Zubák in den Weißen Karpaten: Kultur und Route 23
Landschaft im Tal des Zubák
Zubák liegt im nördlichen Teil der Weißen Karpaten, im oberen Abschnitt des gleichnamigen Tals und im Tal des Bachs Zubák. Das Gemeindegebiet erstreckt sich über Höhen zwischen 400 und 854 Metern, während der Ortskern auf 420 Metern liegt. Diese unterschiedlichen Höhenangaben machen deutlich, dass zum Ort nicht nur der kompakte Dorfkern, sondern auch ein weiter gefasstes Gemeindegebiet gehört. In Zubák befindet sich außerdem eine schwefelhaltige Mineralquelle. Von Žrnova aus bieten sich Aussichtsmöglichkeiten.
Kirchen, Kapellen und historische Holzhäuser
Ein markantes Zeugnis der Ortsgeschichte ist die römisch-katholische Kirche des heiligen Vendelin. Sie stammt aus dem frühen 19. Jahrhundert und steht an der Stelle einer älteren Holzkirche. Ergänzt wird dieses sakrale Erbe durch die Kapelle der Unbefleckten Empfängnis der Jungfrau Maria. Rudolf, Eduard und Martin Slabý errichteten sie 1944 und kümmern sich bis heute um ihre Erhaltung.
Auch die Kapelle des heiligen Vendelin verbindet Ortsgeschichte mit einer konkreten Erinnerung: Sie wurde in den 1920er-Jahren aus Dankbarkeit nach dem Ende einer Viehseuche errichtet. Heute gehört sie zur römisch-katholischen Kirche in der Pfarrei Zubák. Wer sich für traditionelle Bauformen interessiert, findet im Gemeindegebiet außerdem Holzhäuser aus dem 19. Jahrhundert. Sie besitzen drei Räume und häufig ein Obergeschoss sowie eine Laube; charakteristisch ist bei diesen Häusern auch ein rückseitiges Satteldach aus Stroh.
Lebendige Bräuche im Jahreslauf
Die örtlichen Traditionen sind nicht nur an Gebäude gebunden. In Zubák finden jedes Jahr ein Faschingsumzug durch die Gemeinde und das symbolische Begräbnis des Basses mit anschließender Unterhaltung statt. Zur Lucia-Tradition gehören verhüllte Mädchen, die am Lucia-Tag von Haus zu Haus gehen und mit Gänseflügeln symbolisch böse Kräfte vertreiben. Auch die Nikolaus-Tradition wird fortgeführt: Jungen verkleiden sich als Nikolaus und Teufel, verteilen Süßigkeiten an Kinder und verlesen scherzhafte Nachrichten aus dem vergangenen Gemeindejahr.
Route 23 und Spuren der Forstbahn
Für eine aktive Erkundung ist die Route 23 Mestečko–Zubák–Lednica–Lednické Rovne ein klar beschriebener Anhaltspunkt. Sie verläuft mit derselben Markierung durch das gesamte Dorf Zubák und ist als mittelschwer eingestuft. Für diese Route wird die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln empfohlen, weil Anfang und Ende nicht identisch sind. Dieser Unterschied ist für die Planung wichtiger als eine einfache Hin- und Rückstrecke: Die Route verbindet mehrere Orte und verlangt deshalb eine andere Anreiseüberlegung.
Zur Geschichte des Gemeindegebiets gehört außerdem eine Forstbahn, die von Lednické Rovne in das Katastergebiet von Zubák in den Weißen Karpaten führte. Am 15,6. Kilometer wurde dort ein als „Lazy“ bezeichnetes Eisenbahndreieck angelegt. Es war Teil der Forstbahn und diente zum Wenden der Lokomotive. Damit stehen neben Kirchen, Kapellen und Holzhäusern auch Verkehrs- und Technikgeschichte als eigenständige Themen neben der Route 23.
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