Opátka: Bergbaugeschichte, Schutzgebiet und Wanderwege

Opátka verbindet die Geschichte des Bergbaus mit einer Landschaft, die außerhalb des bebauten Siedlungsbereichs zum Natura-2000-Schutzgebiet und Vogelschutzgebiet Volovské vrchy gehört. Der Ort eignet sich damit für eine Reise, bei der historische Spuren, Natur und markierte Wege nebeneinanderstehen. Besonders anschaulich wird Opátka dort, wo die Geschichte nicht nur in Jahreszahlen, sondern auch in Bauwerken und überlieferten Ortsstrukturen begegnet.

Ein Ort mit Bergbaugeschichte

Opátka wurde 1324 erstmals unter dem Namen Apokapotoka erwähnt. Während einer Blütezeit des Bergbaus erreichte der Ort 1808 mit etwa 500 Einwohnern seine höchste Bevölkerungszahl. Nach der Einstellung des Kupfererzabbaus sowie der anschließenden Stilllegung und Auflösung der Kupferhütte, vermutlich wegen Unrentabilität gegen Ende des 19. Jahrhunderts, begann Opátka allmählich wirtschaftlich und gesellschaftlich zu verfallen. Diese Entwicklung gehört zum historischen Charakter des Ortes und erklärt, warum die Spuren des Bergbaus einen so wichtigen Platz in seiner Geschichte einnehmen. Opátka war lange in zwei Teile gegliedert, die der moldauischen und der Zipser Gespanschaft zugeordnet waren. Beide Teile hatten jeweils eine Mühle, einen Friedhof und ein Wirtshaus. Ein weiteres historisches Zeugnis ist die Kirche des heiligen Florian. Sie wurde 1784 erbaut und 1845 sowie Ende des 19. Jahrhunderts restauriert. An der Stirnseite ihres Triumphbogens befinden sich Halbfiguren zweier Bergleute. Die Darstellung ist eine volkstümliche Malerei aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Auch das Verwaltungsgebäude der Kupferhämmer verweist auf diese Vergangenheit. Es handelt sich um einen eingeschossigen spätbarocken Bau mit zwei Trakten und einem Mansarddach aus den 1770er Jahren. Das Gebäude ist derzeit bewohnt und befindet sich in Privatbesitz. Für Ihre Ortsorientierung ist diese Unterscheidung wichtig: Die Baugeschichte lässt sich benennen, doch der heutige Status des Gebäudes gehört ebenso zur Beschreibung wie sein historischer Wert.

Geschützte Landschaft und markierte Wege

Außerhalb des bebauten Siedlungsbereichs liegt das Katastergebiet von Opátka im Natura-2000-Schutzgebiet und Vogelschutzgebiet Volovské vrchy. Eine der bedeutendsten touristischen Attraktionen, die mit Opátka verbunden werden, ist der Aussichtsgipfel Kojšovská hoľa. Zusammen mit den markierten Wegen ergibt sich daraus eine Verbindung von Ortsgeschichte und Landschaftserlebnis, ohne dass beide Bereiche dasselbe bieten. Durch Opátka verläuft ein blau markierter Wanderweg. Nach Norden führt er über den Wegweiser ATC turistclub auf 330 m Höhe bis zum Erholungsgebiet Ružín–Košické Hámre am Ružín-Stausee. In südlicher Richtung führt der blau markierte Wanderweg zum Wegweiser Idčianske sedlo auf 954 m Höhe. Die beiden Richtungen machen unterschiedliche Wegziele sichtbar: Im Norden steht das Erholungsgebiet am Stausee im Mittelpunkt, im Süden ein höher gelegener Wegweiser. Zusätzlich beginnt in Opátka ein blau markierter Radwanderweg, der nach Košice führt.

Begegnungen auf der MIMI farma

Eine andere Form des Erlebens bietet die MIMI farma in Opátka. Dort können Sie bei einer Begegnung mit einem Imker lebende Bienen aus der Nähe beobachten. Zum Angebot gehört außerdem die praktische Herstellung von Kerzen aus Bienenwachs. Ergänzend wird die Verkostung slowakischen Honigs angeboten. Die MIMI farma setzt damit einen eigenen Akzent neben den historischen Bauwerken und den markierten Wander- und Radwegen: Im Mittelpunkt stehen Bienen, Handarbeit und ein konkreter Einblick in slowakischen Honig. Wenn Sie weitere Orte für Ihre Slowakei-Reise vergleichen möchten, finden Sie ergänzend Malá Ida, Košická Belá, Medzev, Moldava Nad Bodvou, Bukovec, Budimír, Vyšný Medzev und Turňa Nad Bodvou.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Košice-Okolie.

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