen, statt die Ortsgeschichte auf ein einziges Herrenhaus zu beschränken.

Kulturleben und Verbindung nach Bratislava

Die örtliche Csemadok-Organisation setzt sich für die Bewahrung und Wiederbelebung traditioneller Volksbräuche ein. Außerdem veranstaltet sie jährlich etwa 15–18 eigene kulturelle und gesellschaftliche Veranstaltungen. Für die Anreise ist relevant, dass Malinovo von einer regionalen IDS-BK-Buslinie bedient wird, die über Ivanka Pri Dunaji und Zálesie mit Bratislava verbunden ist.

Weitere Ortsauswahl

Weitere Einträge in dieser Ortsauswahl: Bernolákovo, Kaplna, Senec, Hamuliakovo, Miloslavov und Tomášov.

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