Vrchteplá – Landschaft, Radrouten und Erinnerungskultur
Vrchteplá verbindet geschützte Landschaften, Wege durch die Umgebung der Manínska tiesňava und eine ausgeprägte Erinnerungskultur. Der Ort liegt im Landschaftsschutzgebiet Strážovské vrchy, in unmittelbarer Nähe des Nationalen Naturreservats Manínska tiesňava und inmitten der Súľovské skaly. Für Ihre Reiseplanung ergibt sich daraus eine ungewöhnliche Verbindung aus Naturerlebnis, Wandern, Radfahren und slowakischer Geschichte.
Landschaft und Lehrpfad
Der Lehrpfad Manínska tiesňava ist ein 15,8 Kilometer langer, selbstgeführter Rundwanderweg mit zwölf Stationen. Die Gehzeit beträgt fünf bis sechs Stunden, der Weg ist ganzjährig begehbar. Zum Lehrpfad gehört auch der Abschnitt tiesňava pod Vrchteplou. Damit lässt sich die Schlucht nicht nur als Landschaftsraum, sondern auch über die Stationen des Lehrpfads erschließen.
Für eine kürzere oder anders nutzbare Strecke ist der erste Abschnitt in Richtung der Schlucht unterhalb von Vrchteplá relevant. Er verläuft entlang einer Staatsstraße, ist mit Informationstafeln ausgestattet und mit dem Fahrrad oder Kinderwagen befahrbar. Die konkrete Wegeführung unterscheidet sich damit deutlich vom vollständigen Rundwanderweg: Hier steht ein befahrbarer Abschnitt mit Informationen im Vordergrund, während der gesamte Lehrpfad eine längere Wanderung mit zwölf Stationen bildet.
Radwege mit unterschiedlichen Routenprofilen
Vrchteplá ist in mehrere beschriebene Radverbindungen eingebunden. Eine MTB-Verbindung führt von Prečín über Bodiná, Vrchteplá, Kostolec, Plevník-Drienové und Lávka nach Mikšová. Dort schließt sie an die Vážska cyklomagistrála an; in Prečín besteht außerdem der Anschluss an die Rajecká cyklomagistrála.
Die Radroute Považský hrad–Manínska Tiesňava führt ebenfalls nach Vrchteplá. Ab dem Wegweiser in der Ortschaft wird sie auf der blau markierten Radroute fortgesetzt. Eine weitere Route verläuft über den Kamm Hoľazne genau an der Grenze zwischen Vrchteplá und Plevník-Drienové zur Havrania skala. Von dort reicht der Ausblick auf Veľký und Malý Manín, die Javorníky, den Mikšovská-Stausee sowie Bytča und die Umgebung.
Auch die Verbindung von Vrchteplá nach Súľov hat einen klar beschriebenen Charakter: Sie führt über Asphalt und Schotter zum Sattel unterhalb der Havrania skala und steigt anschließend durch die Gegend Čierny potok zur Staatsstraße nach Súľov-Hradná ab. Bei geeigneten Schneeverhältnissen gibt es außerdem eine Langlaufverbindung von Považská Teplá über Vrchteplá nach Súľov.
Erinnerungsorte und örtliche Traditionen
Auf dem Hügel Hôrka oberhalb des Ortszentrums steht das Denkmal für die im Slowakischen Nationalaufstand Gefallenen. Dort wurden die in der näheren Umgebung gefallenen Partisanen beigesetzt; die heutige Gestalt des Denkmals stammt aus dem Jahr 1978. Rund um das Denkmal kommen seit 1977 Astronomen zur Beobachtung des Meteorschauers der Perseiden zusammen.
In der ehemaligen Grundschule befindet sich die Pamätná izba SNP. Seit 1979 können sich Besucher dort ausführlicher mit den Ereignissen des Slowakischen Nationalaufstands vertraut machen. Das Gebäude der ehemaligen Grundschule dient bis heute auch als Kapelle. So stehen am selben Ort ein Erinnerungsraum und ein weiterhin genutztes religiöses Gebäude nebeneinander.
Der Jahreskalender umfasst mehrere feste Termine. In Vrchteplá finden jedes Jahr am 29. August Feiern zum Slowakischen Nationalaufstand statt. Am 30. April gibt es am SNP-Denkmal eine Kranzniederlegung anlässlich der Befreiung von Vrchteplá; am selben Tag findet in Vrchteplá außerdem das beliebte Maibaumaufstellen statt. Im April wird zudem der touristische Wandermarsch Jilemnického 25-ka in Vrchteplá veranstaltet.
Weitere Orte
Stupné, Sádočné, Pružina, Waagbistritz, Ďurďové, Kostolec, Brvnište und Domaniža
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Považská Bystrica.
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