Uhrovské Podhradie

Uhrovské Podhradie liegt in einem tief eingeschnittenen Seitental des Bachs Radiša und verbindet eine ausgeprägte Landschaft mit bemerkenswertem Kulturerbe. Das Katastergebiet gehört zum Natura-2000-Gebiet Strážovské vrchy. Zugleich bietet der Ort einen Zugang zu markierten Wegen, zur Ruine der Burg Uhrovec und zu den historischen Spuren einer traditionellen slowakischen Siedlung. Für Ihre Reiseentscheidung ist besonders der Kontrast zwischen Naturraum, Wanderroute und Burganlage interessant.

Landschaft zwischen Radiša und Rokoš

Das nationale Naturreservat Rokoš erstreckt sich auf das Katastergebiet von Uhrovské Podhradie. Es umfasst 4,6 km², wurde 1974 unter der Kennnummer 147 ausgewiesen und unterliegt der fünften Schutzstufe. Auf dem 1.010 Meter hohen Rokoš gibt es Wald- und wärmeliebende Pflanzengesellschaften. Damit steht neben dem geschlossenen Wald auch eine besondere Pflanzenwelt im Mittelpunkt des Landschaftsbildes.

Die Bezeichnung als Natura-2000-Gebiet und die Ausweisung des Rokoš als nationales Naturreservat kennzeichnen zwei unterschiedliche Schutzbezüge innerhalb des Ortsgebiets.

Markierte Wege mit unterschiedlichen Zielen

Eine konkrete Tourenoption ist die 10 km lange Route der Vojenskej päťdesiatky. Sie beginnt in Uhrovské Podhradie und führt über markierte Wege über Kňažinové lúky und Holý vrch zum Jankov vŕšok. Die genannten Zwischenpunkte geben der Strecke eine klare Abfolge und unterscheiden sie von einem kurzen Weg zu einem einzelnen Ausflugsziel.

Von Uhrovské Podhradie führt außerdem ein grün markierter Wanderweg zur Burg Uhrovec. Am Ortsende befindet sich bei einem großen Felsen ein Parkplatz; von dort aus ist die Burg über den grün markierten Weg erreichbar. So lassen sich die beiden dokumentierten Wegmöglichkeiten getrennt betrachten: Die Route der Vojenskej päťdesiatky führt über mehrere Landschaftspunkte zum Jankov vŕšok, während der grün markierte Weg auf die Burg Uhrovec ausgerichtet ist.

Burg Uhrovec und erhaltene Baugeschichte

Die Ruine der Burg Uhrovec aus dem 13. Jahrhundert liegt in Uhrovské Podhradie und gilt als eine der wertvollsten romanischen Burgen der Slowakei. In den Ruinen sind eine spätromanische Kapelle und Türme erhalten. Zu den Bauelementen aus verschiedenen Bauperioden zählen außerdem profilierte Fenster, Portale, Gewölbe, Bastionen sowie Oberflächen und Verputze der Gebäudemauern.

Die Burg Uhrovec war an sieben Tagen pro Woche für die Öffentlichkeit zugänglich; der Eintritt erfolgte gegen eine freiwillige Spende für die Restaurierung. Für die Einordnung dieser Information ist die verwendete Vergangenheitsform maßgeblich. Aktuelle Öffnungszeiten oder heutige Eintrittsbedingungen sind damit nicht festgelegt.

Traditionelle Häuser und Handwerk

Auch das Ortsbild selbst trägt zur kulturellen Eigenart bei. Die traditionelle Architektur umfasst dreiräumige Häuser mit einem über dem gesamten Wohnteil erhöhten Wohnbereich. Vom Hof aus ist dieser Bereich über eine hölzerne Treppe und eine Laube zugänglich. Die Häuser sind verputzt und weiß gekalkt und besitzen Walmdächer mit harter Dachdeckung.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war Uhrovské Podhradie zudem ein Zentrum der Herstellung von Holztruhen mit kastenförmigem Deckel. Sie dienten der Aufbewahrung von Kleidung und Getreide. Die Truhen für Kleidung waren mit eingeritzten geometrischen Mustern verziert. Neben der Burg und dem Naturraum gehört damit auch ein konkretes lokales Handwerk zur Geschichte des Ortes.

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