Most pri Bratislave: Seen, Auwälder und Kulturerbe

Most pri Bratislave: Gewässerlandschaft und Kulturerbe

Most pri Bratislave verbindet unterschiedliche Reiseeindrücke: Zelená voda und die Zelené jazerá stehen für Angeln, Wandern sowie teilweise Erholung und Sport, während am Malý Dunaj Auwaldreste und der Kanal Blatina die Landschaft prägen. Kirchen, Gedenkstätten, ein Herrenhaus und eine 12,1 km lange Straßenradroute ergänzen das Ortsbild. Wenn Sie eine Unterkunft in Most pri Bratislave auswählen, können Sie damit zwischen Naturerlebnissen am Wasser, Radfahren und kulturhistorischen Zielen im Gemeindegebiet abwägen.

Zelená voda, Zelené jazerá und Malý Dunaj

Zelená voda ist ein durch Kiesabbau entstandener See, der von seltenen Auwäldern umgeben ist. Der See wird zum Angeln und Wandern genutzt und ist vor allem ein Angelrevier. Bei Zelená voda gibt es keinen Rettungsschwimmer; das Baden erfolgt auf eigene Gefahr. Damit unterscheidet sich dieser Ort klar von einer Anlage, deren Schwerpunkt ausschließlich auf Badebetrieb liegen würde.

Die drei Seen der Zelené jazerá entstanden aus ehemaligen Kiesabbauflächen, die nach der Regulierung des Malý Dunaj zurückblieben. Zusammen umfassen sie 17,6 Hektar. Alle drei Seen sind Angelgewässer, zwei werden außerdem zur Erholung und zum Sport genutzt. Entlang des Malý Dunaj liegen innerhalb des Gemeindegebiets von Most pri Bratislave Reste von Auwäldern, die abgeschiedene Naturwinkel bilden. Der Kanal Blatina mündet im Gemeindegebiet in den Malý Dunaj und gilt als Paradies für Angler.

Kirchen und Denkmäler

Ein Schwerpunkt des kulturellen Erbes liegt bei der Kirche Kostol Najsvätejšieho Srdca Ježišovho. Sie bewahrt beschädigte gotische Fresken sowie ein steinernes Taufbecken aus dem 14. Jahrhundert, das weiterhin in der neuen Kirche verwendet wird. Möglicherweise bewahrt die Kirche außerdem ein Presbyterium aus einer Kapelle des 13. Jahrhunderts, die um die Wende vom 13. zum 14. Jahrhundert im frühgotischen Stil erweitert wurde. Hinzu kommen ungewöhnlich seltene steinerne Ziborien. Die Kirche ist unter der Referenz ÚZPF 494/0 geführt.

Bei der Kirche Kostol Božského Srdca Ježišovho haben sich steinerne Baldachine erhalten, die bis heute nur in Most pri Bratislave in der Slowakei erhalten sind. Die Božia muka bei der Landwirtschaftlichen Genossenschaft entstand um die Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert im klassizistischen Stil. Im Kirchengarten erinnert außerdem ein Denkmal für die Opfer des Ersten Weltkriegs an 43 Menschen.

Das Denkmal für Milan Rastislav Štefánik in Most pri Bratislave ist als nationales Kulturdenkmal unter der Referenz 2080/1 geführt. Die Gedenkstätte für Milan Rastislav Štefánik wurde 1923 am Ort des Flugzeugabsturzes errichtet; ihr Architekt war Dušan Jurkovič. Die beiden Angaben machen unterschiedliche historische Aspekte desselben Namensbereichs sichtbar: die denkmalrechtliche Einordnung und die Entstehung der Gedenkstätte.

Studené und Orientierung mit dem Fahrrad

Neben dem Herrenhaus in der Siedlung Studené ist ein Rest eines Naturparks aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts erhalten. Wahrscheinlich wurde das Herrenhaus im 17. Jahrhundert von der Familie Hideghétiovci als eingeschossiges Renaissancegebäude errichtet. Möglicherweise war es ursprünglich ein Kloster, das Ján Balassa Anfang des 19. Jahrhunderts zu einem klassizistischen Herrenhaus umbauen und aufstocken ließ.

Für Radfahrende verläuft die 12,1 km lange Straßenradroute Vrakuňa–Most pri Bratislave–Malinovo–Tomášov durch Most pri Bratislave. Zusätzlich besteht eine Radverkehrsverbindung zwischen Most pri Bratislave und dem Ortsteil Studené. Für die weitere Ortsorientierung können Sie die direkt zugeordneten Ziele Tomášov, Hamuliakovo, Miloslavov, Zálesie, Kaplna, Ivanka Pri Dunaji, Malinovo und Bernolákovo aufrufen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Senec.

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