Klokočov: Natur, Routen und Kultur in der Slowakei
Unterkünfte in Klokočov
Natur zwischen Sandstein und Moorlandschaft
Klokočov verbindet markante Landschaftsformen, konkrete Routen und sakrale sowie regionale Kultur. Besonders prägend ist das Naturschutzgebiet Klokočovské skálie im Katastergebiet von Klokočov, das unter der fünften Schutzstufe steht. Seine etwa 300 Meter lange Sandsteinwand ist zwischen 2 und 20 Meter hoch und weist eine kugelförmige Absonderung auf. Zum Schutzgebiet gehören außerdem Tannen- und Tannen-Fichten-Wälder sowie Quellbereiche der Vorgebirgsstufe auf kalkfreien Gesteinen.
Eine andere Landschaftsform zeigt das Schutzgebiet Polkova. Es umfasst Übergangsmoore, oligotrophe Niedermoorwiesen, extensiv bewirtschaftete niedrighalmige Weiden und vernässte Pfeifengraswiesen. Die Klokočovské rašeliniská sind in der slowakischen nationalen Liste der Gebiete von europäischer Bedeutung eingetragen; in Klokočov gibt es zwölf solcher Gebiete. In den beschriebenen Schutzgebieten treten damit unterschiedliche Naturmotive hervor: Sandstein, Wald, Quellen, Moore und offene Wiesen.
Routen mit klaren Unterschieden
Für eine kürzere Strecke mit deutlich ausgewiesenen Maßen bietet sich die Route Na Biely Kríž z Klokočova an. Sie beginnt in Klokočov, im Ortsteil Vrchpredmier, und führt über 3,6 Kilometer mit 299 Höhenmetern Anstieg in etwa 1 Stunde und 30 Minuten. Die Route verläuft entlang des tschechisch-slowakischen Grenzgebiets. Im Winter gibt es dort eine präparierte Langlaufloipe, sodass sich der Charakter dieser Strecke saisonal unterscheidet.
Die Radroute Z Klokočova do Čadce ist mit 18 Kilometern länger und weist 300 Höhenmeter Anstieg auf. Sie eignet sich für Mountainbikes. Die beiden Routen stehen damit für unterschiedliche Arten, die Umgebung zu erleben: Die eine verbindet Klokočov mit dem Grenzgebiet und einer winterlichen Langlaufmöglichkeit, die andere führt als ausgewiesene Radroute in Richtung Čadca.
Sakrale Orte und regionale Geschichte
Oberhalb der Siedlung Pantokovci befindet sich eine kleine sakrale Anlage aus dem Jahr 1937. Sie ist etwa 1 Kilometer von der Hauptstraße entfernt zugänglich. Im Ort steht außerdem die Kirche vom Heiligsten Herzen Jesu, ein Bauwerk der Secession mit neugotischen Elementen, das von 1918 bis 1928 errichtet wurde. Zur Innenausstattung der Kirche aus dem Jahr 1928 gehört ein barockes Kruzifix aus dem 18. Jahrhundert.
Auch die Vorgebirgsgebiete der Kysuce ergänzen das Bild der Region um eine historische Dimension. Dort ist eine Siedlungsstruktur erhalten, die durch die schrittweise Besiedlung seit dem 16. Jahrhundert während der walachischen Kolonisation geprägt wurde. Zu dieser Kulturlandschaft gehören Gebäude der Volksarchitektur mit unterschiedlichem kulturhistorischem Wert. Wer Klokočov als Reiseziel auswählt, findet somit nicht nur einzelne Naturpunkte, sondern auch Hinweise auf die Entwicklung der Siedlungen und die religiöse Gestaltung des Ortes.
Weitere Orte für den Vergleich
Für den Vergleich mit weiteren slowakischen Reisezielen stehen Makov, Skalite, Stara Bystrica, Oscadnica, Korňa, Svrčinovec, Zborov Nad Bystricou und Turzovka zur Auswahl.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Čadca.