Hnilčík: Bergbaugeschichte, Bergwege und Mraznica
Hnilčík verbindet eine stark bewaldete, gebirgige Landschaft mit Spuren des Bergbaus, aussichtsreichen Wegen und Wintersport. Das Gebiet gehört zum Erholungsgebiet Slovenský raj. Dadurch stehen hier unterschiedliche Reiseerlebnisse nebeneinander: montane Lehrpfade führen zu Bergbauzeugnissen, Rundwege erschließen die Umgebung, und im Ski- und Freizeitsportzentrum Mraznica gibt es alpinen Skisport; das separate Langlaufgebiet Grajnár ist von dort aus zu Fuß erreichbar.
Bergbaugeschichte auf Wegen und in der Ausstellung
Ein Ausgangspunkt für die Ortsgeschichte ist die Museumsausstellung des Banský skanzen Hnilčík. Sie befindet sich in einem ehemaligen Schulgebäude im Ortsteil Jerohuta, nahe dem Gemeindeamt, und behandelt die Geschichte von Hnilčík. Zum Banský skanzen gehören vier montane Lehrpfade: A Roztoky, D Údolím Železného potoka, C Grétla und B Bindt.
Der Lehrpfad zur Bergbaugeschichte ist als selbstgeführter Fußweg ganzjährig begehbar. Die Routen A und D sind linienförmig angelegt, während B und C als Rundwege verlaufen. Die Roztoky-Route beginnt an der Bushaltestelle Hnilčík, Zajac, führt durch das Ráztoky-Tal und erreicht den Stollen Ľudmila. Wer die vier Routen zu einer gemeinsamen Runde verbindet, kommt auf eine etwa 22 Kilometer lange Strecke mit mehr als 800 Höhenmetern. Damit unterscheiden sich die einzelnen Teilstücke deutlich von der verbundenen Gesamtrunde.
Wandern, Radfahren und Panoramablicke
Hnilčík bietet drei Wanderrundwege mit einer Gesamtlänge von 14 Kilometern. Sie führen zu einer Steinsiedlung, zwei Aussichtspunkten und einer kleinen Via Ferrata auf dem Stangenberg-Hlinisko. Zum Wandernetz gehört außerdem ein interessanter und leichter Radweg. Eine weitere landschaftliche Verbindung bildet die Route SR28 am südlichen Kamm der Hnilecké vrchy: Sie beginnt in Hnilčík auf 650 Metern Höhe und bietet Panoramablicke über die gegliederte Landschaft der Region Spiš.
Mit OBRI V RAJI gibt es außerdem einen Naturerlebnispark, der in einem ehemaligen Steinbruch in Hnilčík errichtet wurde. Der Ort verbindet damit natürliche Geländeformen und unterschiedliche Formen der aktiven Erkundung, ohne dass die Bergbaugeschichte nur auf die Museumsausstellung beschränkt bleibt.
Wintersport in Mraznica
Für die kalte Jahreszeit ist das Ski- und Freizeitsportzentrum Mraznica ein eigenständiger Schwerpunkt. Es verfügt über drei Skilifte, insgesamt 3.000 Meter künstlich beschneite Pisten und eine längste Abfahrt von 1.650 Metern. Ein Kinder-Skibereich umfasst ein Förderband, Hindernisse, einen Seillift und Skischullehrer. Das Langlaufgebiet Grajnár ist vom Ski- und Freizeitsportzentrum Mraznica aus zu Fuß erreichbar. So liegen alpine Abfahrten, ein gesonderter Kinderbereich und Langlaufangebote in derselben örtlichen Erlebnislandschaft.
Kirchen und Ortsgeschichte
Auch die Kirchen bewahren konkrete historische Bezüge. Die Pfarrkirche „Farský kostol povýšenia sv. Kríža Kristovho“ in Hnilčík wurde 1792 zunächst als Holzkirche errichtet. In Jerohuta, auch Dolný Hnilčík genannt, begann die Filialkirche „Kostol Narodenia Panny Márie“ 1830 als hölzerner Glockenturm. Zu ihrer Ausstattung gehört ein Hauptaltar mit einer Statue der Jungfrau Maria, die vom Holzschnitzer František Repčík aus Spišská Nová Ves geschaffen wurde.
Orientierung im Ort
Zum regionalen öffentlichen Verkehr in Hnilčík gehören die Haltestellen cesta Bindt, chotár, Kira, kostol, Sekel, slobodáreň, Zajac und Zimná dolina. Für die Einordnung der Bergbauwege ist besonders die Haltestelle Hnilčík, Zajac mit der Roztoky-Route verbunden. Die verschiedenen Landschafts- und Ortsbezüge lassen sich außerdem mit Jamnik, Spišské Vlachy, Markušovce, Hnilec, Teplička, Rudnany, Slovinky und Smizany ergänzen.
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