Štefanov: Kultur und Landschaft im Záhorie

Štefanov verbindet eine markante Landschaftslage mit einer ungewöhnlich dichten Folge kleiner Kulturdenkmäler. Der Ort liegt am Übergang der Chvojnická pahorkatina und der Borská nížina. Durch Štefanov fließt der Štefanovský potok; der südliche Teil liegt in der Aue des Flusses Myjava. Das Katastergebiet wird überwiegend landwirtschaftlich genutzt und ist teilweise mit Akazienwald bedeckt. Wer eine Unterkunft im Záhorie sucht, findet hier daher keinen austauschbaren Ortsnamen, sondern einen Ort, dessen Charakter sich aus Landschaft, sakraler Architektur und regionaler Geschichte erschließt.

Kirche und historische Ortsmitte

Ein zentraler Orientierungspunkt ist die römisch-katholische Kirche St. Katharina von Alexandrien in Štefanov. Sie wurde 1937 erbaut und ist neugotisch. Das Gebäude steht an der Stelle einer älteren Kirche aus dem Jahr 1561. Im Inneren besitzt es einen dreischiffigen Raum mit polygonalem Presbyteriumsabschluss und einem vorgestellten Turm. Diese Kombination aus Bauzeit, Stil und älterem Kirchenstandort macht die Kirche zu einem besonders anschaulichen Zeugnis für die Entwicklung des Ortes.

Zum kulturellen Bild von Štefanov gehören außerdem mehrere kleinere Sakraldenkmäler. Außerhalb des bebauten Ortsgebiets steht die 1882 errichtete Kapelle der Sieben Schmerzen Mariens. In ihr befindet sich eine Pietà-Statue; die Kapelle wurde 2013 restauriert. Auf dem Friedhof steht eine pseudoklassizistische steinerne Kalvarienbergdarstellung aus dem Jahr 1921, die der Firma A. LOOS aus Brünn zugeschrieben wird. Vor der Kirche befindet sich ein Pfeilerkreuz aus dem Jahr 1879 mit volkstümlichen Darstellungen Christi und der Jungfrau Maria.

Kreuze, Kapellen und regionale Traditionen

Auch die kleineren Denkmäler erzählen von lokalen Stiftungen und religiöser Erinnerung. Die Kapelle des heiligen Florian wurde 1921 vor dem Feuerwehrhaus errichtet. Nach einer Reparatur wurde ihre Laterne geöffnet und eine Statue des heiligen Florian eingesetzt. Die Statue des heiligen Johannes Nepomuk in Štefanov wurde 1788 vom Müller Andrej Klena gestiftet.

An der ehemaligen Siedlung der Horných-(Juračkových-)Mühle an der Straße nach Senica steht ein steinernes Kreuz aus dem Jahr 1905. Es wurde von Jakub Klena und seiner Frau Mária errichtet. Die ehemalige Mühle bleibt dabei ausdrücklich Teil der historischen Einordnung des Ortes. In der Umgebung von Štefanov befindet sich bei der Siedlung U Hríchu eine „Ecce-Homo“-Statue, die um 1690 geschaffen und aufgestellt wurde. Sie ist restauriert und zugänglich.

Štefanov gehört im Záhorie außerdem zu den Orten mit einer langjährigen Faschingstradition. Im Park im Ortszentrum bei der Schule steht ein Denkmal für Rotarmisten, die bei der Befreiung im Katastergebiet von Štefanov ums Leben kamen. Das Denkmal wurde 1945 über einem gemeinsamen Soldatengrab errichtet. Damit reicht das kulturelle Spektrum des Ortes von religiösen Bildwerken und Volksfrömmigkeit bis zur Erinnerung an die Ereignisse des 20. Jahrhunderts.

Anreise mit Regionalbussen

Für die Anreise mit dem Regionalbus sind zwei Strecken genannt: ARRIVA Trnava führt die Regionalbuslinie 205 405 auf der Strecke Senica–Štefanov–Gbely. SKAND führt die Regionalbuslinie 206407 auf der Strecke Skalica–Štefanov–Senica.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Štefanov.

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