Nováky: Stausee, Kultur und Bergbaugeschichte
Nováky liegt im Oberen-Nitra-Becken und verbindet eine markante Wasserlandschaft mit Spuren der Bergbaugeschichte und bedeutenden Kulturdenkmälern. Der Fluss Nitra fließt durch den westlichen Teil der Stadt. Für Ihre Reiseplanung ergeben sich dadurch unterschiedliche Schwerpunkte: Aktivitäten am Wasser, Naturbeobachtungen, sakrale Bauwerke und historische Zeugnisse der industriellen Entwicklung stehen nebeneinander.
Stausee und Kanusport
Der Nováky-Stausee, örtlich auch Novácke jazero genannt, umfasst 18 Hektar. Besucher nutzen seine Ufer zum Spazierengehen, Laufen, Kanufahren, Radfahren und Angeln. Damit dienen die Seeufer verschiedenen wasserbezogenen Freizeitaktivitäten.
Seine Entstehung steht zugleich mit der Industriegeschichte der Stadt in Verbindung: Der Stausee wurde in den 1950er-Jahren zur Kühlung der technischen Anlagen des Wärmekraftwerks Nováky und zur Regulierung des Durchflusses der Nitra errichtet. Am See hat der Klub für Rennkanusport Nováky seine Basis. Auch die Novácka päťstovka gehört zu diesem Themenbereich. Sie ist eine traditionelle Kanusportveranstaltung; 2026 fand ihre 54. Ausgabe statt.
Feuchtgebiete und Landschaft im Nitra-Tal
In der näheren Umgebung von Nováky liegen die Novácko-Košské-Feuchtgebiete zwischen Nováky und Prievidza nahe den Flüssen Nitra und Handlovka. Sie entstanden infolge bergbaubedingter Bodensenkungen, durch die sich seit etwa 1985 Wasserflächen und Feuchtgebiete bildeten. In diesen Feuchtgebieten wurden Amphibien, Reptilien, Fische, Insekten, Vögel und verschiedene Pflanzenarten nachgewiesen. Die Landschaft zeigt damit eine besondere Verbindung von Bergbaufolgen, Wasserflächen und vielfältigen Lebensräumen.
Verkehr und räumliche Orientierung
Durch Nováky führen die Straßen I/9 und I64. Am Rand der Stadt verläuft außerdem die Eisenbahnstrecke 140 von Nové Zámky nach Prievidza. Diese beiden Verkehrsachsen ordnen Nováky innerhalb der Region ein, ohne den Ort auf eine reine Durchgangsstation zu reduzieren: Im Stadtgebiet und in der näheren Umgebung liegen ebenso Natur- und Kulturthemen, die sich unabhängig voneinander betrachten lassen.
Kirchen, Denkmäler und Bergbaugeschichte
Die Kirche des heiligen Nikolaus zählt zu den bedeutendsten sakralen Denkmälern von Nováky. Die heutige Kirche wurde von 1700 bis 1703 im klassizistischen Stil am Standort einer älteren Kirche errichtet. Die Kapelle der heiligen Juliana diente als Begräbniskapelle. Ihr zentraler kreisförmiger Grundriss und die überwölbende Kuppel geben dem Bauwerk eine klar erkennbare architektonische Form.
Eine weitere historische Sehenswürdigkeit ist die Elekovská-Majtényiho kúria. Sie wurde zu Beginn des 16. Jahrhunderts im Renaissancestil als Sitz des niederen Adels errichtet, ist seit 1963 ein nationales Kulturdenkmal und in der zentralen Denkmalliste der Slowakischen Republik eingetragen. Das Denkmal der Bergleute von Nováky erinnert an Generationen von Bergleuten, die durch ihre Arbeit die Entwicklung der Stadt maßgeblich mitprägten. Die Uhoľná stopa ist ein lehrreicher Bergbaupfad über die Bergbaugeschichte der Region.
Auch jüngere historische Bezugspunkte gehören zum Stadtbild. Das SNP-Denkmal befindet sich am Námestie SNP vor dem Stadtamt Nováky. In Nováky besteht seit 1941 ein Kloster des Ordens Notre Dame.
Gebirge und weitere regionale Ziele
Im größeren Landschaftsrahmen liegt das Vtáčnik-Gebirge zwischen Prievidza, Handlová, Nováky und Partizánske. Dort bestehen Möglichkeiten zum Wandern und Mountainbiken. Für die weitere Orientierung in derselben übergeordneten Region können Sie außerdem Veľká Čausa, Nitrica, Cigeľ, Diviaky Nad Nitricou, Temeš, Ráztočno, Lehota Pod Vtáčnikom und Šútovce ansehen.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Prievidza.
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