Vrútky: Wandern, Radwege und Eisenbahnkultur

Vrútky verbindet eine markante Landschaftslage mit Eisenbahngeschichte, Sakralbauten und verschiedenen Wegen für Wanderer und Radfahrer. Die Stadt liegt im nördlichen Teil des Turčianska-Beckens auf der linken Seite der Auen- und Terrassenlandschaft der Váh und am Fuß des Lúčanská-Teils der Kleinen Fatra. Damit treffen in einem Ort Flusslandschaft, Bergnähe und ein historisch geprägtes Stadtbild aufeinander.

Wandern und Radfahren rund um Vrútky

Für einen kurzen, ortsnahen Zugang zur Landschaft bietet sich der Lehrpfad Karvaša a Blahovca an. Er wurde 2021 von der Stadt Vrútky angelegt. Wer die Wanderung in Richtung Berg fortsetzen möchte, findet am Endpunkt der Karvaša-und-Blahovca-Straße Wege in Richtung Minčol und anschließend weiter zu Martinské hole.

Auch für Radtouren gibt es zwei unterschiedlich verlaufende Möglichkeiten. Die rot markierte Turčianska cyklomagistrála führt von Vrútky über Lipovec, Turčianske Kľačany und Sučany sowie durch Gemeinden am Fuß der Veľká Fatra bis nach Turčianske Teplice. Eine gelb markierte Radroute verläuft dagegen von Vrútky am Ufer der Turiec auf einem neu errichteten Radweg bis nach Martin. Je nach gewünschter Richtung lässt sich damit eine längere Verbindung durch mehrere Gemeinden oder eine Uferstrecke nach Martin wählen.

Der Rastplatz der Radwege in Vrútky verfügt über einen Unterstand, Parkplätze und Fahrradständer. Dazu kommen Ladestationen für Elektrofahrzeuge und Elektrofahrräder, eine Pumpe sowie Werkzeug für kleinere Fahrradreparaturen. Das städtische Freibad bietet Möglichkeiten zur Erholung sowie zum Freizeit- und Sportschwimmen und ergänzt die Auswahl um eine nicht ausschließlich auf Wandern oder Radfahren ausgerichtete Aktivität.

Kirchen, Synagoge und Eisenbahngeschichte

Die römisch-katholische Kirche des heiligen Johannes des Täufers wurde 1905 im neugotischen Stil erbaut und steht am Ort einer frühgotischen Kirche. Ein weiterer neugotischer Sakralbau ist die evangelische Kirche Dr. Martin Luther aus dem Jahr 1903. Die Synagoge von Vrútky wurde 1910 als neologische Synagoge erbaut und dient heute kulturellen Zwecken der Stadt Vrútky. Zusammen zeigen diese Bauwerke unterschiedliche religiöse und historische Spuren des Ortes.

Vrútky entwickelte sich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu einem bedeutenden Eisenbahnknotenpunkt. Die Dauerausstellung der Eisenbahnstadt Vrútky stellt die historische Entwicklung der Stadt von der Urgeschichte bis ins 20. Jahrhundert dar. Sie kann nach vorheriger telefonischer Vereinbarung besichtigt werden. Auf dem Gelände der Výhrevňa Vrútky befinden sich historische Eisenbahnfahrzeuge und historische Eisenbahntechnik. Für die Ortsgeschichte ist die Eisenbahn damit nicht nur ein einzelnes Ausstellungsstück, sondern ein eigener Themenbereich mit zeitgeschichtlicher Tiefe.

Die Gedenkstube für Hana Zelinová erinnert an die slowakische Schriftstellerin, die in Vrútky geboren wurde. Zu sehen sind ihre authentischen Möbel, ihr Schreibtisch, eine Sammlung ihrer in verschiedenen Weltsprachen veröffentlichten Werke und weitere wertvolle Exponate. Seit 2020 beginnt in Vrútky in der ersten Julihälfte jährlich das einwöchige Gedenk- und Wanderprogramm Memoriál Stopami ukrývaných detí.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Martin.

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