Rajecké Teplice – Thermalwasser, Natur und Kultur
Rajecké Teplice verbindet die Tradition einer slowakischen Kurstadt mit einer waldreichen Landschaft und vielseitigen Ausflugszielen. Der Ort liegt im südlichen Teil des Rajecká-Beckens, im bewaldeten Tal des Flusses Rajčianka, in der Umgebung der Kleinen Fatra und des Strážov-Gebirges. Für Ihre Reiseentscheidung stehen damit verschiedene Schwerpunkte offen: Thermalwasser und therapeutische Behandlungen, Naturerlebnisse, Radfahren sowie historische Orte und Verkehrsgeschichte.
Thermalwasser und Orientierung im Ort
Das Thermalwasser der Bäder von Rajecké Teplice hat eine Temperatur von 34 bis 38 °C. Es wird aus unterirdischen Quellen in ungefähr 30 m Tiefe gefasst. Im balneologischen Zentrum Aphrodite werden mehrere therapeutische Kurbehandlungen angeboten. Wer die Kurstadt zu Fuß erkunden möchte, kann außerdem das Thermalbad Laura einbeziehen: Es liegt etwa 5 bis 10 Gehminuten vom Stadtzentrum entfernt.
Eine historische Stadtbesichtigung führt zu den bedeutendsten historischen Orten und Sehenswürdigkeiten der Kurstadt. Für die Einordnung des Ortes ist auch die Eisenbahn wichtig: Die lokale Strecke Žilina–Rajec wurde 1898 und 1899 gebaut, während der Bahnhof Rajecké Teplice 1899 in unmittelbarer Nähe des Kurareals eingerichtet wurde.
Teich, Lehrpfade und Radstrecken
Das Labutie jazierko ist ein kleiner künstlicher Teich, der durch die Aufstauung beziehungsweise Einleitung des Bachs Kuneradský potok entstanden ist. Fast ständig sind dort Schwäne und Enten anzutreffen. Vom Frühjahr bis zum Herbst können auf dem Teich Boote gemietet werden; im Winter dient die Fläche zum Schlittschuhlaufen. Der Ort bietet damit je nach Jahreszeit unterschiedliche Formen der Nutzung, ohne dass der Teich seinen kleinen, künstlich geschaffenen Charakter verliert.
Für Wanderungen führt der Lehrpfad Slnečné skaly von Rajecké Teplice nach Porúbka durch die Rajecká dolina. Unterwegs verläuft er an der Naturformation Poluvsianska skalná ihla vorbei und führt weiter zum Naturschutzgebiet Slnečné skaly. Ein weiterer Lehrpfad beginnt an einem Parkplatz in Rajecké Teplice direkt neben dem Freibad Laura und ist 5,6 km lang.
Auch Radfahrer finden mehrere Rundstrecken. Der Pump track Rajecké Teplice ist für Kinder und Erwachsene sowie für Anfänger und erfahrene Fahrer geeignet. Die überwiegend asphaltierte Fahrradrundstrecke Rajeckou dolinou na dvoch kolesách (RDn2K) richtet sich an Radfahrer und Familien mit Kindern.
Museum, Kirchen und Architektur
Das Múzeum dopravy ist in der Bahnstation Rajecké Teplice untergebracht und zeigt die Entwicklung des Verkehrswesens von den frühesten Zeiten bis zur Gegenwart. Der Eisenbahnbereich umfasst eine H0-Modelleisenbahn, historische Eisenbahnbüros und eine historische Draisine für die Instandhaltung der Strecke. Damit ergänzt das Museum die Geschichte der Bahnstrecke um konkrete Modelle und Ausstattungsstücke.
Zu den jüngeren sakralen Bauwerken gehört der Kostol Božského Srdca Ježišovho, der 2000 und 2001 erbaut wurde. Am 24. November 2001 wurde er von Ján Ch. Kardinal Korec, dem Bischof von Nitra, geweiht. Der Kostolík Nanebovzatia Panny Márie entstand bereits 1909 in einem von der alpinen Architektur beeinflussten neugotischen Stil. In seinem Inneren befindet sich ein aus Holz geschnitzter Kreuzweg des Holzschnitzers Jozef Pekara aus Rajecké Teplice. Eine weitere markante Ortsansicht bietet das Gebäude der Brauerei Flámm, dessen Bau 1910 abgeschlossen wurde.
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