Bolešov: Stausee, Naturdenkmal und Kultur

Bolešov verbindet Landschaft, saisonale Naturerlebnisse und bemerkenswerte Kulturdenkmäler. Das Gemeindegebiet ist Teil des Ilava-Beckens und reicht teilweise in das Landschaftsschutzgebiet Weiße Karpaten hinein.

Landschaft rund um Bolešov

Dračia studňa ist ein geschütztes Naturdenkmal im Bolešov-Tal. Es wurde 1993 zum Schutz einer Tuffkuppe als Georelief-Form unter Schutz gestellt. Diese Tuffkuppe gilt als die größte in den Weißen Karpaten. Zum Naturdenkmal gehören Wasserfälle, die besonders im Frühjahr nach der Schneeschmelze hervortreten. Im Winter bilden sich dort Eiszapfen. Damit zeigt Dračia studňa einen deutlich jahreszeitlichen Charakter, ohne dass die Naturkulisse auf eine einzige Reisezeit festgelegt ist.

Auch der Stausee Bolešov Gilianka gehört zu den dokumentierten Ausflugszielen des Ortes. In den Sommermonaten wird er zum Baden und Angeln genutzt. Für Ihre Reiseplanung lässt sich damit ein Unterschied zwischen einem sommerlich geprägten Aufenthalt am Wasser und einem Besuch der saisonal wechselnden Naturerscheinungen von Dračia studňa erkennen.

Wanderroute und Orientierung

Der Lehrpfad Bolešov–Krivoklát ist mit dem Bus bis Bolešov und anschließend zu Fuß über 4,5 km auf einem grün markierten Wanderweg erreichbar. Dabei sind 95 m Höhenunterschied zu bewältigen. Die Route ist damit als Kombination aus Busanreise und anschließendem Fußweg beschrieben. Außerdem führt die Route Trenčiansky okruh durch Bolešov. Beide Angaben geben Ihnen konkrete Orientierung für eine Reise, bei der Sie den Ort nicht nur als Unterkunftsstandort, sondern auch als Ausgangspunkt einer festgelegten Wegstrecke betrachten.

Kirche, Herrenhaus und lokale Kultur

Die Kirche des heiligen Apostels Andreas ist die Pfarrkirche von Bolešov. Sie wurde 1937–1939 nach dem Entwurf des Architekten Michal Milan Harminc erbaut und 1939 konsekriert. Die Haupt- und Seitenaltäre mit Mosaiken stammen aus der Bauzeit. Wer sich für Architektur und Innenräume interessiert, findet hier daher ein Bauwerk, dessen Entstehung, Gestaltung und Ausstattung eng mit den Jahren 1937–1939 verbunden sind.

Das Herrenhaus von Bolešov entstand ursprünglich als Renaissance-Herrenhaus aus dem 17. Jahrhundert. Im 18. Jahrhundert wurde es barock umgestaltet, bevor es in den Jahren 1870–1880 romantisch überformt wurde. Das ursprüngliche Renaissance-Herrenhaus ist zugleich das älteste architektonische Denkmal der einst selbstständigen Gemeinde Piechov, die heute zu Bolešov gehört. Diese historische Abfolge macht das Gebäude zu einem Beispiel für mehrere aufeinanderfolgende Gestaltungsepochen, nicht nur für einen einzelnen Baustil.

Weitere Ortsbezüge liegen in unterschiedlichen historischen und gesellschaftlichen Zusammenhängen. Der jüdische Friedhof befindet sich hinter JRD Bolešov. Bolešovské hody gehören zu den jährlich in Bolešov veranstalteten kulturell-gesellschaftlichen Veranstaltungen. In der näheren Umgebung liegt außerdem die Kirche von Pominovec im Kataster von Sedmerovec, zwischen Bolešov und Pruské, inmitten von Feldern. Sie ist über einen Feldweg von Sedmerovec oder über einen befestigten Weg vom ehemaligen Bahnhof aus erreichbar.

Für die weitere Orientierung innerhalb des übergeordneten Umfelds können Sie auch Dubnica Nad Váhom, Sedmerovec, Dulov, Borčice, Nová Dubnica und Pruské aufrufen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Ilava.

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