Spišský Štiavnik – Abtei, Herrenhaus und Hornádska Cyklomagistrála 034
Spišský Štiavnik verbindet eine vielschichtige Kulturgeschichte mit einer klar beschriebenen Radroute durch das Hornád-Tal. Wenn Sie für Ihre Slowakei-Reise einen Ort mit historischen Bauwerken und einer konkreten Möglichkeit zur Orientierung am Fahrrad suchen, treffen hier zwei unterschiedliche Zugänge aufeinander: Die Hornádska Cyklomagistrála 034 führt durch den Ort, während Abtei, Herrenhaus und Kirche von mehreren Jahrhunderten regionaler Geschichte erzählen.
Radfahren am Hornád
Die Hornádska Cyklomagistrála 034 führt durch Spišský Štiavnik entlang des Hornád-Tals am Rand des Slowakischen Paradieses. Die Route ist ungefähr 33 Kilometer lang. Damit besitzt der Ort einen klar benennbaren Bezug zum Radfahren, ohne dass die kulturellen Sehenswürdigkeiten in den Hintergrund treten müssen. Wenn Sie Ihre Reiseentscheidung zwischen einer kulturhistorischen Ortsbetrachtung und einer Route im Landschaftsraum des Hornád treffen, können Sie Spišský Štiavnik anhand dieser beiden unterschiedlichen Schwerpunkte einordnen.
Klostergeschichte und Renaissance-Herrenhaus
Die örtliche Zisterzienserabtei der Jungfrau Maria wurde zwischen 1216 und 1223 vom Bruder des ungarischen Königs Béla IV. gegründet. Ihre Geschichte bildet einen wichtigen zeitlichen Bezugspunkt für die späteren Bauwerke des Ortes. Das Renaissance-Herrenhaus stammt aus dem 16. bis 17. Jahrhundert und wurde an der Stelle eines mittelalterlichen Klosters errichtet. Die Verbindung zu diesem früheren Kloster bleibt auch in den verwendeten Bauelementen erkennbar.
Das Herrenhaus von Spišský Štiavnik ist ein zweigeschossiger Bau mit quadratischem Grundriss und Ecktürmen. Zum Herrenhauskomplex gehören Wirtschaftsgebäude und eine Kapelle. Für die Kapelle wurden wiederverwendete Steine sowie frühgotische Architekturdetails aus dem Kloster verwendet. Die Kapelle bildet dabei einen eigenständigen sakralen Teil des historischen Herrenhauskomplexes. So lässt sich an einem einzelnen Komplex nachvollziehen, wie ältere klösterliche Bauspuren in eine spätere Anlage einbezogen wurden. Das Herrenhaus wurde außerdem nach einem Entwurf von D. Jurkovič erweitert. Für kulturinteressierte Besucher entsteht dadurch kein einheitliches Bild aus nur einer Epoche, sondern eine Abfolge von mittelalterlichem Ursprung, Renaissance und späterer Erweiterung.
Die gotische Kirche im Ortszentrum
Im Zentrum von Spišský Štiavnik steht am Hornád die gotische römisch-katholische Kirche in einem ummauerten, geräumigen Hof. Sie stammt vom Ende des 14. Jahrhunderts und wurde im 18. Jahrhundert barock umgestaltet. Der Hauptaltar ist der Geburt der Jungfrau Maria gewidmet. Gerade die Kombination aus gotischem Ursprung und barocker Umgestaltung macht die Kirche zu einem eigenständigen kulturhistorischen Bezugspunkt innerhalb des Ortes. Ihre Lage im Zentrum ergänzt die weiter gefasste Geschichte von Abtei und Herrenhaus um ein Bauwerk, dessen Entwicklung sich ebenfalls über mehrere Jahrhunderte erstreckt.
Für den weiteren Vergleich auf dieser Ebene können Sie auch Velký Slavkov, Spišská Teplica, Poprad, Mengusovce, Hôrka, Liptovská Teplicka, Spišské Bystré und Nová Lesná heranziehen.
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