Zum Inhalt

Solčany: Kirche, Herrenhaus und Naturgeschichte

Unterkünfte in Solčany

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
Anzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.

Solčany verbindet sakrale Geschichte, Erinnerungen an die Familie Odescalchi, traditionelle Handwerks- und Festkultur sowie zwei unterschiedliche Routenbezüge: eine aktuell markierte slowakische Route des Kyrill-und-Method-Wegs und eine dokumentierte Radroute. Der Ort ist damit besonders durch konkrete historische Spuren geprägt: Die Allerheiligenkirche, das Herrenhaus an der Hauptstraße, ein Denkmal im Zentrum und das nahe Naturschutzgebiet erzählen jeweils einen eigenen Teil der Ortsgeschichte.

Allerheiligenkirche und Ortsmitte

Die römisch-katholische Allerheiligenkirche wurde im gotischen Stil errichtet und ist erstmals im Jahr 1397 schriftlich belegt. Ihr kreuzförmiger Grundriss gehört ebenso zu den dokumentierten Merkmalen wie die barocken steinernen Umrahmungen aller Portale. Diese sind bis heute an der Außen- und Innenseite erhalten. Die Krypta der Kirche ist heute nicht zugänglich; dort sind zwölf Mitglieder der Familie Odescalchi bestattet.

Nahe der Kirche steht im Zentrum von Solčany das Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs. Die Sandsteingruppe zeigt Jesus Christus, der einen zusammensinkenden verwundeten Soldaten in den Armen hält. Zusammen mit der Kirche bildet das Denkmal einen klar bestimmbaren historischen Bezugspunkt in der Ortsmitte.

Herrenhaus, Park und sichtbare Spuren der Vergangenheit

Das Herrenhaus steht an der Hauptstraße im Zentrum von Solčany. Die Familie Odescalchi erwarb das Anwesen zu Beginn des 19. Jahrhunderts und ließ dort nach 1818 ein repräsentatives klassizistisches Herrenhaus errichten, das von einem weitläufigen Park umgeben war. Das Gebäude stammt aus dem frühen 19. Jahrhundert; sein Portikus ist im Giebelfeld mit Reliefs mythologischer Szenen geschmückt. Zugleich ist der heutige Zustand eindeutig beschrieben: Das Herrenhaus ist verlassen und verfällt.

Der Park neben dem Herrenhaus enthält zahlreiche seltene Gehölze, darunter einen großen Amur-Korkbaum. Auch die lokale Alltags- und Festkultur ist überliefert. Eine festliche Mädchenkleidung aus Solčany vom Beginn des 20. Jahrhunderts umfasst farbenfrohe Stickereien, mit Spitze besetzte Ärmel und zwei Schürzen. An Festtagen wurde eine schmale untere Schürze namens „kuchynka“ unter einer breiten oberen Schürze getragen. Außerdem beschäftigten sich Bäuerinnen in Solčany mit der Klöppelei.

Anzeige

Naturraum und markierte Wege

Etwa 3 km von Solčany entfernt liegt am Rand des Waldkomplexes Tribeč das Naturschutzgebiet Solčiansky háj. Es wurde 1984 ausgewiesen und umfasst 7,07 ha. Im Katastergebiet von Solčany schützt das Gebiet erhaltene natürliche Eichenwälder sowie Waldsteppen- und Felsgemeinschaften auf saurem Untergrund. Für die Orientierung ist damit ein klar benannter Naturraum in der näheren Umgebung dokumentiert, ohne dass daraus zusätzliche Aussagen über Zugänglichkeit oder Einrichtungen abgeleitet werden sollten.

Solčany liegt außerdem an einer aktuell markierten slowakischen Route des Kyrill-und-Method-Wegs. Diese führt von Nitra über Jelenec und Solčany nach Bojná und weiter über die Inovecká chata und Skalka pri Trenčíne bis nach Žítková in Tschechien. Ein anderer dokumentierter Wegbezug ist die Radroute 5115 – Sľažany–Zlatno–Solčany. Sie führt von einer Burg unter dem Mišov vrch und dem Medvedí vrch entlang und anschließend über eine asphaltierte Straße bis nach Solčany. Damit sind sowohl ein längerer grenzüberschreitender Pilgerweg als auch eine benannte Radroute mit dem Ort verbunden.

Weitere Ortsseiten

Weitere Ortsseiten in dieser Auswahl finden Sie zu Podhradie, Ardanovce, Ludanice, Šalgovce, Kuzmice, Súlovce, Solčianky und Svrbice.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Topoľčany.

Anzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.