Ilava: Stadtgeschichte, Wandern und Vápeč

Ilava zwischen Stadtgeschichte und Vápeč

Ilava verbindet markante historische Spuren mit Wegen in eine eindrucksvolle Berglandschaft. Wenn Sie Kultur und Wandern miteinander verbinden möchten, finden Sie hier unterschiedliche Anknüpfungspunkte: Im Ort erzählen Kirchen, Denkmäler und ehemalige historische Gebäude von vergangenen Jahrhunderten; zugleich beginnen beziehungsweise verlaufen markierte Routen in Richtung Vápeč. Auch das Hotel Moravec gehört zum Ortsbild: Das barocke, eingeschossige Gasthaus und Zollhaus wurde 1764 errichtet und ist heute unter diesem Namen bekannt.

Historische Details im Stadtbild

Ilavský hrad wurde wahrscheinlich zum Schutz von Handelswegen, der wichtigen und weithin einzigen Furt über die Waag sowie der Stadt Ilava errichtet. Der Ilavaer Glockenturm hatte ursprünglich ein Stockwerk und einen quadratischen Grundriss von 7 × 7 Metern. Bei seiner barocken Umgestaltung im Jahr 1758 kam ein zweites Stockwerk mit einem bauchigen barocken Dach hinzu. In der Allerheiligenkirche der Trinitarier sind originale barocke Kirchenbänke und eine hölzerne polychrome Kanzel erhalten.

Nahe dem städtischen Glockenturm steht das ehemalige katholische Pfarrhaus. Es war ursprünglich ein eingeschossiger Renaissancebau vom Ende des 17. Jahrhunderts. Das Gebäude der kirchlichen römisch-katholischen Schule entstand 1841–1844 und besitzt eine angrenzende Kapelle. Die Mariensäule ist eine polychrome Steinstatue der Jungfrau Maria vom Typ Immaculata. Sie wurde 1752 aufgestellt; die ursprüngliche Statue wurde zerstört und 1992 durch eine kleinere ersetzt. Das Gebäude des Ilavský pivovar steht als Denkmal unter Schutz.

Klobušice: Friedhof, Gruft und Landschaftspark

Zum Stadtteil Klobušice gehört ein englischer Landschaftspark beim ehemaligen Herrenhaus der Familie Sipekyovci. Der Park umfasst etwa 7 Hektar. Ebenfalls dort befindet sich die 1895 fertiggestellte Gábor-Baross-Gruft. Das Leben und künstlerische Schaffen des bedeutenden Malers Joža Uprka sind ebenfalls mit Klobušice verbunden.

Der alte jüdische Friedhof von Ilava erinnert an die örtliche jüdische Gemeinschaft, die dort mehrere Jahrhunderte bis zum Zweiten Weltkrieg lebte. Im oberen Bereich befinden sich die Gräber des Rabbiners David Lewin (1838–1908) und seiner Angehörigen. Die Friedhofskapelle ist der Verehrung der Jungfrau Maria gewidmet und wurde 1906 errichtet. Wenn Sie die Geschichte des Ortes vertiefen möchten, kann eine Führung im Stadtmuseum den Besuch der Krypta in der Pfarrkirche einschließen. Auch die Gábor-Baross-Gruft in Klobušice kann Bestandteil einer solchen Führung sein.

Wandern zum Vápeč und Ausblicke über die Berge

Der markierte Wanderweg Ilava–Sokol–Vápeč führt vom Bahnhof Ilava über Sokol und die Siedlung Háj zum Vápeč. Eine weitere Route, Ilava–Vápeč–Homôlka, führt in das Nationale Naturreservat Vápeč, das als kalk-dolomitische felsige Dominante gilt. Sie eignet sich auch für Wanderer, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen. Vom Gipfel des Vápeč bietet sich ein ungehinderter Rundumblick von 360 Grad auf die Kleine Fatra, die Martinské hole, Strážov, Mojtín, Manín, die Vršatské bradlá und einen Teil der Großen Fatra.

Für Wassersportinteressierte bietet die Abteilung PEREJ des TJ Sokol Ilava auch Aktivitäten für Menschen ohne Erfahrung im Wassersport an. Ab 1996 veranstaltete PEREJ öffentliche Flussfahrten. Zu den in den Ferien vorbereiteten Angeboten gehörten Flussfahrten auf der Waag von Ilava nach Nemšová. Der traditionelle Bartolomejský jarmok in Ilava feiert das Ende des Sommers und die reiche Ernte.

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