Višňové zwischen Rosinka-Tal und Malá Fatra
Višňové liegt im Žilina-Becken am Vorgebirge der Lúčanská Malá Fatra. Der Ort zieht sich auf fast 4 km Länge entlang des Bachs Rosinka durch ein Tal. Von höher gelegenen Teilen Višňovés bieten sich freie Ausblicke auf das Žilina-Becken.
Landschaft zwischen Becken und Malá Fatra
Die Višňovská dolina ist für ihre Karsterscheinungen bekannt. In diesem Tal gibt es außerdem eine Quelle. Der 1364 m hohe Minčol prägt das gesamte Umland von Višňové und bildet einen markanten Bezugspunkt für die Landschaft. Die Umgebung lässt sich daher sowohl über den Talraum als auch über die Berge der Malá Fatra lesen.
Zu den auffälligen Bergen gehört der 934 m hohe Hoblík. Er liegt in der Malá Fatra zwischen Višňové und Stráňavy. Der Aufstieg kann über eine kurze Ferrata mit zwei Schwierigkeitsgraden führen; diese Passage kann auch umgangen werden. Die bekannteste Route auf den Minčol beginnt in Višňové und verläuft auf einem blau markierten Weg.
Wandern, Klettern und Radfahren
Die Višňovská dolina bietet auch Kletterwände. In Višňové entstanden vor einigen Jahren etwa 20 Sportkletterrouten. Wer die Berglandschaft lieber auf zwei Rädern erkundet, findet den ersten Abschnitt der Rajecká cyklomagistrála: Er führt von Rosina über Višňové auf einer Asphaltstraße nach Turie. Für winterliche Unternehmungen gibt es in Višňové nicht präparierte Langlaufstrecken. Die dokumentierten Angebote reichen damit von einer markierten Bergroute und einer umgehbaren Ferrata bis zu Kletterrouten, Radfahren und Langlauf.
Kapellen, Herrenhaus und Wallfahrt
Auch die Kulturgeschichte des Ortes ist an konkreten Plätzen sichtbar. Die Farská rezidencia ist ein spätbarockes Herrenhaus aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Die Kaplnka Vysoké-Čákor steht in einer Berglandschaft am Vorgebirge der Malá Fatra bei einer Wasserquelle. Sie wurde am 25. November 1995 von Pfarrer Milan Gábriš geweiht.
Der Žulový kríž wurde am 27. Juni 1937 geweiht. Er steht auf einer Anhöhe an der Feldstraße zur Nachbargemeinde Stráňavy, zwischen stattlichen Linden. Der älteste Nachweis der verehrten Statue in Višňové stammt aus dem Jahr 1674. Jährlich versammeln sich am Samstag und Sonntag vor dem Fest Mariä Heimsuchung gläubige Menschen zu Wallfahrtsfeiern. Regelmäßige Fatima-Feiern finden an jedem 13. Tag des Monats statt.
Lokale Traditionen und praktische Orientierung
Zu den dokumentierten Bräuchen gehören beim Fašiangy-Fest traditionelle Faschingsspeisen. Beim traditionellen Stavanie mája wirkten Kinder aus dem Kindergarten und Musiker mit; auch Besucher nahmen teil, und gemeinsam wurde der Frühling begrüßt. Zu den in Višňové dokumentierten Frühlingstraditionen zählen außerdem das Verzieren von Ostereiern, Holzarbeiten, das Flechten von Korbáčs, Kreativworkshops und ein Folkloreauftritt.
Für die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist die Bushaltestelle Višňové, konečná mit Buslinien aus Žilina erreichbar. Am Ende von Višňové befindet sich vor der Schranke am Eingang zur Višňovská dolina ein Parkplatz. Diese beiden Orientierungspunkte gehören zu den klar benannten Ankunfts- und Ausgangspunkten des Ortes.
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