Šimonovce: Dorfanger, Toleranzkirche und Kulturlandschaft
Zwischen Rimava-Aue und historischem Dorfkern
Šimonovce liegt im südlichen Teil des Beckens Rimavská kotlina, in der Aue der Rimava. Das Gemeindegebiet ist unbewaldet und verbindet ebenes mit hügeligem Gelände. Auffällig sind die ausgeprägten Terrassen, unter denen tertiäre Mergel, Tonsteine und Sandsteine liegen. Diese Gesteine sind von Flussablagerungen und Lösslehmen bedeckt. Wer sich für die Landschaft rund um den Ort interessiert, begegnet daher keinem einheitlichen Relief, sondern einem Wechsel aus flacheren und stärker gegliederten Bereichen.
Ein Dorfkern mit klar erkennbarer Struktur
Der historische Charakter von Šimonovce zeigt sich besonders in der Denkmalzone. Dort ist eine nahezu intakt erhaltene, lineare Bebauung um einen breiten, länglich-rechteckigen Dorfanger angeordnet. Durch diesen Anger führt eine Straße. Die Denkmalzone wurde 1996 ausgewiesen und bewahrt damit eine deutlich ablesbare Ortsstruktur, die nicht nur aus einzelnen Gebäuden, sondern aus ihrem räumlichen Zusammenhang besteht.
Die überwiegend aus dem 19. Jahrhundert stammenden Häuser sind an der Straße gereiht. Viele besitzen drei oder mehr Räume und gruppieren sich um die verbreiterte Straße. Als Baumaterial wurden Lehmwellersteine und Ziegel verwendet; die Gebäude sind verputzt und gekalkt. Für Sie entsteht so ein anschauliches Bild davon, wie sich ein historischer ländlicher Ortskern über seine Bebauung, seine Grundstücksordnung und den Verlauf des öffentlichen Raums erkennen lässt.
Toleranzkirche und klassizistische Kurie
Die reformierte Toleranzkirche ist das älteste Denkmal von Šimonovce. Sie wurde 1790 auf älteren Fundamenten errichtet. Zusammen mit der Denkmalzone bildet sie einen wichtigen Anhaltspunkt für die historische Betrachtung des Ortes: Die Kirche steht für einen konkreten Bau aus dem späten 18. Jahrhundert, während die umgebende Ortsstruktur vor allem durch ihre Bebauung des 19. Jahrhunderts geprägt ist.
Die klassizistische Kurie in Šimonovce wurde in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts erbaut. Sie ist ein eingeschossiger Baukörper mit rechteckigem Grundriss. Auf der Hofseite befindet sich eine ursprüngliche Säulenloggia. Der Zustand der Kurie gilt als schlecht; eine ihrer Fassaden wurde modernisiert und stark verändert.
Ein Kulturdenkmal und eine Fahrradroute
Ein weiteres Zeugnis der örtlichen Baugeschichte ist das Volkswohnhaus in Šimonovce 109. Es handelt sich um ein Backsteinhaus aus dem Jahr 1863. Das Volkswohnhaus mit Areal wurde 1963 zum nationalen Kulturdenkmal erklärt.
Eine andere Perspektive auf den Ort bietet eine Fahrradroute von Rimavská Sobota über Jesenské und Šimonovce zum Stausee Hostice. Sie verläuft auf asphaltierten Straßen und ist für verschiedene Fahrradtypen geeignet. Wenn Sie Šimonovce nicht nur über einzelne Baudenkmäler, sondern auch über eine Verbindung zwischen mehreren Orten wahrnehmen möchten, ergänzt diese Route die historische Ortsbetrachtung um einen klar beschriebenen Verlauf.
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