Vitanova zwischen Oravica, Kulturdenkmal und Naturraum

Vitanová verbindet eine dokumentierte Siedlungsgeschichte mit Flusslandschaft, Kulturdenkmälern und Naturgebieten im Umfeld des Tatranský národný park. Für Ihre Reiseentscheidung stehen damit unterschiedliche Schwerpunkte nebeneinander: historische Zeugnisse im Ort, Wander- und Landschaftserlebnisse an der Oravica sowie Thermalbäder und Wege in Richtung Oravice.

Historische Zeugnisse in Vitanová

Die dokumentierte Gründung der Siedlung Vitanová geht auf das Jahr 1552 zurück. Damals entstanden auf einer gerodeten Fläche namens „paszeky Vitanova“ eine neue Siedlung und ein Šoltýstvo. Zu den prägenden Kulturdenkmälern gehört die 1770 entstandene Säule des heiligen Rochus. Die volkstümliche Steinmetzarbeit im rustikalen Barockstil ist als nationales Kulturdenkmal ausgewiesen.

Ein weiteres historisches Zeugnis ist das Grabkreuz am Grab des ehemaligen Ortsrichters Vojtašák auf dem unteren Friedhof. Es stammt aus dem Jahr 1851 und trägt Reliefs des heiligen Martin, des heiligen Andreas und eines unbekannten Heiligen. Die römisch-katholische Pfarrkirche des Heiligsten Herzens Jesu wurde 1932 feierlich eröffnet; ihre Altäre stammen vom Meister Dlugopolský aus Trenčín. Auch ein erhaltenes Blockhaus gehört zum Ortsbild. Es besteht aus mächtigen Balken und bewahrt seine ursprünglichen Öffnungen sowie ein hölzernes Portal mit rundbogigem Eingang.

Oravica und geschützte Landschaften

Durch Vitanová fließt die Oravica, ein Nebenfluss der Orava. Der Fluss gehört zum Ramsar-Gebiet „Rieka Orava a jej prítoky“. Mit dem Wasserlauf werden Wasseramseln, Eisvögel und Fischotter verbunden. Diese landschaftliche Seite ergänzt die historischen Zeugnisse des Ortes um einen Naturraum, dessen Bedeutung über das bebaute Gebiet hinausreicht.

Im südlichen Teil des Katastergebiets von Vitanová, in der Tichá dolina, erstreckt sich das Gebiet des Tatranský národný park mit der dritten Stufe des Gebietsschutzes. In diesem zum Nationalpark gehörenden Gebiet liegt außerdem die nationale Naturreservat NPR Osobitá mit der fünften Stufe des Gebietsschutzes. Für die Einordnung einer Wanderung ist wichtig, dass es sich hier um unterschiedlich geschützte Landschaftsräume handelt und nicht um eine einheitlich beschriebene Ausflugsfläche.

Wandern, Radfahren und Thermalbäder

Wenn Sie Naturerlebnisse mit einem weiteren Ziel verbinden möchten, führt die Orientierung nach Oravice. Der Ort liegt 8 Kilometer von Vitanová entfernt; dort gibt es ganzjährig geöffnete Thermalbäder. In Vitanová und seiner Umgebung werden außerdem Möglichkeiten zum Wandern in der Natur genannt, darunter Wanderwege in der Nähe von Oravice.

Südlich von Vitanová liegt die Juráňova dolina am Zusammenfluss des Bobrovecký potok mit der Oravica. Sie gilt als leichter Spaziergang durch eine Schlucht mit schönen Ausblicken. Für Radfahrende sind im bebauten Gebiet von Vitanová Radwege entlang bestehender Ortsstraßen in Richtung der Nachbargemeinden und der Erholungszone Oravice vorgesehen. Außerhalb sollen sie über bestehende Feldwege als Zweirichtungsrouten weiterführen. Der Planungsstatus dieser Radwege bleibt dabei Teil der Beschreibung.

Weitere Akzente für Kultur und Winter

Als bedeutende kulturelle und sportliche Veranstaltung wird die Vitanovská heligónka bezeichnet. Für den Winterbereich werden beim Sessellift Vitanová–Vrchdolinka eine Länge von 965 Metern, ein Höhenunterschied von 243 Metern und eine Förderleistung von 2.400 Personen pro Stunde angegeben. Für Ski Vitanová werden 4,25 Kilometer Skipisten genannt.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Tvrdošín.

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